Fragen zu Ihrem Vertrag?

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Der FAQ-Bereich der SDK.
Egal ob Sie Fragen zu den Beiträgen, der Rechnungseinreichung oder zu Leistungen haben – hier beantworten wir Ihnen alle häufig gestellte Fragen.  

FAQ zu Rechnungseinreichung

Sie möchten Ihre Rechnung einreichen und benötigen Hilfestellung? Hier finden Sie Antworten zur Rechnung, Leistung, Erstattung & Co.

Wann reiche ich am besten meine Rechnungen ein (Krankenzusatzversicherung)?
Da Sie bei einer Krankenzusatzversicherung keinen Anspruch auf Beitragsrückerstattung haben, empfehlen wir Ihnen im eigenen Interesse, dass Sie die Rechnungen so bald wie möglich bei uns einreichen.
Wann reiche ich am besten meine Rechnungen ein (Private Krankenversicherung)?
Damit Sie als privat Versicherter nicht Ihre Beitragsrückerstattung gefährden, empfehlen wir, dass Sie die Rechnungen des laufenden Kalenderjahres erst einmal sammeln. Senden Sie die Rechnungen erst dann an uns, wenn Sie der Meinung sind, dass deren Summe größer ist, als die Höhe der zu erwartenden Beitragsrückerstattung. Sobald eine Rechnung eingereicht wurde (unabhängig von der Summe), verfällt der Beitragsrückerstattungs-Anspruch für das betreffende Jahr. Bedenken Sie dabei allerdings auch, dass Sie rückerstattete Beiträge auch nicht mehr steuerlich absetzen können. Ein Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter, diese Grenze genauer zu bemessen. Bitte nennen Sie uns bei Rechnungseinreichung immer Ihre Mitgliedsnummer. Bitte beachten Sie, dass die Rechnungen nur im tariflichen Umfang erstattet werden. Je nach Tarif ist durch Sie gegebenenfalls eine Selbstbeteiligung zu zahlen.
Welchem Jahr werden Rechnungen zugeordnet?
Rechnungen werden immer dem Kalenderjahr zugeordnet, in dem die Behandlung bzw. der Erwerb der Medikamente und Hilfsmittel erfolgt ist. Bei einer jahresübergreifenden Behandlung wird die Rechnung aufgegliedert und den entsprechenden Jahren zugeordnet.
Wohin muss ich meine Rechnungen schicken und was muss ich dabei beachten?
Sie können uns Ihre Rechnungen ganz einfach formlos als Original an die SDK-Hauptverwaltung senden. SDK - Raiffeisenplatz 5 - 70736 Fellbach
Ist die von meinem Arzt ausgestellte Rechnung korrekt?
Überprüfen Sie hier Ihre nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) in Rechnung gestellten Kosten. Arztrechnung prüfen auf derprivatpatient.de (https://www.derprivatpatient.de/arzt/arztrechnung_pruefen)


FAQ zu Leistungsfragen

Hier finden Sie eine Sammlung aller häufig gestellten Fragen aus dem Bereich Leistung, wie z.B. zum Umgang mit Transportkosten oder der Einreichung Ihrer Heil- und Kostenpläne.

