E-I

E

Ehegattennachversicherung
Ehegatten können innerhalb von zwei Monaten nach Eheschließung in einen bestehenden Krankenversicherungsvertrag des Partners bzw. der Partnerin aufgenommen werden. Der Vertrag muss mindestens drei Monate bestanden haben. Bei der Aufnahme entfällt die allgemeine Wartezeit, nicht allerdings die Risikoprüfung.
Eigenkapitalquote
Die Eigenkapitalquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die aufzeigt, wie hoch die finanziellen Eigenmittel eines Krankenversicherers sind. Zur Ermittlung der Eigenkapitalquote wird das Eigenkapital in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen gesetzt. Eine Eigenkapitalquote von unter 5 Prozent gilt als problematisch und zieht in der Regel ein Einschreiten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach sich. Versicherer sind nach § 53c VAG dazu verpflichtet, Eigenkapital in ausreichender Höhe zu bilden, um kurzfristige Verluste ausgleichen zu können, sowie jederzeit jeglichen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen zu können.
Eintrittsalter
Alter der Versicherten Person bei Vertragsschluss. Das Eintrittsalter (auch: Aufnahmealter) ist für die Bestimmung des Tarifbeitrags entscheidend. Die Berechnung des Eintrittsalters erfolgt nach unterschiedlichen Methoden. Neben der Altersbestimmung nach dem Geburtsdatum ist auch die Berechnungsweise verbreitet, wonach die Versicherte Person jeweils ein halbes Jahr nach dem Geburtstag bereits das nächsthöhere Eintrittsalter erreicht. Eine dritte Methode ist, vom Jahr des Vertragsschlusses das Geburtsjahr abzuziehen und dadurch das Eintrittsalter zu bestimmen. Letzteres Verfahren wird auch bei der SDK angewendet.
Entgeltumwandlung
Die betriebliche Altersversorgung (bAV) kann vom Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung finanziert werden. Dabei verzichtet er arbeitsvertraglich auf einen Teil seines Gehalts. Der Arbeitgeber verpflichtet sich im Gegenzug, das eingesparte Gehalt an einen Versorgungsträger abzuführen – beispielsweise einen Lebensversicherer im Fall der Direktversicherung – und damit einen Versorgungsanspruch des Arbeitnehmers aufzubauen. Auf die bAV durch Entgeltumwandlung haben Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch nach § 1a BetrAVG. In vielen Branchen wird durch einen Tarifvertrag geregelt, in welcher Form die Entgeltumwandlung unterstützt wird. Arbeitnehmer erhalten dabei Zugang zu speziellen Versorgungswerken der jeweiligen Branche. Arbeitgeber können auch unternehmensindividuelle Rahmenvereinbarungen mit Versorgungsträgern schließen. Bietet der Arbeitgeber keine bestimmte Durchführungsart an, kann der Arbeitnehmer verlangen, dass eine Direktversicherung abgeschlossen wird. Angebote zur Direktversicherung der SDK erhalten Sie hier. Die Entgeltumwandlung wird besonders steuerlich gefördert. Außerdem kann der Arbeitnehmer je nach Ausgestaltung Sozialversicherungsbeiträge sparen. Dadurch fällt der Nettobetrag, auf den er tatsächlich verzichtet, oft erheblich geringer aus als der vereinbarte Bruttobetrag des Gehaltsverzichts. Umgewandelt werden können sowohl laufende Gehaltsansprüche als auch einmalige Sonderzahlungen wie beispielsweise Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld.
Ergotherapie
Ergotherapie ist definiert als Unterstützung und Begleitung von Menschen jeglichen Alters, wenn sie von Einschränkungen ihrer physischen oder psychischen Handlungsfähigkeit betroffen sind oder Einschränkungen drohen. Betroffene sollen dabei in Sachen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrem persönlichen Lebensraum gestärkt werden. Dies soll die Handlungsfähigkeit im Alltag, die gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung der Lebensqualität ermöglichen. Leistungen für Ergotherapie (Beschäftigungstherapie) werden gezahlt, soweit wir diese vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt hat.


F

Fahrtkosten
Fahrtkosten entstehen für die Fahrt zum Arzt oder Krankenhaus mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen PKV. Fahrtkosten werden je nach Tarifbedingungen in unterschiedlichen Fällen übernommen.
Familienversicherung
Unter Familienversicherung versteht man die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern oder Kindern in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Voraussetzung dafür sind ein Wohnsitz im Inland, ein Gesamteinkommen von weniger als einem Siebtel der monatlichen Bezugsgröße (2018: 3.045 Euro) sowie dass keine Versicherungspflicht oder eine Krankheitskostenvollversicherung besteht. Die beitragsfreie Mitversicherung gilt auch für minderjährige Kinder und kann verlängert werden, wenn nach der Volljährigkeit keine Erwerbstätigkeit ausgeübt oder noch eine Berufs- oder Schulausbildung durchgeführt wird.
Feststellungsverfahren Pflege
Bis zum 01.01.2017 diente das Feststellungsverfahren Pflege der Begutachtung und Überprüfung, ob und in welchem Ausmaß bei einer Person Pflegebedürftigkeit vorliegt und in welchem Umfang Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung besteht. Dieser Begriff wurde zum 1.1.2017 durch die Pflegebegutachtung abgelöst. Im Rahmen der Pflegebegutachtung wird der Pflegebedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung, bei der Tagesgestaltung und Haushaltsführung sowie bei sozialen Kontakten und außerhäuslichen Aktivitäten festgestellt. Verantwortlich für die Durchführung der Pflegebegutachtung bei der privaten Pflegepflichtversicherung ist der Medizinische Dienst, die Medicproof GmbH.
Festzuschuss für Zahnersatz
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) erstattet seit Anfang 2005 für Zahnersatz nur noch einen Festzuschuss. Dieser liegt bei 50 Prozent der sogenannten „Regelversorgung“, worunter ein medizinisch ausreichender, zweckmäßiger und wirtschaftlich vertretbarer Zahnersatz verstanden wird. Für die Krone (nicht verblendet, aus Metall) eines Backenzahns ist eine Regelleistung von rund 240 Euro festgesetzt. Die Krankenkasse übernimmt davon 50 Prozent Festzuschuss, also 120 Euro. Die verbleibenden Kosten müssen vom Versicherten getragen werden. Auch für eine höherwertige Krone aus Keramik werden in der GKV nur die Kosten in Höhe des Festzuschusses übernommen. Leider liegen die Kosten hierfür schnell im 4-stelligen Bereich und der Patient muss einen Großteil davon selbst tragen. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen kann der Festzuschuss erhöht werden. Kann ein GKV-Versicherter fünf Jahre in Folge einen solchen Vorsorgebesuch beim Zahnarzt durch Stempel in seinem Bonusheft nachweisen, so erhöht sich der Festzuschuss auf 60 Prozent. Bei zehn Jahren in Folge sind es 65 Prozent. Im obigen Beispiel würde der Festzuschuss auf 144 beziehungsweise auf 156 Euro steigen und der Eigenanteil von 120 auf 96 beziehungsweise 86 Euro sinken. Durch Ergänzungs- oder Zusatzversicherungen können je nach Tarif ganz oder teilweise der verbleibende Eigenanteil oder auch derjenige für einen höherwertigen Zahnersatz abgesichert werden. Die Zahnzusatzversicherungstarife von ZAHNprivat sehen hier je nach gewähltem Schutz umfangreiche Leistungen, auch über der Verdopplung des Festkostenzuschusses, vor.
Freie Heilfürsorge
Im Rahmen der freien Heilfürsorge erhalten bestimmte Beamtengruppen wie Polizeivollzugsbeamte des Bundes oder der Länder und Justizvollzugsbeamte kostenfreien Krankenversicherungsschutz. Die Krankheitskosten werden vom jeweiligen Dienstherrn übernommen. Nach dem Subsidiaritätsprinzip hat der Anspruch auf freie Heilfürsorge Vorrang vor dem Anspruch auf Beihilfe-Gewährung. Gehen die Aufwendungen jedoch über den Rahmen der freien Heilfürsorge hinaus, so sind sie beihilfefähig im Rahmen der Beihilfevorschriften. Die Angehörigen haben keinen Anspruch auf freie Heilfürsorge und können sich entweder gesetzlich oder privat krankenversichern, wobei sie beihilfeberechtigt sind. Heilfürsorgeberechtigte erhalten mit dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis auch Beihilfen für sich selbst.


G

Gebührenordnung
In der privaten Krankenversicherung (PKV) wird die Leistungsabrechnung von Ärzten, Zahnärzten und Heilpraktikern über eine Gebührenordnung geregelt. Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) enthalten eine umfassende Liste der Behandlungen durch (Zahn-)Ärzte, denen jeweils ein Punkt- und ein Euro-Wert zugeordnet ist. Grundsätzlich dürfen (Zahn-)Ärzte persönliche Leistungen mit dem 1- bis maximal 3,5-fachen Gebührensatz abrechnen. Ein höherer als der 2,3-fache Satz muss mit besonderen medizinischen Erschwernissen begründet werden. Abweichend davon gilt für medizinisch-technische Leistungen mit hohem Sachkostenanteil als Höchstwert der 2,5-fache Satz, wobei in der Regel jedoch nur bis zum 1,8-fachen Satz abgerechnet werden darf. Für Laborleistungen darf der Höchstwert maximal beim 1,3-fachen bzw. in der Regel beim 1,15-fachen Satz liegen. Für von der GOÄ und GOZ abweichende Abrechnungen müssen (Zahn-)Arzt und Privatpatient ausdrücklich und in Schriftform eine separate Honorarvereinbarung treffen. Als Basis für die Abrechnung von Heilpraktikerleistungen dient das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). Das GebüH enthält einer Übersicht über die durchschnittlich üblichen Vergütungen. Bis zu welcher Höhe die Kosten in der PKV übernommen werden, hängt von dem gewählten Versicherungstarif ab. Bevor Privatpatienten eine Honorarvereinbarung mit einem Leistungserbringer schließen, sollten sie sich deshalb informieren, welche Leistungen durch ihren Versicherungsvertrag gedeckt sind, um ungewollte Eigenanteile zu vermeiden.
Geldwäschegesetz
Unter Geldwäsche versteht man, dass illegal erwirtschaftetes Geld in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf eingeschleust wird. Geldwäsche stellt einen Straftatbestand dar, der mit Freiheitsentzug zwischen drei Monaten und fünf Jahren geahndet wird. Nach dem Geldwäschegesetz müssen Versicherungsunternehmen beim Neuabschluss von Lebens- und Rentenversicherungen die persönlichen Daten des Vertragspartners aufnehmen und anhand von Personalausweis oder Reisepass überprüfen. Dies geschieht in der Regel durch den Versicherungsvermittler. Für die Identifizierung von Firmen als Vertragspartner gelten Sonderregeln. Bei Verdachtsfällen besteht zudem eine Meldepflicht.
Generika
Generika oder Nachahmerpräparate sind Arzneimittel, mit denen bereits auf dem Markt verfügbare und ursprünglich durch ein Patent geschützte Medikamente durch die gleiche Wirkstoffkombination nachgeahmt werden. Sie sind in der Regel preisgünstiger als die Originalpräparate. Privatpatienten haben Anspruch auf eine Kostenerstattung für alle zugelassenen und per Rezept verordneten Medikamente. Entscheidend ist die vertragliche Vereinbarung mit dem Versicherer. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht kein Anspruch auf ein bestimmtes Medikament. Bei Wirkstoffgleichheit kann auch ein Generikum abgegeben werden. Dies kann von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich sein, da die einzelnen Kassen mit verschiedenen Pharmaherstellern Rabattverträge abgeschlossen haben.
Gesetzliche Krankenversicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist einer der fünf Zweige der Sozialversicherung. Träger sind die gesetzlichen Krankenkassen, in denen rund 90 Prozent der Bundesbürger als Pflichtversicherte, freiwillig Versicherte oder im Rahmen der Familienversicherung Mitglied sind. Diese erhalten im Krankheitsfall ärztliche und zahnärztliche Heilbehandlungen, Krankenhausbehandlungen und eine Reihe weiterer Leistungen. Die Krankenversicherungsbeiträge werden in der GKV in Relation zum jährlichen Brutto-Arbeitsentgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2018: 53.100 Euro) erhoben. Seit Anfang 2015 beträgt der allgemeine GKV-Beitragssatz 14,6 Prozent, der hälftig vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer getragen wird. Kommen Krankenkassen mit den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht aus, so können sie einen individuellen Zusatzbeitrag erheben, der dann allein vom Arbeitnehmer zu tragen ist. Im Gegensatz zum Kapitaldeckungsprinzip der privaten Krankenversicherung (PKV) wird die GKV durch das Umlageverfahren finanziert, wobei die Beitragspflichtigen die aktuellen Kosten aller Versicherten tragen.
Gesetzliche Rentenversicherung
Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) ist neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einer der fünf Zweige der Sozialversicherung und dient der Alters-, Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsabsicherung. Pflichtversichert sind zum einen Arbeitnehmer, aber auch eine Reihe von Selbstständigen. Zudem können sich bestimmte Personen freiwillig gesetzlich rentenversichern. Die GRV wird im Umlageverfahren aus Beiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch aus Bundeszuschüssen und weiteren Quellen finanziert.
Gesetzliche Unfallversicherung
Die gesetzliche Unfallversicherung (GUV) gehört zur Sozialversicherung. Sie wird aufgrund Gesetzes (insbesondere Sozialgesetzbuch Siebter Teil) betrieben. Träger der GUV sind die nach Branchen differenzierten, gewerblichen und landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften sowie verschiedene öffentliche Unfallkassen. Pflichtversichert in der GUV sind insbesondere Arbeitnehmer, Auszubildende, Landwirte, Kinder beim Besuch eines Kindergartens bzw. einer Kindertagesstätte, Schüler, Studierende, Pflegepersonen und bestimmte ehrenamtlich Tätige. Freiwillig der GUV beitreten können Selbstständige, Freiberufler und deren mitarbeitende Ehegatten. Für Arbeitgeber hat die GUV die besondere Bedeutung, dass ihre Leistungen die zivilrechtliche Haftung gegenüber dem Arbeitnehmer ablösen. Die GUV hat verschiedene Aufgaben. Dazu gehört zunächst die Prävention. Aufgabe ist es, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten oder sonstige Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu vermeiden. Zu diesem Zweck werden Arbeitgeber, Schulen und andere Einrichtungen besichtigt und beraten. Außerdem werden Unfallverhütungsvorschriften aufgestellt und deren Einhaltung überwacht. Kommt es dennoch zu Unfällen oder Berufskrankheiten, sind verschiedene Leistungen vorgesehen. Dabei dominiert der Gedanke, möglichst die Arbeitskraft wiederherzustellen. Zu diesem Zweck werden medizinische und andere Rehabilitationsleistungen geboten. Außerdem sind verschiedene Geldleistungen wie Verletztengeld, Übergangsgeld, Pflegegeld und bei dauerhafter Invalidität oder im Todesfall Rentenleistungen vorgesehen. Die GUV stellt allerdings für die Versicherten nur eine Ausschnittsdeckung gegen das Lebensrisiko Invalidität und Unfalltod dar. Die GUV leistet nur bei Arbeits- und bei Wegeunfällen, nicht jedoch bei den deutlich häufiger auftretenden Unfällen im privaten Bereich