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Symposium des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie: Gesunde Mitarbeiter - gesundes Unternehmen

Symposium des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie: Gesunde Mitarbeiter - gesundes Unternehmen

1. Februar 2012 Symposium des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie: Gesunde Mitarbeiter – gesundes Unternehmen

Betriebliches Gesundheitsmanagement hilft Unternehmen, ihren Gewinn zu steigern

Süddeutsche Krankenversicherung führt betriebliches Gesundheitsmanagement für kleine und mittelständische Unternehmen Mitte des Jahres ein.

Der Nutzen von betrieblichem Gesundheitsmanagement für Unternehmen stand im Mittelpunkt des SDK-Symposiums am 26. Januar 2012 in Stuttgart. Die Veranstaltung des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie an der Steinbeis-Hochschule Berlin stieß auf große Resonanz.

Klaus Henkel, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung und Vorsitzender des Kuratoriums der SDK-Stiftung, erläuterte: „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist nicht nur gut für Mitarbeiter und Chefs, sondern auch für Krankenkassen, private Krankenversicherungen und letztlich für die Gesellschaft als Ganzes.“ Wenn es gelinge, durch Prävention, Früherkennungsmaßnahmen und verbesserte betriebliche Abläufe die Gesundheit der Mitarbeiter zu stärken, hätten alle etwas davon.

Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen, der Leiter des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie, betonte: „Maßnahmen und Programm müssen systematisch umgesetzt werden.“ Einer Bedarfsanalyse müssten Prioritätensetzung, Planung, Ausführung sowie eine kontinuierliche Kontrolle und Bewertung der Ergebnisse folgen. Betriebliches Gesundheitsmanagement (bGM) lasse sich nicht allein auf Arbeitsschutz reduzieren. „Gesundheit hat immer auch eine soziale Komponente.“ Nicht nur körperliche Gesundheit, sondern auch ein positives seelisches Befinden zähle dazu. „Betriebliches Gesundheitsmanagement ist keine Modeerscheinung. Solche Programme führen nachweislich zu weniger krankheitsbedingten Fehlzeiten.“ Seit 1989 ist bGM im fünften Sozialgesetzbuch rechtlich verankert. 1997 verabschiedete die Europäische Union die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der EU.

Angebote zu betrieblichem Gesundheitsmanagement für KMU’s erforderlich

Was betriebliches Gesundheitsmanagement so wichtig für Unternehmen macht, erläuterte Prof. Dr. Axel-Olaf Kern, Gesundheitsökonom an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. „Betriebliches Gesundheitsmanagement fördert kurz-, mittel- und langfristig das Unternehmensziel der Gewinnmaximierung.“ Er betonte, dass Führungskultur und Betriebsklima ebenso auf die Gesundheit einwirkten wie Arbeitsfaktoren und persönliche Kompetenzen, etwa gesundheitsbewusstes Verhalten. Betriebliches Gesundheitsmanagement sei nicht nur für große Betriebe, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wichtig. Denn 99,4 Prozent der deutschen Firmen seien KMU’s. Entscheidend seien die Unternehmensphilosophie und ein partizipatorischer Führungsstil. Damit könnten Sozialund Humankapital gestärkt, das Wohlbefinden der Mitarbeiter erhöht und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gesteigert werden. „KMU’s können kein umfassendes Gesundheitsmanagement alleine auf die Beine stellen. Deshalb sind bGM-Lösungen für kleine und mittlere Unternehmen erforderlich.“

Dem pflichtete Prof. Dr. Arnold Weissman, Inhaber der mittelständischen Unternehmensberatung „Weissman & Cie.“, bei „Die größte strategische Herausforderung liegt darin, Mitarbeiter zu binden. Die Ressource Geld ist begrenzt, wir können nicht immer höhere Gehälter bezahlen. Aber wir können den Mitarbeitern Lebensqualität am Arbeitsplatz bieten.“ Wer stolz darauf sei, zu einem Unternehmen zu gehören, der sei auch produktiver und motivierter als emotional nicht gebundene Mitarbeiter. „Der Mensch ist der entscheidende Engpassfaktor in einem Unternehmen“. Betriebliches Gesundheitsmanagement stifte Sinn. „Das erhöht die Überlebensfähigkeit von Unternehmen und schafft zufriedene Kunden.“

Versicherer schließen Lücke bei bGM-Lösungen für den Mittelstand

Andrea Neid von der mhplus Krankenkasse und Andreas Treitz der Süddeutschen Krankenversicherung stellten das bGM-Konzept ihrer beiden Unternehmen vor. Mhplus und SDK kooperieren seit 2009. Gemeinsam entwickeln sie derzeit bGM-Lösungen für Unternehmen und gehen damit einen neuen Schritt in der Kooperation zwischen gesetzlicher Kasse und privater Krankenversicherung. Andrea Neid betonte die Verantwortung der Arbeitgeber, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen und zu fördern. „Und Bewerber und Mitarbeiter nehmen das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber wahr.“ Andreas Treitz stellte vor, wie Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement implementieren können. Mhplus und SDK möchten Mitte des Jahres Firmenkunden Angebote zu Bewegung, Entspannung Ernährung bieten und bei der Einführung von bGM beraten.