Wann sollten Heil- und Kostenpläne bzw. Kostenvoranschläge bei der SDK eingereicht werden?
Bei größeren geplanten Eingriffen, bei Zahnersatz, bei teuren Hilfsmittel oder neuen Behandlungsmethoden, empfehlen wir Ihnen generell, einen Kostenvoranschlag bereits vor Behandlungsbeginn bei uns einzureichen. Durch die Prüfung des Leistungsanspruchs im Vorfeld werden evtl. unnötige Kosten oder geleistete Eigenbeteiligungen Ihrerseits vermieden.
Welche Schutzimpfungen werden erstattet?
Die ambulanten Tarife im Bereich der Krankenvollversicherung erstatten die Kosten für Impfungen, welche durch die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes (STIKO) empfohlen werden. Derzeit bestehende STIKO Impfempfehlungen: Diphterie Tetanus Pertussis (Keuchhusten) Poliomyelitis (Kinderlähmung) Hepatitis B Hepatits A+B (Bsp. Kombi-Impfstoff „Twinrix“) Influenza (Grippe) Masern, Mumps, Röteln Meningokokken (Hirnhautentzündung) Pneumokokken (z.B. Lungenentzündung) Varizellen (Windpocken) FSME Unter bestimmten Voraussetzungen werden darüber hinaus auch folgende Impfungen erstattet: HPV-Impfung (Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs). Tollwut Rotavirus
Welche Voraussetzungen muss ein Osteopath erfüllen, damit seine erbrachten Leistungen erstattungsfähig sind?
Die Erlaubnis zur Berufsausübung im Sinne des Heilpraktiker Gesetzes, ist die Voraussetzung einer Alleinverantwortlichen Heilbehandlung durch einen Osteopathen. Die heilkundliche Behandlung ist zudem auf das Gebiet der Chiro­praktik beschränkt. Eine osteopathische Behandlung sollte stets im Vorfeld mit der SDK abgesprochen werden.
Ist eine direkte Leistungserstattung an Apotheken bzw. Internetapotheken möglich?
Eine direkte Abrechnung mit Apotheken oder Internetapotheken ist in der Regel nicht möglich, da das Vertragsverhältnis lediglich zwischen Ihnen als Versicherungsnehmer und der SDK als Versicherer besteht.
Ich habe eine Krankentagegeldversicherung bei der SDK abgeschlossen. Wann muss ich im Krankheitsfall meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei Ihnen einreichen?
Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung sollte spätestens nach Ablauf der tariflich vereinbarten Karenzzeit bei uns eingegangen sein. Die Karenzzeit ist der tariflich festgelegte Zeitraum nach Eintritt der Krankheit, in dem die SDK noch nicht zur Leistung verpflichtet ist (z. B. die ersten sechs Wochen der Krankheit während Lohnfortzahlung).
Was muss ich bei einer stationären Behandlung im Krankenhaus beachten?
Ist eine stationäre Heilbehandlung medizinisch notwendig, besteht die Auswahl zwischen einem öffentlichen und einem privaten Krankenhaus. Bei der stationären Aufnahme legen Sie dem Klinikpersonal bitte Ihre SDK-Card vor. Abhängig vom Versicherungsschutz und davon, ob die Klinik am Klinik-Card-Verfahren teilnimmt, rechnet die Klinik die entstehenden Kosten direkt mit uns ab. Beispiele hierfür sind Ein- oder Zweibettzimmer oder allgemeine Krankenhausleistungen. Für privatärztliche Leistungen wie z. B. eine Chefarztbehandlung, erhalten Sie eine separate Rechnung. Diese wird innerhalb Ihrer tariflichen Vereinbarung von der SDK rückerstattet. Für gemischte Krankenanstalten (Krankenhäuser mit Kuren, Sanatoriums-, oder Rehabilitationsmaßnahmen) muss eine schriftliche Zusage der Kostenübernahme im Vorfeld der Behandlung, bei der SDK eingeholt werden. Nur dann besteht Versicherungsanspruch.
Welche Vorsorgeuntersuchungen sind erstattungsfähig?
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen helfen bei der Früherkennung und Vorbeugung von Krankheiten. Grundsätzlich werden alle vom Gesetzgeber empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen z. B. zur Früherkennung von Krebserkrankungen von der SDK im tariflichen Umfang erstattet. Für darüberhinausgehende Präventionsmaßnahmen bietet die SDK eine Vorsorge-Zusatzversicherung (VORSORGEprivat) an. Alle Vorsorgemaßnahmen sind in unserem Krankenversicherungs-Lexikon beschrieben.
Wann übernimmt die SDK bei einer ambulanten Heilbehandlung die Transportkosten?
Voraussetzung einer Übernahme der Transportkosten durch die SDK ist, dass die erkrankte Person nicht aus eigener Kraft und mit eigenen Mitteln die Behandlungsstätte erreichen kann. Erstattungsfähig sind die infolge eines Unfalls oder medizinischen Notfalls angefallenen Transportkosten zum und vom Arzt zurück. Außerdem werden die Kosten eines Hin- und Rücktransports vom und zum Wohnsitz des Versicherten zur Dialysebehandlung, zur Chemo- oder zur Strahlentherapie erstattet. Die Wahl des Transportmittels sollte dem Krankheitszustand des Betroffenen angemessen sein (z. B. Krankenwagen, Taxi).


