In aller Munde: Warum Zahngesundheit so wichtig ist

04.09.2018 | Gesundheitstipps

„Oh nein, ich muss mir ja noch die Zähne putzen!“ Wer bereits todmüde in seinem bequemen Bettchen liegt, ist oft wenig motiviert noch einmal aufzustehen und sich die Zähne zu putzen. Leider hilft da aber nur eins: Zähne zusammenbeißen und ab ins Bad! Unzureichende Mundhygiene kann nämlich vielerlei Zahnprobleme hervorrufen, die ganz schön auf den Nerv gehen.

Karies

Karies entsteht durch Bakterien im Zahnbelag, häufigen Verzehr von Süßigkeiten und mangelnder Zahnhygiene. Dies kann Zähne so stark schädigen, dass sie schlimmstenfalls entfernt werden müssen.1 Wo früher noch klassischerweise ein Bohrer verwendet wurde, kann bei beginnender Karies heute auch eine Kariesinfiltration helfen, bei der der Zahn mit Kunststoff gehärtet wird.1

Zahnfleischentzündung und Parodontitis

Gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Blut spucken beim Zähneputzen: viele Menschen leiden unter Zahnfleischentzündungen.2 Auch diese entstehen oft durch unzureichende Reinigung. Kritisch wird es dann, wenn Entzündungen auf andere Bereiche des Zahnbetts überschlagen und den Zahnhalteapparat schädigen. Das kann zu Parodontitis führen, durch die sich die Zähne lockern.2

Weisheitszähne

Der Name ist leider nicht Programm – denn so richtig weise fühlen wir uns nicht: Lange ist nämlich unklar, ob die ungebetenen Gäste bleiben dürfen oder entfernt werden müssen.3 Weisheitszähne liegen ganz hinten im Kiefer und beginnen meistens zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr herauszukommen. Ihren großen Durchbruch feiern sie unter anderem mit Schmerzen und Schwellungen.4 Manche bereiten keine weiteren Schwierigkeiten, andere tanzen hingegen gerne aus der Reihe: sie wachsen schräg, verschieben andere Zähne und führen zu Zahnfleischentzündungen.4 Daher sollte wie auf jeder Party gelten: Wer Unruhe macht, fliegt raus!

Zahnreinigung: So geht’s!

Damit sie mit Ihren Beißern selbst der Zahnfee Konkurrenz machen, sind folgende Punkte beim Zähneputzen zu beachten:

  • Nehmen Sie eine Zahnbürste mit abgerundeten Kunststoffborsten und weichem oder mittleren Härtegrad. Von Bürsten aus Naturhaar ist abzuraten, da sich Bakterien hier im Affenzahn vermehren.5
  • Wechseln sie regelmäßig alle 2-3 Monate die Zahnbürste – früher, wenn die Borsten beginnen auszufransen. Das Gleiche gilt für Aufsätze von elektrischen Zahnbürsten.5
  • Wichtig ist, dass Ihre Zahnpasta Fluoride enthält, um die Zähne optimal vor Karies zu schützen. Vorsicht sei geboten bei Pasten, die die Zähne aufhellen sollen, da diese oftmals eine vermehrte Anzahl an Schleifkörpern enthalten, die die Zähne auf Dauer schädigen können.5
  • Putzmunter sein: Anfangs noch motiviert, verliert man gegen Ende meist die Lust und ist weniger sorgsam bei der Reinigung. Beginnen Sie daher zuerst mit den schwierigsten Stellen: die Innenflächen im Unter- und Oberkiefer. Arbeiten Sie sich nach und nach zu den Außen- und schließlich zu den Kauflächen vor.5
  • Üben Sie einen leichten Druck aus und beginnen Sie in leicht kreisenden Bewegungen alle Zahnflächen zu reinigen. Nehmen Sie sich hierfür ausreichend Zeit und putzen Sie weiter, selbst wenn entzündetes Zahnfleisch anfängt zu bluten.5
  • Hilfen wie Zahnseide oder Interdentalbürsten runden die optimale Zahnreinigung ab. Hiermit gelangt man gut an schwierige Stellen. Auch wenn bei der Verwendung von Zahnseide vielen oftmals der Geduldsfaden reißt, macht Übung ja bekanntlich den Meister: Spannen Sie die Zahnseide und gehen Sie vorsichtig in die Zahnzwischenräume. Entfernen Sie durch Auf- und Ab-Bewegungen Essensreste und Zahnbeläge.5

Quellen: