Bürgerentlastungsgesetz (BEG)

Hier finden Sie Antworten zu den häufigsten Fragen.

Was ist das Bürgerentlastungsgesetz?

Seit dem 1. Januar 2010 gilt das Bürgerentlastungsgesetz (BEG). Ab dem Veranlagungszeitraum 2010 können Sie die Beiträge Ihrer privaten Krankenversicherung steuerlich umfangreicher von der Steuer absetzen.

Was ist für Sie neu?

Die Höchstsätze für sonstige Vorsorgeaufwendungen wurden erhöht:

  • Für Arbeitnehmer, Beamte und Rentner 1.900,00 Euro im Jahr (früher 1.500,00 Euro)
  • Für Selbstständige 2.800,00 Euro im Jahr (früher 2.400,00 Euro)
  • Für Zusammenveranlagte gelten jeweils die doppelten Sätze.

Nicht unbegrenzt abzugsfähig sind die Beiträge für Mehrleistungen, die nicht zur Basisabsicherung gehören, wie zum Beispiel für die Chefarztbehandlung oder Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus.

Welche Beiträge kann ich absetzen und welche nicht?

Sie können die Beiträge steuerlich absetzen, die zur Basisabsicherung im Rahmen der privaten Krankenversicherung geleistet werden. Basisabsicherung bedeutet: Nicht absetzbar sind Beiträge für Leistungen, die über das Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen.

Zur Berechnung müssen die Beiträge von Privatversicherten in zwei Anteile aufgeteilt werden: in den Anteil, der auf die die Basisabsicherung entfällt und steuerlich anerkannt wird. Und in jenen Anteil, der über die Basiskrankenversicherung hinausgeht und darum nicht steuerlich berücksichtigt wird. Zu diesem Zweck ist jeder versicherten Leistung eine bestimmte Punktzahl zugeordnet. Es liegt folgende brancheneinheitliche Gewichtung für die Berechnung zugrunde:

Zur Erläuterung: Haben Sie alle Leistungen versichert, sind 79,59 Prozent Ihrer Beiträge steuerlich absetzbar. Wenn beispielsweise die Chefarztbehandlung nicht mitversichert ist, beträgt die Gesamtpunktzahl 70,35 Prozent. Dieser Anteil Ihrer Beiträge wäre dann steuerlich absetzbar, wobei ein Arbeitgeberanteil immer abgezogen werden muss.

Die Berechnung Ihrer absetzbaren Beiträge übernehmen wir für Sie. Wenn Sie uns eine Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt haben, werden wir die Daten zu Ihren absetzbaren Beiträgen an die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (kurz: ZfA) übermitteln. Sie erhalten von uns eine Bescheinigung über die berücksichtigungsf.higen Beiträge nach § 10 EStG. Die Werte können Sie dann in Ihre Steuererklärung übertragen (siehe Serviceinformation 2, Link).

Sollten Sie der Datenübermittlung widersprochen haben, können Sie Ihre Beiträge als sonstige Vorsorgeaufwendungen nur bis 1.900,00 Euro (Selbstständige bis 2.800,00 Euro) steuerlich geltend machen.