FAQ zum Coronavirus

Einfach Bescheid wissen.

Hier finden Sie viele Antworten auf aktuelle Fragen zum Coronavirus und Schutzimpfungen.

Fragen zu Schutzimpfungen



Wer hat Anspruch auf die Corona-Impfung?
Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig. Nach der Rechtsverordnung haben alle Menschen einen Anspruch auf die Corona-Impfung, die in Deutschland in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder der Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert sind, oder die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland haben.
In welcher Reihenfolge wird geimpft?
Zu Beginn werden die zur Verfügung stehenden Impfdosen noch nicht ausreichen, um sofort alle Menschen zu impfen, die das wünschen. Deshalb hat das Bundesgesundheitsministerium auf Basis der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) in der Impfverordnung die Reihenfolge der Impfungen festgelegt. Das Ziel: die Anzahl schwerer Krankheitsverläufe und Sterbefälle möglichst schnell zu reduzieren. Vorrang haben daher zunächst die sogenannten Risikogruppen. Ihre Priorisierung erfolgt nach drei Kategorien, siehe folgende FAQ-Fragen.
Wer gehört zur ersten Kategorie bzw. wer hat die höchste Priorität?
• Über 80-Jährige • Bewohner und Pflegekräfte von Alters- und Pflegeheimen • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten • Beschäftigte auf Intensivstationen, in Notaufnahmen und Rettungsdiensten, sowie in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), in SARS-CoV-2-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (v.a. Hämato-Onkologie und Transplantationsmedizin).
Wer gehört zur zweiten Kategorie bzw. wer hat hohe Priorität?
• Über 70-Jährige • Personen mit Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, oder nach einer Organtransplantation • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte • Kontaktpersonen von Schwangeren • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in SARS-CoV-2-Testzentren • Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur • Personen, die in Flüchtlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind
Wer gehört zur dritten Kategorie bzw. wer hat erhöhte Priorität?
• Über 60-Jährige • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, im Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation • Erzieher und Lehrer • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen
Welchen Nachweis müssen Anspruchsberechtigte vorlegen?
Den bevorzugten Anspruch auf die Corona-Impfung müssen Anspruchsberechtigte vor der Schutzimpfung gegenüber dem Impfzentrum oder dem mobilen Impfteam nachweisen. Als Nachweis gelten laut Impfverordnung: • der Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis • für Bewohner von Pflege- und anderen Einrichtungen legen die Einrichtungen bzw. Unternehmen eine Bescheinigung vor • Menschen mit chronischen Erkrankungen erhalten ein ärztliches Zeugnis • Kontaktpersonen benötigen eine entsprechende Bestätigung der betreuten Person • Die Ausstellung der ärztlichen Atteste erfolgt in der Arztpraxis. Ist der Patient bereits durch vorausgegangene Behandlungen dem Arzt bekannt, kann das Attest auch telefonisch angefordert und postalisch versandt werden.
Wo werden die Impfungen durchgeführt?
Die Corona-Impfungen werden in der ersten Phase zunächst nur in Impfzentren sowie von den angebundenen mobilen Impfteams durchgeführt, die zum Beispiel Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sowie das Personal vor Ort impfen. Deutschlandweit soll es bis zum 440 Impfzentren geben. Für die Organisation und den Betrieb sind die Bundesländer zuständig. Die Zuständigkeiten des Personals sind klar geregelt: Während die Impfaufklärung zwingend von Ärztinnen und Ärzten vorgenommen werden muss, kann die Impfung selbst auch an medizinisches Assistenzpersonal delegiert werden. Zur Unterstützung können die Impfzentren Hilfsorganisationen, die Bundeswehr oder Logistikunternehmen in den Betrieb einbinden.
Wie werden Termine für die Corona-Impfung vergeben?
Die Organisation der Impfung, die Information der Impfberechtigten sowie die Vergabe der Impftermine ist Aufgabe der Bundesländer. In den einzelnen Ländern ist das Verfahren teilweise unterschiedlich geregelt, in vielen Fällen werden kommunale Behörden tätig. Standardisierte bundeseinheitliche Abläufe zur Terminvergabe sind aktuell nicht vorgesehen. Weitere Informationen zu den länderspezifischen Regeln gibt es auf den Internetseiten der Bundesländer.
Wer übernimmt die Kosten für die Corona-Impfungen?
Die Impfung ist für die Bevölkerung kostenlos – unabhängig vom Versicherungsstatus. Bei der Ausstellung eines ärztlichen Attests als Nachweis für einen bevorzugten Anspruch auf die Corona-Impfung erhält die Arztpraxis als Vergütung pauschal 5 Euro – sowie weitere 90 Cent, sofern ein postalischer Versand erfolgt. Das gilt für Privatversicherte und gesetzlich Versicherte gleichermaßen. Die Arztpraxen rechnen diese Leistung mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Die Kosten werden vom Bundesamt für soziale Sicherung erstattet. Eine Abrechnung der ärztlichen Zeugnisse nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist nach der Impfverordnung nicht möglich.
Wie sicher ist der Corona-Impfstoff?
Wie alle in Deutschland eingesetzten Impfstoffe werden auch die Mittel gegen eine Corona-Infektion vor ihrer Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und die zuständigen Gremien bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) überprüft und bewertet. Ausführliche Informationen zu den Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsverfahren bietet die Internetseite des PEI: www.pei.de Auch danach erfolgt eine ständige Kontrolle („Surveillance“) zum Erfassen von Wirksamkeit und möglichen Nebenwirkungen. Nebenwirkungen und Impfreaktionen werden in Deutschland zentral – und Hersteller-unabhängig - vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst. Die Versicherten können das PEI dabei unterstützen und Verdachtsfälle vom Impfkomplikation direkt über die Webseite www.nebenwirkung.bund.de übermitteln. Darüber hinaus kann eine Meldung künftig auch über eine spezielle App erfolgen. Diese wird vom Paul-Ehrlich-Institut entwickelt und ist in Kürze in den App-Stores verfügbar. Durch die Zusammenfassung von nationalen und internationalen Beobachtungen kann sichergestellt werden, dass auch Risiken von Impfstoffen erfasst werden, die so selten sind, dass sie erst bei einer sehr großen Anzahl durchgeführter Impfungen sichtbar werden.
Wer haftet bei Impfschäden?
Für Impfschäden kommt nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) die öffentliche Hand auf. Zuständig ist das Bundesversorgungsamt. Nach dem IFSG ist ein Impfschaden u.a. die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung. Daneben kann es einen Anspruch gegen den Hersteller der Impfdosis geben. Nach der Gefährdungshaftung des § 84 AMG (Arzneimittelgesetz) haftet der pharmazeutische Unternehmer bei Gesundheitsbeeinträchtigungen des Geimpften, wenn sein Arzneimittel bei bestimmungsgemäßem Gebrauch schädliche Wirkungen hat, die über ein nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft vertretbares Maß hinausgehen oder der Schaden infolge einer nicht den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft entsprechenden Kennzeichnung, Fachinformation oder Gebrauchsinformation eingetreten ist.

Weitere Informationen:



Fragen zu COVID-19 / SARS-CoV-2



Wie wird das Coronavirus SARS-CoV-2 übertragen?
Das neuartige Coronavirus wird von Mensch zu Mensch übertragen. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Auch Schmierinfektionen sind möglich. Zwischen der Ansteckung und dem Beginn der Krankheit können bis zu 14 Tage vergehen. Meistens beträgt die Inkubationszeit fünf bis sechs Tage.
Was sind konkrekte Übertragungswege?
Übertragung über die Schleimhäute von Mund und Nase Coronaviren werden in der Regel über Sekrete des Atmungstrakts übertragen. Sie können sich also mit COVID-19 anstecken, wenn virushaltige Tröpfchen auf die Schleimhäute Ihrer Atemwege kommen. Übertragung durch Schmierinfektion über die Hände Das Coronavirus kann auch durch Schmierinfektion über die Hände weitergegeben werden. Wenn Sie sich nach Kontakt mit infektiösem Sekret im Anschluss ins Gesicht fassen, können Sie sich mit dem Virus anstecken. Ansteckung durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion über die Bindehaut der Augen Gelangen virushaltige Tröpfchen auf Ihre Bindehaut (wenn Sie sich ins Auge fassen oder Sie jemand anniest), ist ebenfalls eine Infektion mit dem Erreger möglich. Übertragung durch Schmierinfektion über kontaminierte Oberflächen Nach derzeitigen Erkenntnissen bleibt das Coronavirus über diese Zeiträume ansteckend: • bis zu drei Stunden in der Luft, • bis zu vier Stunden auf Kupferoberflächen, • bis zu 24 Stunden auf Karton und • bis zu zwei bis drei Tagen auf Edelstahl und Plastik. Gut zu wissen: Die Ansteckung über Oberflächen hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Achten Sie zu Ihrem Schutz unbedingt auf eine guten Händehygiene. Eine Übertragung über importierte Lebensmittel oder andere importierte Waren wie beispielsweise Spielzeug ist bisher nicht dokumentiert.
Was sind die typischen Symptome für COVID-19?
Die häufigsten Krankheitszeichen bei Corona sind Husten und Fieber. Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer Krankheitsanzeichen. Symptome bei COVID-19 • Fieber • Husten • Kurzatmigkeit und Atemnot • Muskel- und Gelenkschmerzen • Halsschmerzen • Kopfschmerzen • Übelkeit und Erbrechen • verstopfte Nase • Durchfall
Krankheitsverlauf COVID-19
Der Verlauf einer Erkrankung an COVID-19 variiert von leicht bis sehr schwer. Deshalb können Ärzte keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann symptomfrei verlaufen. Es kommt aber auch zu sehr schweren Erkrankungen mit Lungenentzündung, Lungenversagen und dem Tod des Patienten. Vermutlich verlaufen mehr als 80 Prozent der Infektionen mit COVID-19 eher mild.
Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?
Wie bei einer normalen Grippe und anderen Atemwegserkrankungen können Sie sich durch diese Maßnahmen vor einer Übertragung mit dem neuartigen Coronavirus schützen: • Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu Menschen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. • Beachten Sie die einschlägige Husten- und Niesetikette. • Sorgen Sie für eine gute Händehygiene. Waschen Sie sich Ihre Hände regelmäßig und gründlich mit Seife. • Verzichten Sie aufs Händeschütteln. • Tragen Sie in der Öffentlichkeit, zum Schutz von anderen, einen Mund-Nasen-Schutz oder eine alternative Barriere vor Mund und Nase. • Auch das Tragen von (Einmal-)Handschuhen kann die Infektionsgefahr verringern. • Wichtig: Nicht ins Gesicht fassen.
Wie kann ich mein Immunsystem stärken?
Vorbeugen ist bekanntlich die beste Medizin. Besonders wichtig ist eine ausgewogene Ernährung und die ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Immunsystem in Zeiten von Corona stärken: Ernähren Sie sich ausgewogen und gesund: Auch in Zeiten von Corona sollten wir die 10 Regeln der DGE beherzigen. Machen Sie vor dem Einkaufen einen groben Wochenplan, der Lieblingsrezepte aller Familienmitglieder mit einbezieht. Denn im Moment ist es weder sinnvoll, täglich in Lebensmittelgeschäfte zu gehen, noch Dosenfutter zu „hamstern“. Achten sie auf Ihren Vitamin-D-Haushalt: Die Deutsche Gesellschaft empfiehlt auch bei Kontaktverbot kurze Aufenthalte an der frischen Luft. Schon ein kurzer Spaziergang von 15 bis 25 Minuten bei Sonnenschein reicht aus, um den Vitamin-D-Speicher zu füllen. Impfungen für Risikopatienten nutzen: Es gibt noch keinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Risikopatienten empfiehlt das Robert-Koch-Institut, sich gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Die Pneumokokkenimpfung kann bei einer Erkrankung mit COVID-19 eine bakterielle Lungenentzündung verhindern.