FAQ zur Beitragsrückerstattung

Sie möchten wissen welche Tarife, unter welchen Voraussetzungen, beitragsrückerstattungsfähig sind? Hier finden Sie Antworten auf Ihre Fragen.

Was geschieht, wenn meine Behandlung über das Jahresende hinaus andauert?
Aufwendungen werden jeweils dem Kalenderjahr zugerechnet, in dem die einzelne Heilbehandlung erfolgt ist bzw. die Arznei-, Verbands- und Hilfsmittel bezogen werden. Entscheidend ist also das Behandlungsdatum, nicht das Rechnungsdatum. Die einzelnen Behandlungsdaten eines längeren Behandlungszeitraumes gehen grundsätzlich aus den Kostenbelegen hervor, so dass eine Zuordnung möglich ist.
Wann habe ich keinen Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung?
Der Anspruch auf Beitragsrückerstattung entfällt, wenn für die betreffende Person im abgelaufenen Kalenderjahr weniger als 12 monatliche Beitragsraten fällig waren oder die Beiträge für das abgelaufene Kalenderjahr für den Versicherungsvertrag nach einer Mahnung nach § 38 VVG einschließlich der Mahnkosten nicht innerhalb der dort festgelegten Zahlungsfrist gezahlt wurden, bzw. im abgelaufenen Kalenderjahr die Leistungen des Versicherers nach einer Mahnung von Beiträgen zur Pflichtversicherung ganz oder teilweise geruht haben (§ 193 Abs. 3 u. 6 VVG) bzw. im abgelaufenen Kalenderjahr bei Hilfebedürftigkeit im Sinne des SGB II oder SGB XII die Beiträge zur Pflichtversicherung (§ 193 Abs. 3 VVG) und Mahnkosten nach einer Mahnung nicht innerhalb der dort festgelegten Zahlungsfrist gezahlt wurden, oder die Versicherung für die versicherte Person, eine entsprechende Anwartschaftsversicherung oder eine Ruhens-Vereinbarung wegen Wehrpflicht / Zivildienst am 1. Juli des Folgejahres nicht mehr besteht. Diese einschränkende Bedingung gilt jedoch nicht bei der Kündigung wegen gesetzlicher Krankenversicherungspflicht oder bei Tod.
Wann habe ich Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung?
Der Anspruch auf Beitragsrückerstattung entsteht, wenn die Person im betreffenden Kalenderjahr nach einem der obengenannten BRE-berechtigten Tarife versichert war und für diese Person aus keinem der Tarife der Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung für dieses Kalenderjahr Leistungen beansprucht wurden. Von dieser Regelung ausgenommen sind Leistungen, deren Inanspruchnahme einer Beitragsrückerstattung laut Tarifbeschreibung nicht entgegensteht (z. B. bestimmte Vorsorgeleistungen).
Bekomme ich eine Beitragsrückerstattung, wenn ich Rechnungen für meinen Ehegatten oder für meine Kinder einreiche?
Ja, wenn die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Beitragsrückerstattung wird für jede versicherte Person gesondert ermittelt. Leistungen für einzelne Personen haben keinen Einfluss auf den Beitragsrückerstattungsanspruch der leistungsfrei gebliebenen.
Wie wird meine Beitragsrückerstattung berechnet?
Jedes Jahr kostet die Gesundheit mehr. In den letzten 20 Jahren haben sich die Kosten für das deutsche Gesundheitssystem auf über 300 Milliarden Euro verdoppelt. Das liegt am medizinischen Fortschritt und daran, dass wir immer älter werden. Der Fortschritt hat seinen Preis. Deshalb steigen die Beiträge in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Die Mechanismen, nach denen sich die Beträge erhöhen, sind unterschiedlich. Maßstab für die Bemessung der Beitragsrückerstattung ist die monatliche Beitragsrate aus den Tarifen für die ambulante und zahnärztliche Behandlung (A100, A103, A105, A107, A109, A80, A80B, A75, A210, A220, A%, AZ, Z, ZE, ZS75, Z250, Z260, 5A, B, BW1, BW2, AG, AG8K, AG80). Die monatliche Beitragsrate ist 1/12 der in diesen Tarifen im leistungsfrei gebliebenen Kalenderjahr entrichteten Beiträge.
Bis zu welchem Rechnungsbetrag lohnt es sich, Kostenbelege zu sammeln, wenn ich einen Selbstbehalt vereinbart habe?
Sie haben Anspruch auf die um den Selbstbehalt gekürzten Leistungen (Gesamterstattung/Selbstbehalt). Zu Ihrer Orientierung sollten Sie die um den Selbstbehalt verminderten gesamten Rechnungsbeträge eines Kalenderjahres mit der zu erwartenden Beitragsrückerstattung (siehe Vorderseite unseres Schreibens) vergleichen, und zwar jeweils bezogen auf die einzelne versicherte Person. Bitte beachten Sie, dass die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung seit dem 1.1.2010 zu einem großen Teil steuerlich absetzbar sind. Eine Beitragsrückerstattung mindert im Jahr der Auszahlung die Höhe der abzugsfähigen Beiträge entsprechend. Aus rechtlichen Gründen dürfen wir Ihnen keine individuellen steuerlichen Auskünfte geben. Bitte wenden Sie sich dazu an Ihren Steuerberater.

FAQ zur Beitragsentwicklung

Sie haben Fragen zur Entwicklung ihrer Beiträge? Hier finden Sie Antworten und Erklärvideos zu den wichtigsten Fragen und Themen rund um die Beitragsentwicklung.

Wo steigen die Beiträge stärker, in der Gesetzlichen oder in der Privaten Krankenversicherung?
Die Zeitschrift „Finanztest“ kommt auf längere Sicht zu der Schlussfolgerung: „Die Kosten pro Versicherten steigen gleichermaßen, egal, ob privat oder gesetzlich versichert.“ Im Beitragsvergleich mit der Gesetzlichen Krankenversicherung schneidet die PKV sehr gut ab: Von 2007 bis 2017 ergibt sich in der PKV insgesamt ein geringerer Anstieg pro Jahr (+3,0 Prozent) als in der Gesetzlichen Krankenversicherung (+3,2 Prozent). Der PKV-Beitrag bleibt meist deutlich unter dem, was man in der GKV zahlen müsste. Für privatversicherte Arbeitnehmer wären alternativ in der GKV 2017 monatlich 683 Euro fällig. Außerdem werden Zuzahlungen für fast jedes Medikament fällig. Hinzu kommen auch noch die Beiträge zur Pflegeversicherung, die in den allermeisten Fällen in der PKV deutlich günstiger sind. In der gesetzlichen Pflegeversicherung wären für privatversicherte Arbeitnehmer alternativ 122 Euro pro Monat fällig, für Versicherte mit Kindern wären es 111 Euro. Somit kommt für die Kranken- und Pflegeversicherung 2017 ein GKV-Beitrag von rund 800 Euro zusammen (wobei Arbeitnehmer in GKV und PKV gleichermaßen einen entsprechenden Arbeitgeberanteil erhalten). Übrigens: In der GKV steigt der Beitrag jedes Jahr. Für Versicherte unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze werden bei jeder Lohnerhöhung automatisch rund 16 Prozent für die Krankenkasse abgezogen; wer mehr verdient, muss durch die jährliche Anhebung der Bemessungsgrenze höhere Beiträge abführen. Allein 2017 wurde sie von 4.237 auf 4.350 Euro pro Monat erhöht.
Ist mein Beitrag im Alter bezahlbar?
Im Alter erhalten Privatversicherte eine ganze Reihe finanzieller Entlastungen, die den Monatsbeitrag beträchtlich senken: Für alle, die ab dem Jahr 2000 in die PKV gekommen sind, gibt es einen starken „Airbag“ zur Dämpfung der Beiträge im Alter. Sie zahlen einen „gesetzlichen Zuschlag“, dessen angesparte Summe ihren Beiträgen ab dem Alter 65 wieder zu Gute kommt. Dieser Zuschlag hat den jeweiligen Monatsbeitrag zunächst um 10 % verteuert. Ab dem 60. Lebensjahr verringert sich der Beitrag automatisch, dann muss der Zuschlag nicht länger gezahlt werden. Auch die meisten Privatversicherten, die schon vor 2000 in der PKV waren, haben ihre Verträge um diese Vorsorge ergänzt. Mit Renteneintritt entfallen außerdem die Beiträge für das Krankentagegeld. Dieser Schutz vor Verdienstausfall bei langen Krankheiten im Beruf wird in der Rente nicht mehr benötigt. Für Beamte erhöht sich im Alter der Beihilfesatz ihres Dienstherrn, sodass sie entsprechend weniger Beitrag für ihren ergänzenden PKV-Schutz aufwenden müssen. Wer befürchtet, dass seine Alterseinkünfte zu niedrig sind, um sich den Versicherungsschutz ungeschmälert leisten zu können, für den gibt es den Beitragsentlastungstarif der SDK. Übrigens: In der Gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich der Beitrag (anders als in der PKV) prozentual nach der Höhe des Einkommens. Dadurch ist er für Rentner oft geringer. Allerdings wird nicht nur die gesetzliche Rente mit dem Beitragssatz belastet. Zusätzlich müssen alle ehemaligen Arbeitnehmer auch auf ihre betriebliche Altersvorsorge den vollen Beitragssatz von derzeit rund 16 Prozent des gesamten angesparten Kapitals abführen – von einer Versicherungssumme in Höhe von z. B. 25.000 Euro sind das am Ende rund 4.000 Euro. Privatversicherte sind davon nicht betroffen – sie haben die entsprechenden Summen also u.a. als Reserve für ihre PKV-Beiträge im Alter zur Verfügung. Freiwillig GKV-Versicherte müssen den prozentualen Beitrag sogar auf ihre sämtlichen Einkünfte zahlen, also auch auf Kapitalerträge, Mieteinnahmen oder Einkünfte ihrer Ehepartner. Dies betrifft vor allem Selbstständige sowie Versicherte, die erst spät in die GKV gewechselt sind. Auch von diesen Beitragspflichten sind Privatversicherte nicht betroffen – und haben die entsprechenden Summen also wiederum als Reserve für ihre PKV-Beiträge zur Verfügung.
Was kann ich tun, um meinen Beitrag stabil zu halten oder zu senken?
Jeder Privatversicherte hat einen Rechtsanspruch darauf, jederzeit in einen anderen Tarif seines Versicherungsunternehmens zu wechseln – und zwar ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartefristen. Bei der SDK sind die Wechseloptionen besonders kundenfreundlich und offen gestaltet, damit der Versicherungsschutz an jede Lebenssituation angepasst werden kann. Wer seinen Beitrag verringern möchte und daher über einen Tarifwechsel nachdenkt, sollte seinen Versicherungsschutz einer genauen Prüfung unterziehen: Welche Leistungen sind unverzichtbar oder welche sind weniger wichtig? Einbettzimmer im Krankenhaus, der Erstattungssatz bei Zahnbehandlung und Zahnersatz, Heilpraktikerbehandlung – es gibt einige Beispiele, wie der Versicherte seinen Vertragsumfang reduzieren kann und dennoch im Krankheitsfall gut versorgt ist. In manchen Fällen ist auch die Erhöhung des Selbstbehalts eine Alternative, um den Beitrag zu senken. Und wenn finanziell wirklich einmal „alle Stricke reißen“ sollten, gibt es zwei gesetzlich verankerte Sozialtarife: der Standardtarif und der Basistarif.
Warum steigen die Beiträge in der Krankenversicherung?
Jedes Jahr kostet die Gesundheit mehr. In den letzten 20 Jahren haben sich die Kosten für das deutsche Gesundheitssystem auf über 300 Milliarden Euro verdoppelt. Das liegt am medizinischen Fortschritt und daran, dass wir immer älter werden. Der Fortschritt hat seinen Preis. Deshalb steigen die Beiträge in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Die Mechanismen, nach denen sich die Beträge erhöhen, sind unterschiedlich. Die Private Krankenversicherung kalkuliert nach dem Kapitaldeckungsverfahren und baut Alterungsrückstellungen auf. Die gesetzlichen Vorschriften zur Beitragsanpassung legen fest: Eine Beitragsanpassung darf nur erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um mindestens 10 Prozent höher liegen als ursprünglich kalkuliert. (In manchen Tarifen gilt abweichend ein Schwellenwert von 