wie insbesondere dem Haushalt, aber auch sonst in der Freizeit. Wegeunfälle setzen zudem voraus, dass es sich um den unmittelbaren Weg vom Wohnsitz zur Arbeitsstätte und umgekehrt handelt, selbst kleine Unterbrechungen und Umwege für private Erledigungen lassen den Versicherungsschutz erlöschen. Die Flut an Urteilen zur Frage der Zuordnung des Unfalls zu einem privaten oder beruflichen Weg zeigt, wie groß in der Praxis der Bedarf für eine private Ergänzung des Unfallschutzes durch eine 24-Stunden-Deckung ohne Einschränkung auf bestimmte Orte und Tätigkeiten ist. Die Geldleistungen sind ebenfalls mehrfach begrenzt und können deshalb bei Arbeitnehmern nur teilweise das Einkommen ersetzen, das sie vor Eintritt der Invalidität besaßen. Ausschlaggebend für die Berechnung der Rente sind der bisherige Jahresarbeitsverdienst und der festgestellte Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit. Die Erwerbsfähigkeit muss mindestens um 20 Prozent gemindert sein. Bei vollständigem Verlust der Erwerbsfähigkeit sind zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes als Rentenleistung möglich, wobei der anrechenbare Teil des Jahresarbeitsverdienstes sowohl gesetzlich als auch durch Satzung in der Höhe begrenzt wird. Kinder erhalten eine Rente, die sich als Anteil der jeweiligen Bezugsgröße berechnet und je nach Alter zwischen 25 und 40 Prozent der Bezugsgröße erreicht. Im Ergebnis ist damit weder für Berufstätige noch für Kinder eine ausreichende Versorgung sichergestellt und eine Ergänzung um eine private Unfallversicherung empfehlenswert.
Gesetzlicher Beitragszuschlag
Seit 2000 ist vorgeschrieben, dass ein Krankenversicherer einen Zuschlag von 10 Prozent auf den Tarifbeitrag einer substitutiven (Voll-)Versicherung erhebt. Daraus werden zusätzliche Alterungsrückstellungen gebildet, durch die der Kunde ab Alter 65 durch Stabilisierung und ab Alter 80 ggf. durch Senkung des Beitrags entlastet wird. Eingeführt wurde der Beitragszuschlag aufgrund der anhaltenden Diskussion darüber, dass die Beiträge zu privaten Krankenversicherungen vor allem Rentner und Pensionäre zunehmend belasten. Bei der SDK wird dieser Beitragszuschlag über den sogenannten Vorsorgetarif (VT) erhoben, der seit 2000 immer in der privaten Krankenvollversicherung enthalten ist.
Gesundheitsvorsorge
Gesundheitsvorsorge (auch: Vorsorgeuntersuchungen) ist ein wichtiger Baustein des Gesundheitssystems zur Früherkennung von Krankheiten. Gesetzliche Krankenversicherungen bieten hierzu spezielle Vorsorgeprogramme an. Der jeweilige Leistungsumfang ist vom Gesetzgeber definiert und sieht folgende Inhalte vor: a.) Gesundheitsuntersuchung (auch Gesundheits- oder Vorsorge-Check-Up) für Frauen und Männer ab dem Alter von 35 Jahren (jedes zweite Jahr). Leistungsinhalt: Erhebung der Eigen-, Familien- und Sozialanamnese Körperliche Untersuchung (Ganzkörperstatus) Laboruntersuchung Beratung über das Ergebnis, einschließlich Erörterung des individuellen Risikoprofils   b.) Untersuchung zur Früherkennung von Krebserkrankungen für Frauen: ab dem Alter von 20 Jahren Genital ab dem Alter von 30 Jahren Brust ab dem Alter von 50 Jahren Rektum und übriger Dickdarm für Männer: ab dem Alter von 45 Jahren Prostata und äußeres Genital ab dem Alter von 50 Jahren Rektum und übriger Dickdarm jeweils einmal jährlich c.) Neugeborene und Kinder Neugeborenen-Screening zur Geburt bei Kindern in den ersten sechs Lebensjahren insgesamt zehn Untersuchungen (U1-U9/U7a) vom 12. bis 14. Lebensjahr Anspruch auf den Gesundheitscheck J 1 (Jugendgesundheitsuntersuchung) U 10, U11 und J2 sind in der Regel nicht im gesetzlichen Leistungskatalog enthalten.   d.) Früherkennungsuntersuchungen auf Darmkrebs (kolorektales Karzinom) Frauen und Männer ab dem Alter von 50 Jahren haben bis zum Alter von 54 Jahren Anspruch auf die jährliche Durchführung eines Schnelltestes (auch immunologischer Schnelltest) auf nicht sichtbares (occultes) Blut im Stuhl. Frauen und Männer ab dem Alter von 55 Jahren haben Anspruch auf insgesamt zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) im Abstand von zehn Jahren. e.) Früherkennung von Krebserkrankungen der Brust (Mammographie-Screening) für Frauen ab dem Alter von 50 bis 69 Jahren (alle zwei Jahre). f) Früherkennung von Krebserkrankungen der Haut (Hautkrebs-Screening) für Frauen und Männer ab dem Alter von 35 Jahren (jedes zweite Jahr). g) Mutterschaftsvorsorge Untersuchung und Beratung während der Schwangerschaft Frühzeitige Erkennung und besondere Überwachung von Risikoschwangerschaften Serologische Untersuchung auf Infektionen Blutgruppenserologische Untersuchung nach Geburt oder Fehlgeburt und Anti-D-Immunglobulin-Prophylaxe Untersuchung und Beratung der Wöchnerin Aufzeichnungen und Bescheinigungen   Bei den privaten Krankenversicherungen (PKV) gelten ähnliche Regelungen. Die SDK erstattet bei krankenvollversicherten Mitgliedern die genannten Untersuchungen – über die gesetzlichen Regelungen hinaus – jeweils ohne Altersbegrenzung. Zudem übernimmt die SDK auch die Kosten für die U10, U11 und J2 Untersuchungen. Außerdem hat die SDK einen Vorsorgetarif im Angebot, der folgende Leistungen erstattet: Medizinische Vorsorgeleistungen inkl. Schutzimpfungen nach STIKO sowie Impfungen gegen Influenza, Tollwut und FSME unabhängig von einer STIKO-Empfehlung bis zu einem Höchstbetrag von 400 Euro innerhalb eines Kalenderjahres. Leistungen für Präventionskurse nach § 20 SGB V bis zu 100 Euro innerhalb eines Kalenderjahres (Erstattung der Restleistung nach Vorleistung durch GKV bzw. Gesamtbetrag für PKV-Versicherte). Gesundheitstelefon für medizinische und psychologische Hilfestellung.
Gruppenversicherung
In einer Gruppenversicherung werden mehrere Personen in einem Vertrag versichert, beispielsweise von Firmen oder Vereinen. Solche Gruppenversicherungsverträge bringen dem Versicherer Kostenvorteile bei der Vertragsverwaltung. Auch die Versicherten profitieren in Form von unter anderem Beitragsnachlässen und/oder dem Verzicht auf Gesundheitsprüfungen, auf Wartezeit und/oder den Einwand von Vorerkrankungen. Die SDK bietet vergünstigte Gruppenversicherungsverträge in der betrieblichen Krankenversicherung und für Mitglieder von Volks- und Raiffeisenbanken


H

Heil- und Kostenplan
Ein Heil- und Kostenplan ist ein von einem Facharzt ausgestelltes Dokument, in dem die Maßnahmen und Behandlungsschritte mit ihren jeweiligen Kosten aufgelistet sind, um ein gesundheitliches Problem zu heilen. Heil- und Kostenpläne gibt es insbesondere bei der zahnärztlichen Versorgung. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) muss der Vertragszahnarzt vor Beginn einer jeden Behandlung einen solchen Plan erstellen, auf dessen Basis die Abrechnung erfolgt. In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist in der Regel erst ab einer bestimmten Behandlungshöhe ein Heil- und Kostenplan erforderlich. In manchen Fällen wird auch gänzlich auf die Vorlage eines solchen Plans verzichtet. Privatpatienten sollten ihren Versicherungsvertrag daraufhin überprüfen bzw. ihren Versicherer befragen. Bei aufwändigeren Behandlungen ist eine vorherige Abstimmung mit dem Versicherer auch deshalb sinnvoll, um das Risiko zu verringern, dass eine nicht vertragsgemäße Leistung vom Arzt abgerechnet wird, für die keine Erstattung aus dem Versicherungsvertrag vorgesehen ist. Dadurch werden unvorhergesehene Kosten für den Privatpatienten vermieden.
