Urteilshammer Gericht

Aktuelle Gesetze und Reformen

Kassenfinanzierungsreform 2015

Das Gesetz zur Weiterentwicklung der GKV-Finanzstruktur sieht vor, dass der allgemeine paritätisch finanzierte Beitragssatz zukünftig bei 14,6 Prozent liegt, wobei der Arbeitgeberanteil in Höhe von 7,3 Prozent festgeschrieben wird. Der Beitragssatz für den Arbeitnehmer wird von den gesetzlichen Krankenkassen über den Anteil von 7,3 Prozent hinaus kassenindividuell festgesetzt.

Der bisherige pauschale Zusatzbeitrag von 0,9 % wird damit durch einen einkommensabhängigen Sonderbeitrag ersetzt, den die Kassen frei gestalten können.  Ein größerer Teil der Krankenkassen hat nun zum Jahreswechsel 2015 diesen Beitrag minimal gesenkt. Der Durchschnitts-Sonderbeitrag liegt daher bei 0,77 Prozent.

Beitragssatz GKV ab 2015 Arbeitnehmer Arbeitgeber
Allgemeiner Beitragssatz 7,3 % 7,3 %
Kassenindividueller Sonderbeitrag

Ø 0,77 %

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Die Beitragssenkungen sind mit Vorsicht zu genießen

Zum einen kommt es auch auf die Leistungen der Kassen an, die sehr unterschiedlich ausfallen können. Zum anderen steigen schon heute die Ausgaben schneller als die Einnahmen. Gesundheitsökonom Prof. Dr. Wasem geht schon heute davon aus, dass der Zusatzbeitrag bis 2017 auf 1,4 Prozent steigen wird.

1. Pflegestärkungsgesetz 2015

Zum 01.01.2015 tritt das erste von zwei Gesetzen in Kraft, um die Pflegeversicherung zwanzig Jahre nach Ihrem Aufbau umfassend zu stärken. Ziel ist es, die Leistungen der Pflegeversicherung zu verbessern und noch stärker auf die Bedürfnisse und Bedarfe der Menschen auszurichten. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Finanzierung.

Das ändert sich zum 01.01.2015:

  • Die meisten Leistungsbeiträge der Pflegeversicherung steigen pauschal um 4 Prozent. Weitere Maßnahmen stärken die Pflege zu Hause und in Heimen (Die Leistungen im Detail).
  • Einrichtung eines Pflegevorsorgefonds und Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte.

Darauf aufbauend soll im Jahr 2017 das zweite Pflegestärkungsgesetz mit einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, weiteren Leistungsverbesserungen und einer erneuten Anhebung des Beitragssatzes zur Pflegeversicherung kommen. Weitere Informationen zu den Pflegestärkungsgesetzen erhalten Sie hier.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz verbessert der Staat die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Trotzdem reicht die gesetzliche Absicherung nicht aus. Pflegebedürftigkeit bleibt in jeder Hinsicht eine große Belastung - es sei denn, man sorgt privat vor. Handeln Sie jetzt und sichern Sie sich die Vorteile eines frühen Einstiegs, auch mit staatlicher Förderung.

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Reformen im Gesundheitswesen sind keine Seltenheit. Detailliertere Informationen und die möglichen Auswirkungen auf Ihre persönliche Gesundheits-
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