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Sachleistungsprinzip
In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt in der Regel das Sachleistungsprinzip, wobei jeder Versicherte Anspruch hat, die erforderlichen, im GKV-Leistungskatalog vorgesehenen medizinischen Leistungen bei den Leistungserbringern zu erhalten, ohne selbst einen Vertrag über die Kostenübernahme eingehen zu müssen. Stattdessen rechnen die von den Krankenkassen zugelassenen Ärzte und sonstigen Leistungserbringer direkt mit den Kassen oder den zwischengeschalteten Verrechnungsstellen wie der Kassenärztliche Vereinigung ab. Die Leistung erfolgt damit als Naturalleistung, ohne dass der GKV-Versicherte eine Rechnung erhält oder in Vorleistung treten muss. Der Versicherte muss sich lediglich dem Arzt oder sonstigen Leistungserbringer gegenüber durch eine Versichertenkarte legitimieren. Eine Ausnahme vom Sachleistungsprinzip gibt es in der GKV beim Krankengeld, das die Kassen dem Versicherten als Geldleistung erstatten. Zudem haben GKV-Versicherte die Möglichkeit, statt der Sachleistung die Kostenerstattung zu wählen. Dann treten sie beim Arzt wie ein Privatpatient auf und bezahlen die Rechnung zunächst aus eigener Tasche. Allerdings werden nur die Kassensätze für die Behandlung erstattet, auch wenn der Arzt mehr als die für Kassenärzte zulässigen Gebührensätze abrechnet. In der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es das Sachleistungsprinzip nur in Ausnahmefällen. So ist bei Krankenhausbehandlungen die Sachleistung üblich, weil es den Versicherten meist nichts zuzumuten wäre, mit den entsprechenden Rechnungen in Vorleistung zu treten. Beim Basistarif hat der Gesetzgeber den Krankenversicherern das Sachleistungsprinzip ermöglicht, damit die Leistungserbringer nicht riskieren müssen, dass die meist bedürftigen Basisversicherten die vom Versicherer erstatteten Rechnungen nicht weiterleiten bzw. weiterleiten können.
Sanatorium, Kur und Rehabilitation
Bei einem Sanatorium handelt es sich um eine Heilanstalt, meist in Form von Kurbädern oder Kurkliniken. Im Vordergrund der Behandlung steht die allgemeine Verbesserung der Gesundheit bzw. Stabilisierung. Ähnlich verhält es sich bei Rehabilitationsmaßnahmen. Auch hier ist die Behandlung vorwiegend ganzheitlich ausgerichtet, jedoch mit dem Schwerpunkt, die Berufs- und Erwerbsfähigkeit zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Nach den Musterbedingungen des Verbandes der privaten Krankenversicherung für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK) besteht für Kur- und Sanatoriumsbehandlungen sowie für Rehabilitationsmaßnahmen der gesetzlichen Rehabilitationsträger keine Leistungspflicht, sofern der Tarif nichts anderes vorsieht. Eine Ausnahme bilden Kliniken, die sowohl medizinisch notwendige stationäre Heilbehandlungen, als auch Kuren beziehungsweise Sanatoriumsbehandlungen durchführen oder Rekonvaleszenten aufnehmen. Bei diesen Häusern handelt es sich um sogenannte gemischte Krankenanstalten. Leistungen werden dann gewährt, wenn der Versicherer diese vor Beginn der Behandlung schriftlich zugesagt hat. Die Zusage wird erteilt, wenn es sich um eine medizinisch notwendige Krankenhausbehandlung handelt. Privatpatienten sollten sich deshalb zunächst mit ihrem Versicherer in Verbindung setzen und die Erstattungsfähigkeit prüfen lassen.
Schadenquote
Die Schadenquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen eines privaten Krankenversicherers unmittelbar in laufende und künftige Versicherungsleistungen fließen. Neben den gegenwärtigen Erstattungsleistungen werden auch die Zuführungen zur Alterungsrückstellung berücksichtigt. Zur Ermittlung der Schadenquote wird der Schadenaufwand in Relation zu den verdienten Bruttobeiträgen gesetzt. Zusammen mit der Verwaltungskostenquote und der Abschlusskostenquote ist die Schadenquote Bestandteil der sogenannten versicherungsgeschäftlichen Ergebnisquote.
Schweigepflicht
Ärzte unterliegen einer Schweigepflicht zu den Informationen, die ihnen zu ihren Patienten bekannt werden, insbesondere zum Gesundheitszustand. Für Kranken- oder Lebensversicherungen spielen diese Informationen aber eine wichtige Rolle, um die Versicherbarkeit einschätzen zu können. Dazu stellen sie entsprechende Fragen im Antrag und fordern den Antragsteller auf, die behandelnden Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden, damit der Versicherer im Bedarfsfall nähere Erkundigungen einziehen kann. Für manche Krankheitsbilder ist es notwendig, ergänzende Auskünfte der behandelnden Ärzte zu erhalten, um diese bewerten zu können. Auch Versicherer, ihre Mitarbeiter und Vermittler sind schweigepflichtig und dürfen personengebundene Informationen wie beispielsweise Gesundheitsinformationen nicht ohne Zustimmung des Betroffenen an Dritte weitergeben.
