FAQ zum Coronavirus

Einfach Bescheid wissen.

Hier finden Sie viele Antworten auf aktuelle Fragen zum Coronavirus und Schutzimpfungen.

Fragen zu Schutzimpfungen



Wem wird eine Auffrischungsimpfung angeboten?
Die Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister der Länder haben im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit entschieden, dass Personen, bei denen nach einer vollständigen Impfung möglicherweise keine ausreichende oder eine schnell nachlassende Immunantwort vorliegt, eine Auffrischungsimpfung angeboten wird. Zu diesen Personen gehören insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, sowie Personen mit einer Immunschwäche oder Immunsuppression sowie pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit und Menschen ab 80 Jahren. Auch Personen, die eine vollständige Impfserie mit einem Vektor-Impfstoff erhalten haben, wird im Sinne einer gesundheitlichen Vorsorge eine weitere Impfung angeboten. Die Auffrischungsimpfung wird mit einer einmaligen Impfstoffdosis mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe (Comirnaty® von Biontech oder Spikevax® von Moderna) mindestens 6 Monate nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt. Weitere ausführliche Antworten auf wichtige Fragen zur Auffrischungsimpfung finden Sie auf zusammengegencorona.de (Auffrischungsimpfung).
Wer hat Anspruch auf die Corona-Impfung?
Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig. Nach der Rechtsverordnung haben alle Menschen einen Anspruch auf die Corona-Impfung, die in Deutschland in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind, oder die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben.
Wer übernimmt die Kosten für die Corona-Impfungen?
Die Impfung ist für die Bevölkerung kostenlos - unabhängig vom Versicherungsstatus. Erfolgt die Impfung bei einem niedergelassenen Arzt, findet die Abrechnung über die Kassenärztliche Vereinigung statt. Dies gilt auch für PKV-Versicherte. Bei der Ausstellung eines ärztlichen Attests als Nachweis für einen bevorzugten Anspruch auf die Corona-Impfung erhält die Arztpraxis als Vergütung pauschal 5 Euro – sowie weitere 90 Cent, sofern ein postalischer Versand erfolgt. Das gilt für Privatversicherte und gesetzlich Versicherte gleichermaßen. Die Arztpraxen rechnen diese Leistung mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Die Kosten werden vom Bundesamt für soziale Sicherung erstattet. Eine Abrechnung der ärztlichen Zeugnisse nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist nach der Impfverordnung nicht möglich.
Wie sicher ist der Corona-Impfstoff?
Wie alle in Deutschland eingesetzten Impfstoffe werden auch die Mittel gegen eine Corona-Infektion vor ihrer Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und bewertet. Ausführliche Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsverfahren bietet die Internetseite des PEI: www.pei.de Auch danach erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zum Erfassen von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und Hersteller-unabhängig - vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Die Versicherten können das PEI dabei unterstützen und Verdachtsfälle vom Impfkomplikation direkt über die Webseite www.nebenwirkung.bund.de übermitteln. Darüber hinaus kann eine Meldung künftig auch über eine spezielle App erfolgen. Diese wird vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelt und ist in Kürze in den App-Stores verfügbar. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.
Wer haftet bei Impfschäden?
Für Impfschäden kommt nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) die öffentliche Hand auf. Zuständig ist das Bundesversorgungsamt. Nach dem IFSG ist ein Impfschaden u.a. die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung. Daneben kann es einen Anspruch gegen den Hersteller der Impfdosis geben. Nach der Gefährdungshaftung des § 84 AMG (Arzneimittelgesetz) haftet der pharmazeutische Unternehmer bei Gesundheitsbeeinträchtigungen des Geimpften, wenn sein Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen oder der Schaden infolge einer nicht den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Kennzeichnung, Fachinformation oder Gebrauchsinformation eingetreten ist.
Wo kann man sich impfen lassen?
In Deutschland steht genügend Impfstoff für alle bereit. Wer sich impfen lassen möchte, kann einen Termin beim Arzt oder in einem Impfzentrum machen oder eines der niedrigschwelligen Impfangebote der Bundesländer vor Ort wahrnehmen. Darüber hinaus bieten viele Betriebe Impfungen an.
Mit welchen Impfstoffen wird in Deutschland geimpft?
In der EU sind derzeit vier Impfstoffe zugelassen, die alle auch in Deutschland zum Einsatz kommen: die mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech und Spikevax® von Moderna und die beiden Vektorimpfstoffe Vaxzevria® von AstraZeneca und COVID-19 Vaccine Janssen® von Johnson&Johnson. Die Mengen, die Deutschland sich von diesen Impfstoffherstellern gesichert hat, genügen, um allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot zu machen und Auffrischimpfungen anzubieten.
Können sich auch Kinder und Jugendliche impfen lassen?
Die Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech und Spikevax® von Moderna sind für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Die STIKO empfiehlt die Impfung mit mRNA-Impfstoffen inzwischen allgemein für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren, da der Nutzen der Impfung die Risiken überwiegt. Für jüngere Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit noch keinen zugelassenen Impfstoff.
Wie groß sind die Abstände zwischen erster und zweiter Impfung?
Der mRNA-Impfstoff muss zweimal verabreicht werden. Zwischen der 1. und 2. Impfung sollten 3 bis 6 Wochen (Comirnaty® von Biontech) bzw. 4 bis 6 Wochen (Spikevax® von Moderna) liegen. Bei der 2. Impfung soll der gleiche Impfstoff desselben Herstellers verwendet werden wie bei der 1. Impfung. Die Ständige Impfkommission empfiehlt nach einer ersten Impfung mit dem Vektorimpfstoff Vaxzevria® von AstraZeneca eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (heterologes Impfschema). Der Abstand beträgt dann 4 Wochen. Der Vektorimpfstoff COVID-19 Vaccine Janssen® muss nur einmal verabreicht werden.