Heilbehandlung
Unter Heilbehandlung werden alle Behandlungen von Krankheiten oder Verletzungen zusammengefasst. Hierzu zählt neben ambulanten (zahn-)ärztlichen Beratungen und (Vorsorge-)Untersuchungen sowie ambulanten Operationen auch die Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln. Im stationären Bereich gehören noch Unterbringung, Verpflegung und Krankenpflege dazu. Privatpatienten können zudem in der Regel noch alternative Heilmethoden wie Heilpraktikerleistungen und Naturheilverfahren in Anspruch nehmen. Diese gehören bis auf wenige Ausnahmen nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), können aber über eine Ergänzungsversicherung mitversichert werden. Die SDK hat hierfür den Tarif NATURprivat im Angebot, der alle Leistungen nach dem Hufelandverzeichnis erstattet.
Heilmittel
Unter Heilmitteln versteht man Behandlungen wie Bäder, Bestrahlungen, Ergotherapie, Logopädie, Krankengymnastik, Massagen oder auch Licht-, Wärme- und sonstige physikalische Behandlungen sowie elektrische Heilbehandlungen. Heilmittel sind in der privaten Krankenversicherung (PKV), je nach gewähltem Tarif, erstattungsfähig. Voraussetzung ist, dass sie von einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet sind. Der Erstattungsanspruch bei Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) orientiert sich an den so genannten Heilmittelrichtlinien.  Sie  beschreiben, welche Heilmittel in welchen Mengen bei welchen Diagnosen im Regelfall zu einer medizinisch angemessenen und wirtschaftlichen Versorgung führen. Volljährige GKV-Versicherte müssen zudem seit Anfang 2010 eine Zuzahlung von 10 Prozent zuzüglich 10 Euro pro Verordnung leisten.
Heilpraktiker
Ein Heilpraktiker besitzt nach dem deutschen Heilpraktikergesetz eine staatliche Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, worunter man die Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen versteht. Behandlungen durch einen Heilpraktiker gehören zu den alternativen Heilmethoden, die in der privaten Krankenversicherung (PKV) meist im Leistungsumfang enthalten sind. Als Basis für die Abrechnung von Heilpraktikerleistungen dient das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH). Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt hingegen in der Regel keine Kosten für Heilpraktikerleistungen. Über eine Ergänzungsversicherung haben Kassenpatienten die Möglichkeit, auch diese Kosten  abzusichern. Die SDK hat hierfür den Tarif NATURprivat im Angebot, der alle Leistungen nach dem Hufelandverzeichnis erstattet.
