Sonnenbrand – Vorbeugen und Behandeln

23.08.2019 | Gesundheitstipps

Ein Sonnenbrand ist im Sommer keine Seltenheit, weil viele Menschen zu lang in der Sonne brutzeln und ihre Haut oft nicht genügend schützen. Lesen Sie die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen und wie Sie einen Sonnenbrand je nach Hauttyp vermeiden.

Strand, Berge oder Freibad: Viele genießen die Ferien im Sommer am liebsten im Freien. Wenn aber die Sonne vom Himmel sticht und Sie ohne UV-Schutz zu lange in der Sonne braten, bekommen Sie leicht einen Sonnenbrand. Ein Zuviel an Sonne – genauer gesagt an UV-Strahlung - sorgt dafür, dass sich die Haut entzündet, rötet, anschwillt, schmerzt und in schweren Fälle sogar Blasen wirft1. Ein Sonnenbrand ist eine echte Verbrennung mit unterschiedlichem Schweregrad. Auch langfristig ist zu häufiges Sonnenbaden gefährlich, weil viele Sonnenbrände – besonders jene in der Kindheit – das Risiko für Hautkrebs erhöhen. Das gilt übrigens auch für die künstliche Sonnenstrahlung in Solarien. Zudem altert die Haut schneller und es entstehen unschöne Falten und Pigmentflecken.

Was tun bei Sonnenbrand?1,2

Einige Tipps, wenn Sie sich einen Sonnenbrand zugezogen haben:

  • Gehen Sie sofort aus der Sonne und suchen Sie sich einen schattigen Platz – sonst verschlimmert sich der Sonnenbrand.
  • Kühlen Sie den Sonnenbrand, denn Kälte lindert die Symptome: Geeignet sind kaltes Wasser oder kühle Umschläge mit feuchten Tüchern. Zudem gibt es in der Apotheke oder Drogerie kühlende Lotionen. Achtung: Legen Sie niemals Eis oder Eispackungen auf die Haut, denn das kann die bereits geschädigte Haut zusätzlich stressen.
  • Trinken Sie viel, denn bei einem Sonnenbrand verliert der Körper Flüssigkeit. Gut sind Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen. Mindestens 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit am Tag sollten es sein, an heißen Tag auch mehr.
  • Wenn sich Brandblasen auf Ihrer Haut gebildet haben: Öffnen Sie diese niemals selbst. Es besteht die Gefahr, dass Keime eindringen, sich die Haut infiziert und entzündet.
  • Wenn Sie sich stark verbrannt haben und der Sonnenbrand sehr schmerzhaft ist: Suchen Sie immer einen Arzt auf.

Sonnenbrand vermeiden – Tipps für verschiedene Hauttypen3,4

Es gibt verschiedene Hauttypen, die ein unterschiedlich hohes Risiko für einen Sonnenbrand haben. Die Eigenschutzzeit der Haut – also die Zeitspanne, in der sich die Haut selbst vor einem Sonnenbrand schützen kann – variiert von Hauttyp zu Hauttyp. Menschen mit einer hellen Haut, Haaren und Augen besitzen geringere Mengen des Hautpigments Melanin als Menschen mit dunklerem Teint. In der Folge bekommen sie schneller einen Sonnenbrand. Mit Hilfe der folgenden Liste können Sie Ihre Sonnenempfindlichkeit ungefähr einschätzen. Den Hauttyp lassen Sie am besten von einem Hautarzt (Dermatologen) bestimmen.

  • Hauttyp 1: sehr helle, extrem empfindliche Haut, helle Augen, rotblondes Haar, sehr oft Sommersprossen, Haut bräunt nicht, bekommt sehr schnell einen Sonnenbrand (nach weniger als 10 Minuten).
  • Hauttyp 2: helle, empfindliche Haut, blaue, graue oder grüne Augen, blonde bis braune Haare, häufig Sommersprossen, wird kaum oder nur mäßig braun, kann sich nur 10 bis 20 Minuten in der Sonne aufhalten, bekommt oft einen Sonnenbrand.
  • Hauttyp 3: helle bis hellbraune Haut, graue oder braune Augen, dunkelblonde bis braune Haare, selten Sommersprossen, nur 20 bis 30 Minuten in der Sonne sind möglich – dann droht ein Sonnenbrand.
  • Hauttyp 4: hellbraune bis olivfarbene Haut, braune bis dunkelbraune Augen, dunkle Haare, bräunt schnell, bekommt selten einen Sonnenbrand, frühestens nach 30 Minuten.
  • Hauttyp 5: dunkelbraune Haut und Augen, dunkelbraunes bis schwarzes Haar, bräunt schnell, entwickelt selten Sonnenbrand, und wenn, dann erst bei mehr als 60 Minuten.
  • Hauttyp 6:  dunkelbraune bis schwarze Haut, dunkelbraune Augen, schwarze Haare, bekommt nur sehr selten Sonnenbrand, wenn überhaupt ab 90 Minuten.

Allgemein gilt: Gehen Sie besser nicht ohne Sonnenschutzmittel (hoher Lichtschutzfaktor, der im UVA- und UVB-Bereich wirksam ist) in die Sonne. Meiden Sie außerdem die intensive Mittagssonne, bleiben Sie nicht zu lange in der Sonne und tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem: Kleidung und Schatten sind der beste Schutz vor UV-Strahlung. So sind Sie immer auf der sicheren Seite.

Quellen: