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News vom 13.02.2018
10 Faktoren, die das Schlaganfallrisiko beeinflussen

Schlaganfälle zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Doch es gibt zehn Faktoren, die jeder – selbstständig oder mit medizinischer Hilfe – so beeinflussen kann, dass das Schlaganfallrisiko deutlich sinkt. Die meisten Schlaganfälle ließen sich also verhindern!

Wie groß der Einfluss der zehn Risikofaktoren ist, zeigt eine große internationale Studie mit knapp 27.000 Teilnehmern aus 32 Ländern. Deutlich wird darin, dass die einzelnen Faktoren für das Schlaganfallrisiko nicht überall auf der Welt gleichermaßen bedeutsam sind.

Der mit Abstand wichtigste Risikofaktor ist Bluthochdruck (arterielle Hypertonie): Wessen Blutdruckwerte über Jahre erhöht sind, der hat ein dreifach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Würde man den Risikofaktor Bluthochdruck in der Bevölkerung ausschalten, würde die Anzahl Schlaganfälle weltweit um fast die Hälfte sinken.

Da Bluthochdruck in Südostasien und in Afrika häufiger vorkommt als in westlichen Ländern (was evtl. an der dort schlechteren bzw. selteneren Behandlung liegt), würde das Ausschalten dieses Risikofaktors die Anzahl Schlaganfälle in Südostasien und Afrika stärker senken als in westlichen Ländern.

Die 10 wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfälle:

  1. zu hoher Blutdruck
  2. zu wenig Bewegung
  3. erhöhte Werte für sog. Blutfette (wie Cholesterin)
  4. ungesunde Ernährung
  5. starkes Übergewicht
  6. seelischer Stress
  7. Rauchen
  8. Herzerkrankungen
  9. Alkoholkonsum
  10. Diabetes mellitus

Der zweitwichtigste Risikofaktor ist Bewegungsmangel. Dies durch regelmäßige körperliche Aktivität zu beheben, würde die Anzahl Schlaganfälle weltweit um 35,8 Prozent senken. Auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern: Während sich vor allem Chinesen zu wenig zu bewegen scheinen, sodass in China mehr Bewegung wesentlich weniger Schlaganfallpatienten zur Folge hätte, spielt Bewegungsmangel in Afrika nur eine vergleichsweise geringe Rolle. In Westeuropa und Nordamerika würde mehr Bewegung die Anzahl Schlaganfälle um 17 Prozent verringern.

An dritter Stelle stehen erhöhte Blutfettwerte (wie Cholesterin): Sie zu senken würde die Anzahl Schlaganfälle weltweit um 26,8 Prozent verringern. In den westlichen Ländern ist allerdings starkes Übergewicht (Adipositas) der größere Risikofaktor.

Wer alle diese Risikofaktoren frühzeitig und konsequent meidet beziehungsweise ausschaltet, kann damit rechnen, dass sein Schlaganfallrisiko nachhaltig sinkt.

Fazit: Unsere erbliche Veranlagung oder unsere alters- und geschlechtsabhängigen Risiken können wir zwar nicht beeinflussen. Doch wer sein Leben entsprechend gestaltet und gesundheitliche Probleme angemessen behandelt, kann entscheidend dazu beitragen, sein individuelles Risiko für Schlaganfälle und viele andere Erkrankungen gering zu halten.

Quelle(n):
O’Donnell, M.J., Chin, S.L., Rangarajan, S., et al.: Global and regional effects of potentially modifiable risk factors associated with acute stroke in 32 countries (INTERSTROKE): a case-control study. The Lancet 2016


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