5 Prozent.) Ob diese Bedingungen vorliegen, wird von einem unabhängigen Treuhänder kontrolliert. Die Kostensteigerungen in den PKV-Tarifen überschreiten – glücklicherweise – längst nicht in jedem Jahr diese vorgeschriebenen Schwellenwerte. Dann gibt es auch keine Beitragsanpassung. Weil die Kosten des medizinischen Fortschritts in Deutschland gleichwohl stetig steigen, müssen die Veränderungen der Vorjahre zwangsläufig in die Beiträge einkalkuliert werden, sobald der Schwellenwert überschritten wird. Dann kommt es zu einer aufholenden Anpassung der Beiträge an die tatsächliche Kostenentwicklung. So wird die allgemeine Teuerung der Medizin den Versicherten nachträglich „auf einen Schlag“ in Rechnung gestellt. Dies alles hätte die PKV den Versicherten gerne erspart. Der PKV-Verband hat deshalb frühzeitig den Gesetzgeber aufgefordert, die Kalkulationsvorschriften zu reformieren, um eine stetigere und maßvollere Beitragsentwicklung ohne derartige „Sprünge“ zu erreichen. Auch Verbraucherschützer unterstützen eine solche Reform, doch leider hat der Gesetzgeber dies bisher nicht aufgegriffen. Ein großer Teil der Beitragserhöhung geht in die PKV-typische Vorsorge für Ihre absehbar höheren Gesundheitskosten im Alter – Dieses Geld kommt den Versicherten später wieder selbst zugute. Sie zahlen also für Ihre eigene Zukunft. Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung werden für die gesamte Lebenserwartung des Versicherten kalkuliert. Denn jeder PKV-Vertrag garantiert unbefristet einen unkürzbaren medizinischen Leistungsumfang. In der Gesetzlichen Krankenversicherung hat es hingegen schon mehrfach Leistungskürzungen durch „Kostendämpfungsgesetze“ gegeben, die auch in Zukunft jederzeit möglich sind.
Welche Rolle spielen die niedrigen Zinsen?
Jedes Jahr kostet die Gesundheit mehr. In den letzten 20 Jahren haben sich die Kosten für das deutsche Gesundheitssystem auf über 300 Milliarden Euro verdoppelt. Das liegt am medizinischen Fortschritt und daran, dass wir immer älter werden. Der Fortschritt hat seinen Preis. Deshalb steigen die Beiträge in der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Die Mechanismen, nach denen sich die Beträge erhöhen, sind unterschiedlich. Die Private Krankenversicherung kalkuliert nach dem Kapitaldeckungsverfahren und baut Alterungsrückstellungen auf. Die gesetzlichen Vorschriften zur Beitragsanpassung legen fest: Eine Beitragsanpassung darf nur erfolgen, wenn die Versicherungsleistungen in einem Tarif nachweislich um mindestens 10 Prozent höher liegen als ursprünglich kalkuliert. (In manchen Tarifen gilt abweichend ein Schwellenwert von 5 Prozent.) Ob diese Bedingungen vorliegen, wird von einem unabhängigen Treuhänder kontrolliert. Die Kostensteigerungen in den PKV-Tarifen überschreiten – glücklicherweise – längst nicht in jedem Jahr diese vorgeschriebenen Schwellenwerte. Dann gibt es auch keine Beitragsanpassung. Weil die Kosten des medizinischen Fortschritts in Deutschland gleichwohl stetig steigen, müssen die Veränderungen der Vorjahre zwangsläufig in die Beiträge einkalkuliert werden, sobald der Schwellenwert überschritten wird. Dann kommt