Hilfsmittel
Unter Hilfsmitteln versteht man unter anderem Krankenfahrstühle, Geh-, Seh- und Hörhilfen, Körperersatzstücke, Schlafapnoegeräte, orthopädische Schuhe und Einlagen, sowie Rumpf-, Arm- und Beinstützapparate. Für Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) werden Kosten für ärztlich verordnete Hilfsmittel analog zu Heilmitteln je nach Tarif erstattet. Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben generell nur dann Anspruch auf Kostenerstattung von Hilfsmitteln, wenn diese medizinisch zur Heilbehandlung oder zum Ausgleich einer Behinderung notwendig sind. Volljährige gesetzlich Krankenversicherte müssen zudem eine Zuzahlung zu Hilfsmitteln leisten, die sich auf 10 Prozent beläuft und mindestens bei 5 Euro und höchstens bei 10 Euro liegt. Bei Preisen unter 5 Euro muss also der volle Preis entrichtet werden. Einen Sonderfall stellen Brillen dar. In der GKV werden Brillen seit Anfang 2004 nur noch bei Kindern bis zur Volljährigkeit oder bei schwer Sehbehinderten übernommen. Diese Leistungen lassen sich allerdings über eine private Ergänzungs- oder Zusatzversicherung absichern. Bei unserer SDK gibt es hierfür einen günstigen Kombinationstarif, der Sehhilfen, weitere Hilfsmittel, eine Auslandsreisekrankenversicherung und ein Kurtagegeld enthält. Besondere Serviceleistungen über das Hilfsmittelmanagement?
Hinterbliebene
Der Hinterbliebenenbegriff ist je nach Versicherungsprodukt unterschiedlich eng oder weit gefasst. Bei der Basisrentenversicherung nach § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG können z.B. nur der Ehegatte und die Kinder nach § 32 EStG bezugsberechtigte Hinterbliebene sein. Bei Rentendirektversicherungen nach § 63 EStG können auch die Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz, Lebensgefährten bei gemeinsamer Haushaltsführung und sogar frühere Ehegatten bezugsberechtigte Hinterbliebene sein. Bei Produkten, die nicht besonders steuerlich gefördert sind, ist der Hinterbliebenenbegriff nicht eingeschränkt, es können also auch die Eltern oder Geschwister bezugsberechtigte Hinterbliebene sein. Um die finanziellen Auswirkungen eines Todesfalles für die Hinterbliebenen aufzufangen, kann man Versicherungen zur Hinterbliebenenabsicherung abschließen, wie beispielsweise eine Risikolebensversicherung. Dann wird im Todesfall an die im Vertrag festgelegte hinterbliebene Person (Bezugsberechtigter) die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt, die den individuellen Bedürfnissen entsprechend frei ausgewählt werden kann. Zwar gibt es auch eine gesetzliche Hinterbliebenenabsicherung. Diese reicht aber bei Weitem nicht aus, um den Lebensunterunterhalt zu bestreiten, wie Zahlen des Deutschen Rentenversicherungs Bunds zeigen. Die durchschnittlich ausgezahlte Hinterbliebenenrente liegt bei knapp über 500 Euro im Monat. Zudem müssen Wartezeiten berücksichtigt werden.
Honorarvereinbarung
Unter Honorarvereinbarung versteht man den gesondert zu vereinbarenden Vertrag zwischen Ärzten oder Zahnärzten und einem Privatpatienten, wenn die Honorierung einer beispielsweise besonders komplizierten Behandlung über den Rahmen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) beziehungsweise Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) hinausgeht. In der GOÄ und der GOZ sind die Behandlungen durch Ärzte und Zahnärzte und die dafür jeweils gültigen Punktwerte definiert, die in einen Gebührensatz umgerechnet werden können. Maximal darf der 3,5-fache Gebührensatz abgerechnet werden.
Hufelandverzeichnis
Das Hufelandverzeichnis stellt eine Abrechnungshilfe für naturheilkundliche Behandlungen dar, die in der privaten Krankenversicherung (PKV) je nach Tarif zum Leistungsumfang gehören. In der gesetzlichen Krankenversicherung werden naturheilkundliche Behandlungen in aller Regel nicht übernommen. Über eine private Ergänzungsversicherung kann aber auch dieses Risiko abgesichert werden. Die SDK hat hierfür den Tarif NATURprivat im Angebot, der alle Leistungen nach dem Hufelandverzeichnis erstattet.