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Ertragskurs setzt sich deutlich fort

Ertragskurs setzt sich deutlich fort

Fellbach, 29.06.2016 – Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) bleibt deutlich auf Ertragskurs. Mit einem Ergebnis in 2015 von 117 Mio. Euro vor Steuereffekten hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 2015 um 11,8 Prozent oder 12 Mio. Euro übertroffen. „Unsere vor gut zwei Jahren gestartete strategische Neuausrichtung unter dem Arbeitstitel “Expedition 2020“ hat sich als überaus erfolgreich erwiesen“, unterstrich der Vorstandsvorsitzende Ralf Kantak auf der Bilanz-Pressekonferenz. Seit 2013 konnte der Ertrag um über 23 Prozent gesteigert werden. Die Kosten ermäßigten sich im gleichen Zeitraum um fast 12 Prozent von 110 Mio. Euro auf 98 Mio. Euro. In 2015 habe die SDK sich in vielen Kennzahlen besser als der Markt entwickelt.

„Durch unsere gute Entwicklung schaffen wir langfristig sichere Arbeitsplätze sowie die rechtliche und unternehmerische Unabhängigkeit der SDK bei partnerschaftlicher Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe. Diese jahrzehntelange Kooperation ist ein wertvolles Pfund. Wir profitieren vom Vertrauen und der Glaubwürdigkeit der Volks- und Raiffeisenbanken“, so ein zufriedener Vorstandsvorsitzender. Das letzte Geschäftsjahr war das zweitbeste in der 90-jährigen Unternehmensgeschichte: „Wir sind unserem hohen Anspruch, der führende Gesundheitsspezialist für Privat- und Firmenkunden in Deutschland zu werden, wieder einen Schritt näher gekommen. Es geht uns vor allem darum, die Kunden dabei zu unterstützen, gesund zu bleiben oder wieder gesund zu werden. Damit sichern wir Lebensqualität“. Die SDK gehört mit einem Marktanteil von rund zwei Prozent zu den 15 größten privaten Krankenversicherern in Deutschland.

Die gesamten Beiträge stiegen von 2014 auf 2015 um 0,9 Prozent auf 766 Mio. Euro. Kantak lässt den Vorwurf starker Beitragssteigerungen für sein Unternehmen nicht gelten. „Die Beitragsanpassung der SDK für 2016 macht für den Gesamtbestand gerade einmal 0,6 Prozent aus, für die Vollversicherung in Einzelfällen sogar nur 0,2 Prozent. Wir haben nachweislich stabile Beiträge, und das schon seit Jahren“. Der Vorstandschef hob die solide Annahmepolitik der SDK hervor, die keine Billigtarife kennen würde. Als besonderes Qualitätsmerkmal wertete er, dass keine Paralleltarife existierten, die einen Wechseldruck und damit unerwünschte Bestandsbewegungen und Risikoveränderungen auslösen könnten. Die Anzahl der Versicherten zeigt eine klare Tendenz nach oben und stieg um 1,2 Prozent auf 655.000. Darin enthalten sind 128.000 Pflegezusatz-Policen (plus 2,5 Prozent) und 363.000 Kranken-Zusatzversicherungen (plus 1,8 Prozent). Das Kundenwachstum sei ein Ausdruck stabiler Beiträge und einer hohen Kundenzufriedenheit bei der SDK.  

Die Leistungsausgaben erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr moderat um 3,2 Prozent auf 475 Mio. Euro. Die Schadenquote blieb mit 80,2 Prozent (2014: 79,9 Prozent) nahezu konstant. Der Abschlusskostensatz (in Prozent der Beiträge) ermäßigte sich von 7,4 Prozent auf 5,9 Prozent. Der Verwaltungskostensatz (in Prozent der Beiträge) betrug fast wie im Vorjahr 1,7 Prozent und liegt damit weiter deutlich unter dem Marktniveau. Der Kapitalanlagenbestand kletterte zum Jahresende 2015 von 5,0 Mrd. Euro um 7,5 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro. Die Nettoverzinsung blieb mit 3,8 Prozent (Branche: 3,7 Prozent) nahezu auf Vorjahresniveau. „Unsere auf Diversifikation ausgerichtete Kapitalanlage ist der richtige Weg, um auf verantwortungsvolle Weise Risiken an den Finanzmärkten abzumildern“, erläuterte Kantak.

Die Eigenkapitalquote betrug 22,8 Prozent (Vorjahr: 21,7 Prozent) und ist damit unverändert auf einem marktüberdurchschnittlichen Niveau. „Mit einer Solvabilitätsquote von 367 Prozent (Vorjahr: 353 Prozent) übererfüllen wir die aufsichtsrechtlichen Anforderungen deutlich. Solvency II bestätigt unsere sehr komfortable Kapitalausstattung und damit die Sicherheit der SDK“, betonte Kantak. Die Vorsorgequote habe mit rund 8 Prozentpunkten weiterhin einen großen Abstand zur Branche. Die SDK sorge in besonderem Maße für die Zukunft ihrer Versicherten vor und lege fast die Hälfte der Beitragseinnahmen für ihre Kunden zurück.

Die Alterungsrückstellungen der SDK haben inzwischen den stattlichen Betrag von insgesamt 4,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,46 Mrd. Euro) erreicht. Damit ist die Demografie-Vorsorge deutlich gewachsen. Die SDK hat in 2015, unabhängig von Schuldenkrise und einem ungünstigen Zinsumfeld, den Altersrückstellungen weitere 341,6 Mio. Euro (Vorjahr: 294,4 Mio. Euro) zugeführt, und zwar 288,5 Mio. Euro in der Krankenversicherung und 53,1 Mio. Euro in der Pflegeversicherung.

 

Betriebliche Krankenversicherung im Aufschwung

Die SDK sieht sich als einer der führenden Betrieblichen Krankenversicherer mit hoher Reputation und langjähriger Markterfahrung. Über 2.600 Firmen mit insgesamt mehr als 120.000 Arbeitnehmern sind bei der SDK versichert. Damit bestätigt sich die Erkenntnis, dass Firmeninhaber am Thema Gesundheit nicht mehr vorbeikommen. Die Absicherung der Gesundheit über den Arbeitgeber, z.B. im Krankenhaus oder beim Zahnarzt, sei für viele Jobsuchende ein schlagkräftiges Argument, sich für eine Firma zu entscheiden. Die gesundwerker eG - erste Genossenschaft für betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland und seit drei Jahren aktiv - konnte zahlreiche Firmen als Kunden für umfassende Gesundheitsprodukte und gesundheitliche Dienstleistungen aus einer Hand gewinnen sowie Gesundheitstage für deren Mitarbeiter organisieren.

 

Neue vertriebliche Ausrichtung

Die neue vertriebliche Ausrichtung bringt die SDK einen Riesenschritt voran. „Zehn Regionaldirektoren in Baden-Württemberg und Bayern werden mit ihren Mannschaften dafür Sorge tragen, dass die SDK weiterhin erfolgreich den Markt bearbeiten wird. „In den nächsten fünf Jahren bauen wir unseren selbstständigen Außendienst auf bis zu 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus“, berichtete Vertriebsvorstand Timo Holland. „Wir haben uns eine moderne, zukunftsorientierte Vertriebsstruktur gegeben, die auf die regionalen und überregionalen Bedürfnisse unseres Unternehmens zielgerichtet abgestimmt ist“. Im Juni und Juli eröffnet die SDK die zehn neuen Regionaldirektionen, mit denen sie noch näher an den Kunden rücke.

Zudem gilt dem bundesweiten Ausbau des Maklergeschäfts das besondere Augenmerk. Das Neugeschäft mit Maklern soll in den nächsten Jahren kontinuierlich wachsen. „Eine aktuelle Studie zeigt, dass die SDK zu den Gesellschaften zählt, die von Maklern bei ihren Kunden mit am meisten weiterempfohlen wird. Das ist ein gutes Pfund, auf dem wir aufbauen können“.

 

Duales System hat sich bewährt

Kantak erneuerte seine Überzeugung, dass das duale System, also das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung, sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten überaus bewährt habe. Die einheitliche Krankenversicherung für alle sei kein Mittel gegen höhere Beiträge in der GKV. Im Gegenteil, die PKV entlaste die GKV und stütze das gesamte deutsche Gesundheitssystem.

Die medizinische Versorgung in Deutschland gehöre zu den besten der Welt. Das liege unter anderem daran, dass Privatversicherte einen Großteil des Fortschritts finanzierten. Sie zahlten höhere Ärztehonorare als gesetzlich Versicherte. Ohne die Privatversicherungen gingen dem gesamten Gesundheitswesen jedes Jahr rund elf Milliarden Euro verloren. „Die Koexistenz von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zählt zu den Stärken des deutschen Gesundheitssystems“.

Er stellte weiter fest, dass eine Bürgerversicherung für alle das Demografie- und Ausgabenproblem enorm verschärfe. „Dann sind nicht nur 90 Prozent der Bevölkerung in dem belasteten Umlagesystem gefangen, sondern alle“. Die Konsequenz daraus sei ein noch größer werdendes Ausgaben- und Kostenproblem als bisher schon. Selbst Vorstandschefs renommierter gesetzlicher Krankenkassen würden aus diesem Grund vor der Einführung der Bürgerversicherung warnen. Es bestehe sogar die große Gefahr, dass sich im Gesundheitssystem Parallelstrukturen entwickelten, weil sich besser Verdienende dann ein Mehr an privater medizinischer und ärztlicher Betreuung leisten könnten. Erst das führe letztendlich zu einer von niemandem gewollten echten Zwei-Klassen-Medizin, mahnte Kantak.

 

Süddeutsche Lebensversicherung a.G.

Die Beitragseinnahmen der Süddeutsche Lebensversicherung betrugen 61,0 Mio. Euro (Vorjahr: 70,0 Mio. Euro). Der Rückgang der Beiträge ist überwiegend auf das durch die Zinsentwicklung bewusst verminderte Neugeschäft, insbesondere mit Einmalbeiträgen, zurückzuführen. Der Kapitalanlagenbestand nahm in 2015 von 659 Mio. Euro auf 699 Mio. Euro (plus 6,1 Prozent) zu. Die Nettoverzinsung erreichte 3,7 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent). Der Jahresüberschuss lag bei 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,7 Mio. Euro). 

 

Süddeutsche Allgemeine Versicherung a.G.

Eine überdurchschnittlich gute Entwicklung verzeichnete die SDK-Allgemeine. Bei den Beitragseinnahmen wurden 1,1 Mio. Euro (plus 8,9 Prozent) erzielt. Der Jahresüberschuss war mit 194.000 Euro 28 Prozent höher als der des Vorjahres. 

 

Ausbau des Produktportfolios

Deutlich ausgebaut wurde Anfang diesen Jahres das Produktportfolio vor allem der SDK-Leben. Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit den drei renommierten Lebensversicherungs-Unternehmen Ideal, Stuttgarter und Basler sind klassische, hybrid- und fondsbasierte Rentenversicherungen ebenso wie Riester- und Rürup-Renten, Direktversicherungen und Sterbegeldversicherungen. „Mit der nunmehr komplettierten, wettbewerbsstarken Produktpalette in Leben bieten wir zum ersten Mal ein umfassendes Produktportfolio für unsere Vermittler und eine ganzheitliche Beratung für unsere  Kunden.“

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