Impfstrategie der Bundesländer

Weitere Informationen:



Fragen zu COVID-19 / SARS-CoV-2



Wie wird das Coronavirus SARS-CoV-2 übertragen?
Das Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Auch Schmierinfektionen sind möglich. Zwischen der Ansteckung und dem Beginn der Krankheit können bis zu 14 Tage vergehen. Meistens beträgt die Inkubationszeit fünf bis sechs Tage.
Was sind konkrekte Übertragungswege?
Übertragung über die Schleimhäute von Mund und Nase Coronaviren werden in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Sie können sich also mit COVID-19 anstecken, wenn virushaltige Tröpfchen auf die Schleimhäute Ihrer Atemwege kommen. Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände Das Coronavirus kann auch durch Schmierinfektion über die Hände weitergegeben werden. Wenn Sie sich nach Kontakt mit infektiösem Sekret im Anschluss ins Gesicht fassen, können Sie sich mit dem Virus anstecken. Ansteckung durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion über die Bindehaut der Augen Gelangen virushaltige Tröpfchen auf Ihre Bindehaut (wenn Sie sich ins Auge fassen oder Sie jemand anniest), ist ebenfalls eine Infektion mit dem Erreger möglich. Übertragung durch Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen Nach derzeitigen Erkenntnissen bleibt das Coronavirus über diese Zeiträume ansteckend: • bis zu drei Stunden in der Luft, • bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, • bis zu 24 Stunden auf Karton und • bis zu zwei bis drei Tagen auf Edelstahl und Plastik. Gut zu wissen: Die Ansteckung über Oberflächen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Achten Sie zu Ihrem Schutz unbedingt auf eine guten Händehygiene. Eine Übertragung über importierte Lebensmittel oder andere importierte Waren wie beispielsweise Spielzeug ist bisher nicht dokumentiert.
Was sind die typischen Symptome für COVID-19?
Die häufigsten Krankheitszeichen bei Corona sind Husten und Fieber. Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer Krankheitsanzeichen. Symptome bei COVID-19 • Fieber • Husten • Kurzatmigkeit und Atemnot • Muskel- und Gelenkschmerzen • Halsschmerzen • Kopfschmerzen • Übelkeit und Erbrechen • verstopfte Nase • Durchfall
Krankheitsverlauf COVID-19
Der Verlauf einer Erkrankung an COVID-19 variiert von leicht bis sehr schwer. Deshalb können Ärzte keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann symptomfrei verlaufen. Es kommt aber auch zu sehr schweren Erkrankungen mit Lungenentzündung, Lungenversagen und dem Tod des Patienten. Vermutlich verlaufen mehr als 80 Prozent der Infektionen mit COVID-19 eher mild.
Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?
Wie bei einer normalen Grippe und anderen Atemwegserkrankungen können Sie sich durch diese Maßnahmen vor einer Übertragung mit dem neuartigen Coronavirus schützen: • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu Menschen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. • Beachten Sie die einschlägige Husten- und Niesetikette. • Sorgen Sie für eine gute Händehygiene. Waschen Sie sich Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife. • Verzichten Sie aufs Händeschütteln. • Tragen Sie in der Öffentlichkeit, zum Schutz von anderen, einen Mund-Nasen-Schutz oder eine alternative Barriere vor Mund und Nase. • Auch das Tragen von (Einmal-)Handschuhen kann die Infektionsgefahr verringern. • Wichtig: Nicht ins Gesicht fassen.
Wie kann ich mein Immunsystem stärken?
Vorbeugen ist bekanntlich die beste Medizin. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Immunsystem in Zeiten von Corona stärken: Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund: Auch in Zeiten von Corona sollten wir die 10 Regeln der DGE beherzigen. Machen Sie vor dem Einkaufen einen groben Wochenplan, der Lieblingsrezepte aller Familienmitglieder mit einbezieht. Denn im Moment ist es weder sinnvoll, täglich in Lebensmittelgeschäfte zu gehen, noch Dosenfutter zu „hamstern“. Achten sie auf Ihren Vitamin-D-Haushalt: Die Deutsche Gesellschaft empfiehlt auch bei Kontaktverbot kurze Aufenthalte an der frischen Luft. Schon ein kurzer Spaziergang von 15 bis 25 Minuten bei Sonnenschein reicht aus, um den Vitamin-D-Speicher zu füllen. Impfungen für Risikopatienten nutzen: Es gibt noch keinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Risikopatienten empfiehlt das Robert-Koch-Institut, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Die Pneumokokkenimpfung kann bei einer Erkrankung mit COVID-19 eine bakterielle Lungenentzündung verhindern.