Die Uniqa ist schon einen Schritt weiter. Dr. Peter Eichler, Vorstandsmitglied der Uniqa Versicherung Österreich, stellte die „VitalBilanz“ seines Unternehmens vor. Experten begleiten das betriebliche Gesundheitsmanagement vom kostenlosen Erstgespräch über Planungsworkshop und Sensibilisierung der Führungskräfte bis hin zur Umsetzung der Maßnahmen und Bewertung der Ergebnisse. Mit einem breiten Netzwerk und rund 100 VitalCoaches setzte die Uniqa ihr Angebot um. Ein Highlight sei das mobile Gesundheitscenter. Fachärzte erstellten direkt vor Ort beim Unternehmen eine Vitalanalyse der Mitarbeiter.

Auf derartige Unterstützung ist ein DAX-Unternehmen wie Volkswagen nicht angewiesen. Der Leiter der betrieblichen Gesundheitsförderung bei VW, Prof. Dr. Uwe Brandenburg, stellte vor, wie ein weltweit agierendes Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement umsetzt. Zu den Beweggründen sagte er: „Wir wollen die besten Autos der Welt bauen – und da brauchen wir die gesündesten und fittesten Mitarbeiter.“ Gesundheit sei die Voraussetzung für Höchstleistungen. Wer diese verlange, müsse auch die Grundlagen dafür schaffen. Deshalb habe Volkswagen das betriebliche Gesundheitsmanagement auch in den Konzernleitlinien hinterlegt. „In manchen Ländern geht unser Engagement so weit, dass wir Funktionen im Gesundheitswesen übernehmen, die der Staat oder die Kommunen gar nicht leisten können.“ Prof. Brandenburg betonte, dass die Mitarbeiter trotzdem eigenverantwortlich handeln müssten. „Es macht keinen Sinn, mit der Gießkanne durchzugehen und Wohltaten aufzuzwingen. Man darf die Mitarbeiter nicht aus der Verantwortung entlassen.“ Deshalb seien Aufklärungsmaßnahmen und Appelle auch so wichtig. Auch gesunde Mitarbeiter seien Zielgruppe für bGM-Maßnahmen. Ihnen zeige man: Du bist zwar gesund, aber wir bieten dir etwas, damit es auch die ganze Zeit so bleibt.“ Dabei forderte Brandenburg innovative Schritte: „Ich bezweifle, ob Rückenschulen noch zeitgemäß sind. Viele Maßnahmen sind nicht zielgruppengerecht. Zu kurz kommen häufig psychische Erkrankungen.“ Optimierungsbedarf gebe es auch bei der oft fehlenden Wirksamkeitskontrolle.

Prof. Dr. Bernhard Badura zog bei der Podiumsdiskussion sein persönliches Fazit: „Wir sollten das Versäumte der Vergangenheit nachholen – und es werden alle profitieren.“ Prof. Dr. Axel Olaf Kern antwortete auf die Frage, ob Arbeit auch Gesundheit fördere könne: „Ja, das ist so. Man sieht das bei älteren Menschen, die noch viel arbeiten und topfit sind.“

Über das SDK-Institut für Gesundheitsökonomie

Das Symposium des SDK-Instituts für Gesundheitsökonomie findet jährlich statt. Ziel ist der Austausch über Versorgungsforschung und gesundheitsökonomische Themen. Das SDK-Institut für Gesundheitsökonomie wurde von der SDK-Stiftung ins Leben gerufen und ist Teil der Steinbeis- Hochschule Berlin. Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. Bernd Brüggenjürgen. Die SDK-Stiftung möchte damit einen Beitrag zu einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Gesundheitswesen in Deutschland leisten. Die SDK-Stiftung gibt es 2007. Sie unterstützt die internationale Hilfsorganisation „Ärzte der Welt“ sowie die Tour Ginkgo, eine wohltätige Radveranstaltung zugunsten schwerstkranker Kinder.

Über die SDK

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit über. 700 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Rund 590.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 780 Beschäftigte im Innenund Außendienst. Mit ihrem Kooperationspartner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, der mhplus Krankenkasse, bietet die SDK Vorsorgelösungen aus einer Hand. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. Zu den kleineren Unternehmen zählt die Süddeutsche Lebensversicherung mit etwa 1,4 Milliarden Euro Versicherungssumme. Sie überzeugt durch höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Kapitalanlageergebnisse.Die Süddeutsche Allgemeine Versicherung sichert Unfälle ab und macht das Angebot als Personenversicherer komplett.

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