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Welche Vorzüge haben die beiden Systeme GKV und PKV?

Die Beitrags- und Leistungssysteme der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) unterscheiden sich grundlegend. Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, in die PKV zu wechseln, sollten Sie Vor- und Nachteile der beiden grundverschiedenen Systeme abwägen.

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

  • Die Beiträge richten sich prozentual nach dem Einkommen ihrer Versicherten.
  • Wer innerhalb der Beitragsbemessungsgrenze mehr verdient, bezahlt mehr.
  • Beitragsfrei mitversichert sind Ehepartner ohne oder mit nur geringfügigen Einkünften sowie Kinder.
  • Es werden altersbedingte Mehrausgaben auf alle Versicherten umgelegt. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen wird dieser Verteilungsspielraum immer geringer.
  • Jede Reform birgt die Gefahr einer Leistungskürzung und damit einer „versteckten“ Beitragserhöhung.

Private Krankenversicherung (PKV)

  • Bei der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag. Maßgeblich für die Höhe sind Faktoren, wie
     - das Alter und
     - der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss sowie
     - der Umfang des Versicherungsschutzes, den Sie jedoch frei bestimmen können.
  • Zur Vermeidung von Beitragserhöhungen aufgrund des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos baut jeder Versicherungsnehmer für sich ab Vertragsbeginn Alterungsrückstellungen auf.
  • Außerdem sind private Krankenversicherungen dazu verpflichtet, zehn Prozent des Beitrags zusätzlich vom Versicherungsnehmer zu verlangen, die ebenfalls zurückgelegt und später zur Beitragsentlastung im Alter verwendet werden: der sogenannte Vorsorgebeitrag.
  • Wenn Sie von sich aus keine Umstellung vornehmen, gilt der vereinbarte Versicherungsschutz ein Leben lang. Leistungsumfänge können nicht gekürzt oder gestrichen werden.

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