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Obliegenheiten
Pflichten des Versicherungsnehmers, die aufgrund Gesetz oder Vertrag bestehen. Eine Verletzung der Obliegenheiten zieht verschiedene Konsequenzen nach sich. Zu unterscheiden sind vorvertragliche, vertragliche und Obliegenheiten im Schadenfall. Die Rechtsfolgen einer Verletzung sind entsprechend unterschiedlich. Wichtige allgemeine Obliegenheiten sind: Vorvertragliche Anzeigepflicht, damit sich der Versicherer ein genaues Bild von dem zu versichernden Risiko machen kann. Gefahrstandspflicht, das heißt die Pflicht zur Unterlassung von Gefahrerhöhungen ohne Zustimmung des Versicherers sowie der Anzeige von eingetretenen Gefahrerhöhungen. Schadenminderungspflicht, das heißt die Pflicht, nach Möglichkeit für die Abwendung oder Minderung eines Schadens zu sorgen. In den einzelnen Versicherungszweigen gibt es bestimmte weitere vertragliche Obliegenheiten. So ist ein Krankenversicherter beispielsweise verpflichtet, Einen Krankenhausaufenthalt innerhalb von 10 Tagen nach Beginn beim Versicherer anzuzeigen, Dem Versicherer die benötigten Auskünfte zur Beurteilung von Versicherungsfällen und der Leistungspflicht zu erteilen, Sich auf Verlangen des Versicherers von einem Vertrauensarzt des Versicherers untersuchen zu lassen, Sich im Krankheitsfall den ärztlichen Anweisungen entsprechend zu verhalten und sich um eine rasche Genesung zu bemühen, Den Krankenversicherer über das Bestehen weiterer Versicherungen oder den Bezug von Leistungen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu informieren, Weitere Krankentagegeldversicherungen nur nach Einwilligung des Versicherers abzuschließen.  
Ombudsmann
Wenn ein Kunde mit den Leistungen seines Versicherers oder mit der Beratung eines Versicherungsvermittlers unzufrieden ist, kann er sich bei den beiden Ombudsleuten des Versicherungswesens beschweren. Ihre Aufgabe ist es, zwischen den Parteien zu vermitteln und nach Möglichkeit den Streit zu schlichten. Dadurch werden auch die Gerichte entlastet und Streitfälle schneller als auf dem Rechtsweg gelöst. Der Rechtsweg bleibt allerdings offen, sofern das Schlichtungsverfahren keine Einigung ergibt. Hat der Kunde schon den Rechtsweg beschritten, ist das Schlichtungsverfahren nicht mehr möglich. Für alle Versicherungssparten außer der privaten Kranken- und Pflegeversicherung ist der Versicherungsombudsmann zuständig (www.versicherungsombudsmann.de). Für die private Kranken- und Pflegeversicherung ist der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung zuständig (www.pkv-ombudsmann.de). Der Versicherungsombudsmann kann bei Beschwerden gegenüber Versicherern bei Streitwerten bis zu 10.000 Euro verbindliche Entscheidungen treffen. Bei Beschwerden gegenüber Vermittlern kann er eine unverbindliche Empfehlung aussprechen. Der Ombudsmann der privaten Krankenversicherung kann ebenfalls vermitteln, aber keine verbindlichen Entscheidungen treffen. Der Versicherungsombudsmann kann auch dann tätig werden, wenn ein Gericht eine außergerichtliche Konfliktbeilegung vorschlägt und dafür das Ruhen des Verfahrens anordnet.


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Paralleltarife
In der privaten Krankenversicherung werden Tarife als Paralleltarife bezeichnet, wenn mindestens zwei Tarife einen grundsätzlich vergleichbaren Versicherungsschutz anbieten, auch wenn sie im Detail unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen. Häufig werden Paralleltarife mit dem Hintergrund eingeführt, Risiken der dahinterstehenden Personenkollektive zu separieren und somit Neukunden mit günstigeren Beiträgen zu locken. Paralleltarife führen aber in der Regel zu instabileren Beiträgen für die alten Tarife. Kunden in den alten Tarifen haben das Recht in einen leistungsgleichen Tarif zu wechseln und werden dies im oben beschriebenen Fall auch häufig tun, da der neue Tarif günstiger ist. Dies ist aber häufig nur für gesunde Kunden möglich, da die neuen Tarife geringfügig mehr leisten. Somit bleibt ein „krankes Kollektiv“ im alten Tarif zurück und die Beiträge schnellen in die Höhe. Die SDK ist einer der wenigen Versicherer, die solche billigen Lockvogelangebote ablehnt. Bei uns gibt es nur ein generationenübergreifendes Tarifwerk für Jung und Alt und gesund und krank.
Pensionszusage
Siehe Direktzusage.
Pfändung
Eine Lebensversicherung kann an einen Dritten verpfändet werden. Die Pfändung ist unmittelbar an das Bestehen einer entsprechenden Forderung geknüpft. Der Gläubiger kann dieses Pfand einsetzen, wenn die Forderung nicht erfüllt wird. Die Pfändung muss dem Versicherer angezeigt werden.   Zum Einsatz kommt die Pfändung beispielsweise im Bereich der Immobilienfinanzierung mit der Tilgungsaussetzungsversicherung. Hier wird eine kapitalbildende Lebensversicherung als Pfand eingesetzt, aus dem das Kreditinstitut seine Forderung auf Rückzahlung des Darlehens befriedigen kann.
Pflegebedürftigkeit
Zum 1.1. 2017 wurde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und damit einhergehend eine Einteilung der Pflegebedürftigen in fünf Pflegegrade eingeführt, die an die Stelle der bisherigen Pflegestufen treten. Damit erhalten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums alle Pflegebedürftigen – unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind  – gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung. Wegen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs gibt es ist auch ein neues Begutachtungsverfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Im Rahmen der sogenannten Pflegebegutachtung geht es nicht mehr um den Hilfebedarf in Minuten, sondern um den Grad der Selbstständigkeit eines Menschen.
Pflegebegutachtung
Im Rahmen einer mehrstufigen Pflegereform wurde zum 1.1.2017 ein neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit in der Pflegeversicherung eingeführt. Mit diesem werden nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und Menschen mit geistigen oder psychischen Einschränkungen ebenso berücksichtigt wie die Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen Einschränkungen. In der Folge ändert sich auch das Begutachtungsverfahren zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit. Im Rahmen der sogenannten Pflegebegutachtung geht es nicht mehr um den Hilfebedarf in Minuten, sondern um den Grad der Selbstständigkeit eines Menschen, wobei dessen Ressourcen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt gestellt werden. Dabei geht es um die Fragen, wie die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen erhalten und gestärkt werden kann und wobei dieser Hilfe und Unterstützung benötigt. Im Rahmen der Pflegebegutachtung wird also der Pflegebedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung, bei der Tagesgestaltung und Haushaltsführung sowie bei sozialen Kontakten und außerhäuslichen Aktivitäten festgestellt. Anhand des Grads der Pflegebedürftigkeit erfolgt die Einteilung in einen der fünf Pflegegrade, die Anfang 2017 die früheren Pflegestufen abgelöst haben. Verantwortlich für die Durchführung der Pflegebegutachtung bei der privaten Pflegepflichtversicherung ist der Medizinische Dienst, die Medicproof GmbH.
Pflegeberatung
Pflegebedürftige, Ratsuchende im Vorfeld von Pflegebedürftigkeit und pflegende Angehörige und ihre Familien haben Anspruch auf kostenfreie Pflegeberatung. Im Rahmen der Pflegeberatung soll der Hilfebedarf systematisch erfasst und analysiert werden. Weitere Aufgaben sind die Erstellung eines individuellen Versorgungsplans inklusive Hilfen zu dessen Genehmigung durch den Leistungsträger sowie die Überwachung der Durchführung des Versorgungsplans und – falls erforderlich – die Anpassung an eine veränderte Bedarfslage. In der privaten Pflegepflichtversicherung wird die Pflegeberatung zentral und Versichererunabhängig durch die COMPASS Private Pflegeberatung GmbH (www.compass-pflegeberatung.de) durchgeführt. Dabei bieten die COMPASS-Pflegeberater telefonisch und bei Bedarf auch bei Hausbesuchen Unterstützung und Beratung zur häuslichen Pflegesituation und zu Angeboten der ambulanten Versorgung sowie zur teilstationären und stationären Versorgung. Weiterhin gibt es Beratung zur Beantragung eines Pflegegrads, zu finanziellen Aspekten der Pflegesituation sowie zu Hilfsmitteln oder der Anpassung des Wohnumfelds.