es zu einer aufholenden Anpassung der Beiträge an die tatsächliche Kostenentwicklung. So wird die allgemeine Teuerung der Medizin den Versicherten nachträglich „auf einen Schlag“ in Rechnung gestellt. Dies alles hätte die PKV den Versicherten gerne erspart. Der PKV-Verband hat deshalb frühzeitig den Gesetzgeber aufgefordert, die Kalkulationsvorschriften zu reformieren, um eine stetigere und maßvollere Beitragsentwicklung ohne derartige „Sprünge“ zu erreichen. Auch Verbraucherschützer unterstützen eine solche Reform, doch leider hat der Gesetzgeber dies bisher nicht aufgegriffen. Ein großer Teil der Beitragserhöhung geht in die PKV-typische Vorsorge für Ihre absehbar höheren Gesundheitskosten im Alter – Dieses Geld kommt den Versicherten später wieder selbst zugute. Sie zahlen also für Ihre eigene Zukunft. Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung werden für die gesamte Lebenserwartung des Versicherten kalkuliert. Denn jeder PKV-Vertrag garantiert unbefristet einen unkürzbaren medizinischen Leistungsumfang. In der Gesetzlichen Krankenversicherung hat es hingegen schon mehrfach Leistungskürzungen durch „Kostendämpfungsgesetze“ gegeben, die auch in Zukunft jederzeit möglich sind.
Wie informiert mich die SDK über meine Beitragsentwicklung?
Versicherte, bei denen sich etwas am Beitrag ändert, bekommen im November einen Brief von der SDK. Darin steht, wie hoch der neue Beitrag ab dem 1. Januar 2018 ist. Alle, die über 55 Jahre alt sind, bekommen ein konkretes Angebot für eine Tarifalternative. Und auch jüngere Versicherte bekommen Möglichkeiten aufgezeigt, wenn sie von einer starken Anpassung betroffen sein sollten. In jedem Brief stehen sind die Kontaktmöglichkeiten zur SDK aufgeführt. Zum Kundenservice oder zum persönlichen SDK-Berater.
Wie entwickeln sich die Beiträge zukünftig?
Wenn in einem Tarif der Rechnungszins abgesenkt wird, ist der neue Rechnungszins mit dem neuen Beitrag bis ans Lebensende einkalkuliert. Sollte der Zins dann konstant bleiben, ist dafür also keine weitere Beitragsanpassung erforderlich. Aber natürlich weiß niemand, wie sich das Zinsniveau in der Zukunft weiter entwickeln wird. Dieser Rechnungszins wird mit einem Verfahren bestimmt, das von der Finanzaufsichtsbehörde BaFin abgenommen wurde. Auch wenn es heute nur ein schwacher Trost ist: Nach aller Erfahrung wird es auch wieder Phasen steigender Zinsen geben. Dann profitieren Privatversicherte auch wieder spürbar von wachsenden Zinserträgen. Dieser Anspruch ist gesetzlich garantiert: 90 Prozent der entstehenden Überschüsse kommen dann unmittelbar den Versicherten zugute, dämpfen also die Beitragsentwicklung in der Zukunft. Ohne an dieser Stelle falsche Versprechungen machen zu wollen, ist das bei einer Versicherungslaufzeit von 20, 30, 40 und mehr Jahren kein unrealistisches Szenario. Und auch in der Niedrigzinsphase haben Privatversicherte einen exzellenten Schutz zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kosten für den medizinischen Fortschritt werden nach den gesetzlichen Vorgaben für die Beitragsanpassung eingerechnet. Auch hier ist es schwierig, Zukunftsprognosen abzugeben.