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Self-Tracking: Technik-Trend mit Risikopotential

Self-Tracking: Technik-Trend mit Risikopotential

Im Rahmen der Internationalen Funkausstellung (IFA) vom 5. bis 10. September in Berlin werden die ausstellenden Hersteller neben Fernsehern und Kameras auch neue Produkte zur digitalen Selbstvermessung präsentieren, sogenannte „Self-Tracker“. In Armbändern oder direkt im Smartphone verbaute Sensoren messen nicht nur gegangene Schritte oder geradelte Kilometer, sondern auch gesundheitsrelevante Daten wie Pulsfrequenz, Blutzucker, Kalorienverbrauch, Körperfett oder Schlafverhalten und geben diese zum Beispiel an Smartphone-Apps weiter. Neben Datenschützern rät auch die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) zur Vorsicht bei der Verwendung dieser vermeintlich gesundheitsförderlichen Geräte und Applikationen. „Grundsätzlich begrüßen wir es, wenn Menschen etwas für ihre Gesundheit tun. Den Nutzern von ‚Self-Trackern’ sollte jedoch bewusst sein, dass sie sehr persönliche Daten preisgeben. Diese werden unter Umständen unverschlüsselt übertragen, auf Servern im Ausland gespeichert oder von Unternehmen für deren Zwecke genutzt“, sagt Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der SDK. „Außerdem empfehlen wir, die Rückschlüsse, die sich aus den Daten ergeben, oder auch die ‚Empfehlungen’ der Apps bei einem so relevanten Thema wie der eigenen Gesundheit kritisch zu hinterfragen – im Zweifelsfall gemeinsam mit einem Arzt oder Fitnessexperten.“

 

Armbänder oder andere mit Sensoren ausgestattete Produkte, die Bewegungen der Nutzer aufzeichnen und via App auf dem Smartphone zum Beispiel Fitnesstipps geben, sind ein großer Trend auf der diesjährigen Elektronik-Leitmesse IFA in Berlin. Während die Nachfrage nach diesen sogenannten „Self-Trackern“ und den zugehörigen Apps steigt, kritisiert die SDK die mangelnde Kontrolle und Transparenz der Anwendungen.

Augen auf beim Datenschutz
Damit die neuen Apps möglichst individuelle Tipps geben können, benötigen sie den Zugang zu persönlichen Daten und Aktivitäten. Diese bekommen sie in der Regel über eine Wifi-Verbindung zwischen Tracker und App – der erste Angriffspunkt für unerwünschte Datensammler. Ein Teil der Programme sendet diese persönlichen Informationen anschließend zur Auswertung und Speicherung an einen Server, der sich oftmals im Ausland befindet und damit nicht nur anderen Datenschutzrichtlinien unterliegt, sondern im Problemfall auch nur schwer greifbar ist. Wer besonderen Wert auf den Datenschutz legt und gezielt Ratschläge zum eigenen Gesundheitsverhalten oder Training sucht, sollte sich für einen Self-Tracker und entsprechende Smartphone-Apps entscheiden, die ihre Anwender entscheiden lassen, wer persönliche Informationen einsehen kann. Zudem ist es ratsam, Dienste mit Servern in Deutschland und mit verschlüsselte n Wifi-Verbindungen zu bevorzugen.

Keine Garantie für richtige Inhalte
Das Problem mit den neuen Fitness-Apps: Sportempfehlungen und Ernährungstipps müssen nicht auf Fachwissen beruhen. „Viele Apps sind kostenfrei und für jedermann verfügbar. Die Überprüfung der Quellen und Inhalte obliegt dabei aber den oftmals ungeübten Nutzern“, so Ralf Kantak. Vorsicht ist vor allem dann geboten, wenn Sportwillige auf einem zu hohen Niveau beginnen oder Übungen gar falsch ausführen. „Anfänger sollten daher darauf achten, wer der Absender der App ist und sich nicht überfordern, sonst drohen statt Fitnesszuwachs zum Beispiel schnell Probleme mit Gelenken oder Muskeln“, so Ralf Kantak. Die Qualität und Sicherheit eines persönlichen Trainings mit ausgebildeten Sporttrainern bietet keiner der elektronischen Helfer – ergänzend können sie aber sehr hilfreich und motivierend sein.

Pressebild zum Downlad

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Die SDK im Profil

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit über 750 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Über 630.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 800 Beschäftigte im Innen- und Außendienst. Mit ihrem Kooperationspartner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, der mhplus Krankenkasse, bietet die SDK Vorsorgelösungen aus einer Hand. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. Zu den kleineren Unternehmen zählt die Süddeutsche Lebensversicherung mit etwa 1,7 Milliarden Euro Versicherungssumme. Sie überzeugt durch höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Kapitalanlageergebnisse. Die Süddeutsche Allgemeine Versicherung sichert Unfälle ab und macht das Angebot als Personenversicherer komplett.

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