Pflegedienst
Als Pflegedienste bezeichnet man privatwirtschaftliche oder karitative Unternehmen, die ambulante Pflegeleistungen in den Wohnungen von Pflegebedürftigen erbringen und Pflegebedürftige hauswirtschaftlich versorgen. Die erbrachten Pflegeleistungen werden von der  Pflegepflichtversicherung in Form von Sachleistungen vergütet. Alternativ dazu kann auch ein Pflegegeld oder eine Kombination aus Pflegesachleistung und Pflegegeld vereinbart werden.
Pflegegeld
Anstelle der häuslichen Pflegehilfe durch Pflegedienste können Pflegebedürftige ein Pflegegeld beantragen. Der Pflegebedürftige muss mit dem Pflegegeld die erforderliche Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung in geeigneter Weise und im Umfang des ihm gewährten Pflegegeldes selbst sicherstellen (§ 37 SGB XI, Sozialgesetzbuch XI). Anstelle der häuslichen Pflegehilfe durch Pflegedienste können Pflegebedürftige ein Pflegegeld beantragen. Der Pflegebedürftige muss mit dem Pflegegeld die erforderliche Grundpflege und die hauswirtschaftliche Versorgung in geeigneter Weise und im Umfang des ihm gewährten Pflegegeldes selbst sicherstellen (§ 37 SGB XI, Sozialgesetzbuch XI). Pro Kalendermonat beträgt das Pflegegeld in Pflegegrad 1 Leistungen nach § 28a SGB XI, in Pflegegrad 2 bis zu 316 Euro, in Pflegegrad 3 bis zu 545 Euro, in Pflegegrad 4 bis zu 728 Euro, in Pflegegrad 5 bis zu 901 Euro. Bei Beanspruchung von Pflegegeld ist darüber hinaus halbjährlich (bei Pflegestufe III vierteljährlich) eine Vor-Ort-Beratung durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung wahrzunehmen. Die SDK leistet mir ihrer Pflegezusatzversicherung PFLEGEprivat immer den vollen Betrag, unabhängig davon, ob eine häusliche Pflege durchgeführt oder auf Fachpersonal zurückgegriffen wird.
Pflegegrad
Im Rahmen einer mehrstufigen Pflegereform wurde zum 1.1.2017 in der Pflegeversicherung ein neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit und damit einhergehend eine Einteilung der Pflegebedürftigen in fünf Pflegegrade eingeführt, die an die Stelle der bisherigen Pflegestufen treten. Die Pflegegrade bilden die Bandbreite von Pflegebedürftigkeit ab: Von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten (Pflegegrad 1) bis hin zu schwersten Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergehen (Pflegegrad 5). Die Überleitung von den früheren Pflegestufen in die neuen Pflegegrade wird automatisch durchgeführt und folgt dabei folgendem Schema: Bei Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen gilt die Regel „+1“ – Pflegestufe I entspricht also Pflegegrad 2, Pflegestufe III entspricht Pflegegrad 4 und ein Härtefall der Pflegestufe III entspricht Pflegegrad 5. Bei Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz greift die Regel „+2“ – Pflegestufe 0 entspricht dann Pflegegrad 2, Pflegestufe III entspricht Pflegegrad 5. Wie das Gesundheitsministerium weiter mitteilt, wächst durch den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff die Zahl der Versicherten mit Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung, da in Pflegegrad 1 solche Personen eingestuft werden, die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen haben, aber schon in gewissem Maß – zumeist körperlich – eingeschränkt sind.
Pflegeheim
Als Pflegeheim bezeichnet man eine Pflegeeinrichtung, in der Pflegebedürftige durch professionelle Pflegekräfte versorgt werden, bei denen keine häusliche Pflege möglich ist. Die Versorgung kann vollstationär (rund um die Uhr) oder teilstationär (Tages- oder Nachtpflege) erfolgen. Die Pflegeversicherung übernimmt bei vollstationärer Pflege die Kosten je nach Pflegegrad bis zu bestimmten Höchstgrenzen: in Pflegegrad 1 werden bis zu 125 geleistet, in Pflegegrad 2 werden bis zu 770 Euro geleistet, in Pflegegrad 3 werden bis zu 1.262 Euro geleistet, in Pflegegrad 4 werden bis zu 1.775 Euro geleistet, in Pflegegrad 5 werden bis zu 2.005 Euro geleistet.   In der Regel genügen diese Beträge jedoch bei weitem nicht, der Versicherte muss deshalb aus seinem eigenen Einkommen und Vermögen wesentliche Anteile der Pflegeheimkosten selbst tragen oder eine ergänzende Pflegezusatzversicherung abschließen. Da die Kosten für ein Pflegeheim häufig über der Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung liegen, haben wir mit unserer Pflegezusatzversicherung PFLEGEprivat, ein geeignetes Produkt um dieses Risiko zu minimieren. Rechnen Sie hier aus, wie groß die Lücke im Pflegefall sein kann!
Pflegekassen
Die Pflegekassen sind die Träger der sozialen Pflegeversicherung und erbringen für Pflegebedürftige Pflegeleistungen in Form von Sach- oder Geldleistungen in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe. Die Pflegekassen schließen mit den Erbringern von Pflegesachleistungen wie etwa Pflegediensten und Pflegeheimen Verträge hinsichtlich der Versorgung und der Vergütung ab.
Pflegeleistungen
Die Pflegekassen sowie die privaten Pflegeversicherer erbringen für Pflegebedürftige nach dem Pflegeversicherungsgesetz Pflegeleistungen für die Kurzzeitpflege sowie die voll- und teilstationäre Unterbringung in Pflegeheimen, für ambulante Pflege durch Pflegedienste sowie für häusliche Pflege. Pflegeleistungen werden entweder als Sach- oder als Geldleistung gewährt. Je nach Pflegegrad gibt es unterschiedliche Höchstgrenzen.
Pflegeperson
Unter einer Pflegeperson versteht das Sozialgesetzbuch XI solche Personen, die Pflegebedürftige nicht als Erwerbstätige, sondern unentgeltlich pflegen. Meist sind es Familienangehörige, die die Pflege übernehmen. Wenn Pflegepersonen beispielsweise mindestens 10 Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, die Pflege wahrnehmen und der gepflegte Leistungsempfänger aus der Pflegeversicherung ist, wird die Pflegeperson rentenversicherungspflichtig. Die Beiträge übernimmt die Pflegeversicherung, sodass die Pflegeperson dadurch eine Versorgung erhält. Außerdem sind Pflegepersonen gesetzlich unfallversichert.
Pflegereform
Mit einer mehrstufigen Pflegereform (Erstes bis Drittes Pflegestärkungsgesetz – PSG I bis III) hat die Regierung die Pflegeversicherung modernisiert. Zu den Änderungen, die spätestens zum 1.1.2017 in Kraft getreten sind, gehören unter anderem Leistungsverbesserungen bei gleichzeitiger Beitragserhöhung, ein neuer Begriff der Pflegebedürftigkeit mit fünf Pflegegraden anstelle der früheren Pflegestufen sowie eine Stärkung der Pflegeberatung.
Pflegestufe
In der Pflegeversicherung gab es bis Ende 2016 die Pflegestufen 0, I, II und III, in die Pflegebedürftige je nach Schwere ihrer Pflegebedürftigkeit eingeteilt wurden. Zum 1.1. 2017 wurde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und damit einhergehend eine Einteilung der Pflegebedürftigen in fünf Pflegegrade eingeführt, die an die Stelle der bisherigen Pflegestufen treten.
Pflegeversicherung
Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung, die Kosten für ambulante und stationäre Pflegeleistungen – je nach Pflegestufe in unterschiedlicher Höhe – für Pflegebedürftige übernimmt. Finanziert wird die Pflegeversicherung nach dem Umlageverfahren, wobei die Beiträge in Relation zum Einkommen des Versicherten bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben werden. Alle Pflicht-, freiwillig Versicherten und Familienversicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind automatisch auch in der sozialen Pflegeversicherung versichert. Anfang 2017 wurde der Beitragssatz um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 Prozent (Kinderlose: 2,8 Prozent) erhöht. Damit sollen die durch die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs erweiterten Leistungen finanziert werden. Versicherte in der substitutiven Krankenversicherung müssen sich in der privaten Pflegepflichtversicherung versichern, die den gleichen Leistungsumfang wie die soziale Pflegeversicherung bietet. Die Beiträge werden allerdings nach versicherungsmathematischen Kriterien ermittelt. Da die Leistungen der Pflegepflichtversicherung (PFLEGEprivat) häufig nicht ausreichen, um alle Kosten im Pflegefall zu decken, bietet die SDK eine Pflegezusatzversicherung, mit der Sie die monatliche Leistung für die verschiedenen Pflegegrade individuell aufstocken können.
Pflegezusatzversicherung
Die soziale Pflegeversicherung als Pflichtversicherung stellt nur eine Teilabsicherung der Kosten dar, die durch eine professionelle Pflege zuhause oder im Pflegeheim entstehen. Pflegebedürftige müssen deshalb eigene Einkommen und Vermögen aufbrauchen. Reicht auch dies nicht, kann auf Kinder mit eigenem Einkommen zurückgegriffen werden. Private Pflegezusatzversicherungen können verhindern, dass das Vermögen der Pflegebedürftigen aufgebraucht wird oder gar Eheleute oder Kinder mit in die Haftung gehen müssen. Die private Krankenversicherung bietet zum einen mit der Pflegekostenversicherung eine Zusatzversicherung, die verbleibende Kosten der ambulanten Pflege, teilstationären oder vollstationären Pflege sowie Hilfsmittel übernimmt. In der Regel leistet die Pflegezusatzversicherung einen festen Prozentsatz der Leistung, je nach Pflegegrad. Inzwischen etablieren sich auch mehr und mehr Produkte am Markt, in denen der Versicherte sich ein individuelles Pflegetagegeld je nach Pflegegrad zusammenstellen kann. Bei der SDK kann sogar ein unterschiedliches Pflegegeld für den stationären und ambulanten Bereich vereinbart werden. Ein weiterer Unterschied zur gesetzlichen Pflegeversicherung besteht meistens auch darin, dass die Leistungshöhe unabhängig davon erbracht wird, ob häuslich durch Angehörige oder durch einen professionellen Pflegedienst oder ähnliches die Pflegeleistung erbracht wird.
Pflichtversicherung
Eine Pflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung. 2007 hat die damalige rot-grüne Bundesregierung auch eine allgemeine Krankenversicherungspflicht eingeführt, die seit dem 1. April 2007 für alle Personen gilt, die der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zuzurechnen sind sowie seit dem 1. Januar 2009 für alle übrigen Personen mit Wohnsitz in Deutschland, die der privaten Krankenversicherung (PKV) zugeordnet werden. Damit sind auch diejenigen versicherungspflichtig geworden und müssen vom jeweiligen Krankenversicherungssystem aufgenommen werden, die bisher unversichert waren oder ihre Mitgliedschaft in der Krankenkasse oder ihren privaten Versicherungsvertrag zum Beispiel wegen Nichtzahlung der Beiträge verloren hatten.
PKV-Verband
Der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV-Verband) ist Dachverband und Interessenvertretung der privaten Krankenversicherer mit derzeit 41 ordentlichen und sieben außerordentlichen Mitgliedern sowie zwei verbundenen Einrichtungen (Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten und Postbeamtenkrankenkasse). Neben der allgemeinen Interessenvertretung nimmt der Verband Stellung zu sozial- und ordnungspolitischen Fragen und berät die Mitgliedsunternehmen in grundsätzlichen Fragen der Tarifgestaltung.
Policendarlehen
Ein Versicherungsnehmer kann bei finanziellen Engpässen seine private Kapitallebensversicherung oder auch seine private, nicht steuerlich geförderte Rentenversicherung beleihen. Man spricht in diesem Fall von einem  Policendarlehen. Dann überweist der Versicherer einen Teil des Vertragsguthabens an den Vertragsinhaber, in der Regel bis zur Höhe des Rückkaufswerts. Das Geld kann jederzeit wieder eingezahlt werden. Für das Policendarlehen muss der Versicherungsnehmer Zinsen bezahlen. Im Gegensatz zur Kündigung hat ein Policendarlehen auf die Beitragszahlung und den Versicherungsschutz keine Auswirkungen. Bei vorübergehenden finanziellen Engpässen oder bei einem besonderen Geldbedarf zum Beispiel für Anschaffungen ist das Policendarlehen für den Versicherungsnehmer wesentlich attraktiver als die Vertragskündigung, bei der der Versicherungsschutz endet und finanzielle Verluste auftreten.
Private Unfallversicherung
Die private Unfallversicherung (PUV) dient verschiedenen Zwecken. Sie kann einen finanziellen Ausgleich schaffen, wenn die versicherte Person durch einen Unfall arbeitsunfähig wird. Sind aufgrund einer unfallbedingten Behinderung Umbauten in der Wohnung, behindertengerechte Umrüstungen des Fahrzeugs und andere Maßnahmen notwendig, können entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden. Bei unfallbedingtem Tod können ihre Leistungen für die Bestattungskosten eingesetzt werden. Erweiterungen der Unfallversicherung machen es möglich, Kindern auch einen weitergehenden Schutz vor Erwerbsunfähigkeit wegen einer unfallbedingten Behinderung zu verschaffen. Die Unfallversicherung sieht sehr unterschiedliche Leistungen vor, die individuell nach Bedarf zusammengestellt oder auch in bestimmten Paketen erworben werden können. Wichtige Leistungen sind beispielhaft: Unfall-Invaliditätsleistung: Wird innerhalb eines Jahres nach einem Unfall festgestellt, dass eine dauerhafte Beeinträchtigung verbleibt, leistet sie einen vereinbarten Geldbetrag. Dieser ist abhängig vom Invaliditätsgrad, der entweder ärztlich festgestellt wird oder bei bestimmten, eindeutigen Behinderungen wie z.B. einem Gliederverlust auch unmittelbar der so genannten Gliedertaxe entnommen werden kann.     Unfall-Todesfallleistung: Verstirbt das Unfallopfer, wird ein vereinbarter Geldbetrag fällig. Zudem garantieren Unfallversicherer in Höhe der Unfall-Todesfallsumme Vorschüsse auf die Unfall-Invaliditätsleistung zu erbringen, wenn eine dauerhafte Behinderung nicht unmittelbar, sondern erst innerhalb des ersten Jahres nach dem Unfall festgestellt werden kann.   Es gibt vielfältige weitere Leistungen, die unterschiedliche Bedürfnisse decken, wie unter anderem Unfall-Tagegeld, Unfall-Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, Bergungskosten, kosmetische Operationen, Kinder-Unfall-Zusatzversicherung. Die SDK-Unfallversicherung (UNFALLprivat) bietet ebenfalls vielfältigen Schutz.
Privatpatient
Als Privatpatienten bezeichnet man Personen, die im Krankheitsfall mit dem Leistungserbringer – zum Beispiel dem Arzt oder Krankenhaus – eine privatärztliche Liquidation (Abrechnung) vereinbaren. Damit wird der Patient unmittelbar zum Schuldner, muss also die Rechnung des Leistungserbringers selbst zahlen. Der Leistungserbringer kann in der Regel höhere Honorare verlangen als er für die Behandlung eines Kassenpatienten erhält. Automatisch Privatpatienten sind diejenigen Versicherten, die eine private Krankheitskostenvollversicherung (substitutive Versicherung) abgeschlossen haben. Daneben können auch Kassenpatienten als Privatpatienten auftreten. Dies ist mit der letzten Gesundheitsreform erleichtert worden. Seither können Krankenkassen allen Versicherten und nicht nur den freiwillig Versicherten (Angestellte mit Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze) einen Wahltarif Kostenerstattung anbieten. Dadurch kann der Versicherte beim Leistungserbringer als Privatpatient auftreten und die privatärztliche Liquidation dann zur teilweisen Kostenerstattung an die Krankenkasse einreichen. Die verbleibenden Rechnungsanteile können über private Ergänzungsversicherungen aufgefangen werden.
Psychotherapie
Unter Psychotherapie versteht man alle Formen psychologischer Verfahren, mit denen psychische und psychosomatische Krankheiten, Leidenszustände oder Verhaltensstörungen behandelt werden. Dazu gehören beispielsweise die Verhaltenstherapie, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder die analytische Psychotherapie. Psychotherapie gehört zu den ambulanten Heilbehandlungen, deren Kosten in der privaten Krankenversicherung (PKV) und gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Regel erstattet werden. Voraussetzung ist häufig, dass die Therapie vor Behandlungsbeginn genehmigt wird. Eine weitere Voraussetzung in der GKV ist, dass die Psychotherapie durch einen Therapeuten mit Kassenzulassung durchgeführt wird. Zudem gibt es Einschränkungen bei der Anzahl der Therapiestunden sowie bei der Übernahme von eventuellen Folgetherapien.


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Rechnungszins
Der Rechnungszins, auch Höchstrechnungszins oder Garantiezins genannt, gibt an, welchen Zinssatz ein Versicherungsunternehmen für den Sparbeitrag einer Lebensversicherung maximal garantieren darf. Der Höchstrechnungszins wird vom Bundesministerium der Finanzen in Absprache mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) festgelegt. Für eine Lebensversicherung ist der Rechnungszins bei Vertragsabschluss für die gesamte Vertragslaufzeit maßgeblich. Zum 1. Januar 2017 wurde der Rechnungszins von 1,25 auf 0,9 Prozent abgesenkt, früher waren es bis zu vier Prozent.
Regelleistungen im Krankenhaus
Siehe Allgemeine Krankenhausleistungen.
Rentenbeginn
Unter Rentenbeginn versteht man den vertraglich vereinbarten Zeitpunkt, zu dem die Rentenleistung fällig wird. Das Versicherungsunternehmen erbringt die Versicherungsleistung gegen Vorlage des Versicherungsscheins und eines amtlichen Zeugnisses über den Tag der Geburt der versicherten Person. Darüber hinaus kann der Versicherer auch einen Lebensnachweis verlangen.
Rentengarantiezeit
Beim Abschluss einer Rentenversicherung kann eine Rentengarantiezeit vereinbart werden. Dann zahlt das Versicherungsunternehmen die vereinbarte Rente mindestens bis zum Ablauf der Rentengarantiezeit, unabhängig davon, ob die versicherte Person diesen Termin erlebt.   Verstirbt die versicherte Person vor Ablauf der Rentengarantiezeit, wird bis zu deren Ablauf die Rente an den im Versicherungsschein genannten Bezugsberechtigten weiter gezahlt.
Rentenversicherung
Eine private Rentenversicherung dient der Altersvorsorge und dem Ausgleich der sogenannten Rentenlücke. Diese entsteht, weil die gesetzliche Rente deutlich niedriger ausfällt als das Nettoeinkommen während der Erwerbstätigkeit. Verbraucher können zwei Arten von privaten Rentenversicherungen abschließen, die aufgeschobene oder die sofortbeginnende. Eine aufgeschobene Rentenversicherung wird meist mit laufenden Beiträgen (in der Regel monatlich) bis zum vertraglich vereinbarten Rentenbeginn angespart. Es ist auch möglich, eine Einmalzahlung zu leisten und die Rentenzahlung aufzuschieben (Aufschubzeit). Zum Auszahlungszeitpunkt erhält die versicherte Person eine lebenslange monatliche Rente. Falls vereinbart, besteht alternativ die Option einer Kapitalabfindung. Bei einer sofortbeginnenden Rentenversicherung wird ein größerer Einmalbeitrag eingezahlt, der unmittelbar ohne Aufschubzeit in eine Rente umgewandelt wird.
Rentenversicherungsträger
Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) hat insgesamt 16 rechtlich selbstständige Träger. Neben beiden bundesweit zuständigen Trägern Deutsche Rentenversicherung Bund und Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gibt es die 14 regional zuständigen Träger: Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, Deutsche Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, Deutsche Rentenversicherung Hessen, Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland, Deutsche Rentenversicherung Nord, Deutsche Rentenversicherung Nordbayern, Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen, Deutsche Rentenversicherung Rheinland, Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Deutsche Rentenversicherung Saarland, Deutsche Rentenversicherung Schwaben und Deutsche Rentenversicherung Westfalen.
RfB-Quote
Die RfB-Quote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, in welchem Umfang Krankenversicherer Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (RfB) bilden. Zur Ermittlung der RfB-Quote werden die RfB in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen gesetzt. Die RfB dienen dazu, die Versicherten an den erwirtschafteten Überschüssen zu beteiligen. Dabei bilden die privaten Krankenversicherer über die Alterungsrückstellungen und den gesetzlichen Beitragszuschlag hinaus zusätzliche Mittel für künftige Beitragsentlastungen (Beitragsreduzierungen, Milderung von Beitragsanpassungen oder Finanzierung von Mehrbeiträgen, die durch Leistungsminderungen entstehen) oder Barausschüttungen. Für Barausschüttungen kommen grundsätzlich diejenigen Versicherten in Betracht, die keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen haben.
Risiko
Darunter wird die Gefahr verstanden, dass eine Person oder eine Sache bei Eintreten bestimmter Ereignisse negative Konsequenzen erleidet. Beispiele: Durch eine Erkrankung erleidet eine Person die negative Konsequenz, Behandlungskosten tragen zu müssen und während der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit Einkommen zu verlieren. Durch einen Sturm wird ein Haus beschädigt, die negative Konsequenz des Ereignisses besteht in den Reparaturkosten. Gegenstand einer Versicherung ist die Übernahme des Risikos, also das Versprechen, bei Eintritt der im Versicherungsvertrag definierten Ereignisse die negativen Konsequenzen auszugleichen. Der Ausgleich erfolgt meist durch eine Geldleistung, manchmal auch durch Naturalersatz. In der privaten Krankenversicherung zählt jedoch nur das Geldleistungsprinzip, nicht das Sachleistungsprinzip.
Risikolebensversicherung
Eine Risikolebensversicherung dient der Hinterbliebenenabsicherung und zahlt im Todesfall der versicherten Person die vereinbarte Versicherungssumme an den vertraglich vereinbarten Bezugsberechtigten. Risikolebensversicherungen werden vor allem zur finanziellen Sicherung Hinterbliebener in einer Familie oder Partnerschaft abgeschlossen. Bei Familien sollte nicht nur an die Absicherung des „Hauptverdieners“ gedacht werden, dessen Einkommen bei vorzeitigem Tod wegfällt. Auch Partner ohne oder mit geringem eigenem Einkommen lösen bei vorzeitigem Tod eine hohe finanzielle Belastung aus, wenn der „Hauptverdiener“ beispielsweise zwecks Kinderbetreuung seine Tätigkeit einschränken oder eine anderweitige, kostenpflichtige Betreuung organisieren muss. Mit einer Risikolebensversicherung kann auch die Rückzahlung eines Darlehens abgesichert werden.
Risikoprüfung
Ein Versicherer muss das Risiko, das er versichern soll, kennen und einschätzen können. In der Lebensversicherung geht es vor allem um die beiden Risiken Todesfall und Berufsunfähigkeit. Gesundheitliche Beeinträchtigungen der versicherten Person können die Wahrscheinlichkeit steigen lassen, dass diese Risiken eintreten und von der Versichertengemeinschaft aufgefangen werden müssen. Deshalb wird unter anderem nach dem Beruf und nach Hobbys gefragt sowie eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Dazu stellt der Lebensversicherer der versicherten Person Fragen zu Körpermerkmalen wie beispielsweise Alter, Größe, Gewicht sowie Gesundheitsfragen, die richtig und vollständig beantwortet werden müssen. Ansonsten riskiert der Kunde Sanktionen bis hin zum Verlust des Versicherungsschutzes. Reichen die Informationen aus den Gesundheitsfragen nicht aus, kann der Lebensversicherer auch den oder die behandelnden Ärzte der versicherten Person befragen. Dazu ist es notwendig, dass diese im Antrag benannt werden und dass eine Schweigepflichtentbindungserklärung unterzeichnet wird.
Rooming in
Man bezeichnet es als Rooming in, wenn Mütter oder Väter zusammen mit ihrem erkrankten Kind bei einer stationären Krankenhausbehandlung im selben Zimmer aufgenommen werden. Damit soll das Kind in einer solchen Extremsituation nicht alleine bleiben und vom Elternteil Beistand erhalten.   In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden die Kosten für das Rooming in der Regel nicht übernommen. Über eine Ergänzungsversicherung können die Kosten dafür abgesichert werden. Dies kann direkt über eine Krankenhauszusatzversicherung oder indirekt über eine Krankenhaustagegeldversicherung geschehen, mit deren Geldleistung Zusatzkosten für die Unterbringung bezahlt werden können. Bei der SDK gibt es einen Unfallzusatzversicherungsbaustein für wenig Geld, in dem auch Rooming-In-Leistungen enthalten sind.
Rückkaufswert
Der Versicherungsnehmer einer kapitalbildenden Lebensversicherung hat das Recht, seine Versicherung vor dem vertraglich vereinbarten Ablauftermin zurückzukaufen, sprich zu kündigen. Der Rückkaufswert ist nach  § 169 Abs. 3 VVG das Deckungskapital der Versicherung. Das Deckungskapital wird aus den Sparanteilen innerhalb des Versicherungsbeitrags gebildet (Zahlbeitrag abzüglich Risiko-, Verwaltungs- und Abschlusskosten) und steigt zusätzlich durch die Garantieverzinsung und eine darüber hinausgehende Überschussbeteiligung. Die angesetzten Abschlusskosten werden dabei auf die ersten fünf Vertragsjahre gleichmäßig verteilt. Der Rückkaufswert wird in den ersten Vertragsjahren unter der Summe der gezahlten Beiträge liegen.