SDK-Card für Privatversicherte
Diese Karte dient zur  Abrechnung von Krankenhausleistungen und bei der Erfassung der Aufnahmeformalitäten für Privatversicherte im Krankenhaus. Auch kann die Karte bei einer ambulanten- und zahnärztlichen Behandlung verwendet werden, wobei hier keine Kostenübernahmegarantien abgegeben werden. Sie soll dem Arzt lediglich anzeigen, dass es sich bei dem Versicherten um einen Privatpatienten handelt. Die SDK-Card enthält einen Mikrochip, auf dem folgende Daten gespeichert sind: Name und Nummer der SDK, Name und Anschrift des Versicherten, Geburtsdatum des Versicherten, Versicherungsnummer, Personennummer, Kartengültigkeit.   Mit Hilfe spezieller Lesegeräte können die auf dem Mikrochip gespeicherten Daten gelesen und zur Erstellung von Rezepten und Rechnungen genutzt werden. Die Erfassung persönlicher und versicherungstechnischer Daten entfällt somit. Da die so erstellten Rechnungen und Rezepte neben dem Namen auch die Mitgliedsnummer und Personennummer enthalten, erleichtert uns dies die Zuordnung der Leistungsansprüche. Im Gegensatz zur Versichertenkarte der GKV ist der Einsatz der SDK-Card freiwillig. Sie entscheiden selbst, ob Sie die Karte verwenden wollen oder nicht. Die SDK-Card ist vor allem ein Serviceangebot, mit dem sich Verwaltungsabläufe bei Krankenhäusern, Ärzten und Versicherungsunternehmen vereinfachen lassen.
Selbstbeteiligung
Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung führt zu einer Absenkung der Beitragshöhe. In der Krankheitskostenvollversicherung erhalten Versicherte damit einen Anreiz, die Gesundheitsausgaben sowie die Verwaltungskosten niedrig zu halten, indem kleinere Rechnungen nicht eingereicht werden. Selbstbeteiligungen werden meist als fester Betrag (beispielsweise 400 Euro pro Versicherungsjahr) vereinbart. Auch prozentuale Beteiligungen, meist in Kombination mit einem festen Betrag als Obergrenze, oder betragsmäßige Selbstbeteiligungen pro Behandlung sind möglich. Die Tarife unterscheiden sich diesbezüglich sehr stark voneinander. Die Selbstbeteiligungen gelten nicht immer für alle Leistungen, sondern sind beispielsweise beschränkt auf ambulante ärztliche Leistungen oder gelten nicht für Vorsorgeuntersuchungen. Marktüblich ist, dass sich der Versicherte am Zahnersatz mit beispielsweise 20 Prozent beteiligt. Für zahnärztliche Behandlungen gelten oft in den ersten Versicherungsjahren Staffelregelungen (sog. „Zahnstaffel“), die auch als Selbstbeteiligung wirken können. Dabei wird die Erstattung auf bestimmte Beträge für jedes einzelne Versicherungsjahr und/oder für alle Versicherungsjahre zusammen begrenzt (beispielsweise 1000 Euro im ersten Jahr, 2000 Euro im zweiten Jahr, 3000 Euro im dritten Jahr etc.).
Single Euro Payments Area (SEPA)
Single Euro Payments Area (SEPA) steht für eine einheitliche Regelung von Überweisungen und Lastschriften in Europa. Ab 1. Februar 2014 ersetzt die IBAN (International Bank Account Number) die bisherige Kontokennung (Konto-Nummer und Bankleitzahl). In einer Übergangsphase von 1. Februar 2014 bis 1. Februar 2016 wird ebenso der BIC Bank-Code (Business Identifier Code) v.a. bei grenzüberschreitenden Zahlungen verwendet. Daher kann es sein, dass Sie zukünftig bei Überweisungen und insbesondere bei Lastschriften dazu aufgefordert werden die IBAN und ggf. den BIC anzugeben. IBAN: Die IBAN setzt sich zusammen aus dem Länderkennzeichen (z.B. "DE" für Deutschland), der Prüfziffer (z.B. "51"), der Bankleitzahl (z.B. "100 100 50") und der Kontonummer (z.B. 1234567). Die Kontonummer wird auf zehn Stellen von vorn mit Nullen aufgefüllt. Zusammengesetztes Beispiel: DE51100100500001234567 BIC: Die BIC setzt sich zusammen aus einem Bankkürzel (z.B. "GENO"), einem Ländercode (z.B. "DE" für Deutschland), einem Orts-Code (z.B. FF für "Frankfurt") und einem Filial-/Abteilungskürzel (dreistellig, wird ggf. mit "XXX" aufgefüllt, sodass die BIC eine Gesamtlänge von elf Stellen erhält). Zusammengesetztes Beispiel: GENODEFFXXX Sie finden Ihre IBAN und Ihren BIC auf Ihrer Bank-Karte, den Kontoauszügen und der Homepage Ihrer Bank (z.B. Online-Banking). Vorteile: Ist die Umstellung einmal erfolgt, bieten die neuen SEPA-Verfahren zahlreiche Vorteile: Insbesondere die Laufzeiten bei Überweisungen in andere europäische Länder werden sich verringern. Darüber hinaus werden künftig geringere Bankgebühren im Zahlungsverkehr mit dem Ausland fällig. Die neuen einheitlichen Verfahren sind für Euro-Zahlungen in den 28 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen sowie Monaco und der Schweiz nutzbar. Weitere Informationen zu SEPA finden Sie auf der Website der Deutschen Bundesbank. Für unsere Mitglieder gilt: Unsere SDK stellt das Lastschriftverfahren für Beiträge bis 1. Februar 2014 auf SEPA-Lastschriftmandate um. Bestehende Einzugsermächtigungen behalten allerdings ihre Gültigkeit und werden von uns umgewandelt. Sie werden zudem erweitert um eine Mandatsreferenznummer, um jederzeit eine eindeutige Zuordnung sicherzustellen. Gleichzeitig wird darauf die Gläubiger-Identifikationsnummer vermerkt, die uns als Lastschrifteinreicher eindeutig identifiziert. Diese Angaben werden zukünftig im Verwendungszweck unserer Abbuchung auftauchen.
Solidaritätsprinzip
Die Sozialversicherung in Deutschland und damit auch die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) und die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) beruhen überwiegend auf dem sogenannten Solidaritätsprinzip. Dabei richtet sich der Leistungsanspruch nicht nach dem individuellen Risiko des einzelnen Versicherten (Äquivalenzprinzip), sondern nach der individuellen Bedürftigkeit. Die Beiträge werden beim Solidaritätsprinzip nach der Leistungsfähigkeit und damit in Relation zum Einkommen festgesetzt (wer mehr verdient, muss auch höhere Beiträge bezahlen), während beim Äquivalenzprinzip das individuelle Risiko des Versicherten zu Vertragsbeginn ausschlaggebend ist. Das Solidaritätsprinzip ist in verschiedenen Bereichen eingeschränkt worden. Insbesondere die Wahltarife ermöglichen es, individuell abweichende Leistungen zu vereinbaren. Umgekehrt ist das Solidaritätsprinzip in der privaten Krankenversicherung (PKV) ebenfalls zunehmend verbreitet. Die PKV kalkuliert seit jeher so, dass innerhalb des Versichertenkollektivs die Gesunden solidarisch für die Kosten der Kranken aufkommen. Nur der Zugang zum Versichertenkollektiv unterliegt dem Äquivalenzprinzip. Zusätzlich kennt die PKV solidarische Umlagen aller Vollversicherten für die Versicherten im Standardtarif. Hinzugekommen ist 2009 der Basistarif. Dessen Beitrag ist auf ein relativ zum Risiko nicht ausreichendes Beitragsniveau (Höchstbeitrag zur GKV) begrenzt. Zusätzlich müssen die Beiträge bei Bedürftigkeit halbiert werden. Besteht immer noch Bedürftigkeit, hat der Krankenversicherer Anspruch nur auf einen Zuschuss vom Sozialhilfeträger, der geringer ist als der halbe Beitrag zum Basistarif. Alle entstehenden Lücken werden von den Vollversicherten solidarisch über Umlagen getragen.
Sonderausgaben
Altersvorsorgeaufwendungen können in bestimmten Grenzen als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer berücksichtigt werden. Als Vorsorgeaufwendungen gelten insbesondere: „Schicht 1“: Aufwendungen für die gesetzliche Rentenversicherung und gleichgestellte Versorgungen wie insbesondere die Basisrente. „Schicht 2“: Aufwendungen für die Riesterrente.   Außerdem gibt es eine sehr begrenzte Möglichkeit, sonstige Vorsorgeaufwendungen geltend zu machen, unter anderem für Risikolebens- und Berufs-/Erwerbsunfähigkeitsversicherungen. Dieser Betrag wird allerdings oft schon durch die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ausgeschöpft.
Sozialversicherung
Die gesetzliche Sozialversicherung in Deutschland besteht aus den fünf Zweigen gesetzliche Rentenversicherung (GRV), gesetzliche Krankenversicherung (GKV), gesetzliche Unfallversicherung, soziale Pflegeversicherung (SPV) und Arbeitslosenversicherung. Charakteristisch für die Sozialversicherung ist, dass das Versicherungsverhältnis in der Regel kraft Gesetzes und nicht kraft Vertrags zustande kommt. Die Sozialversicherung unterliegt überwiegend dem Solidaritätsprinzip bezüglich Leistungen und Finanzierung und übernimmt auch sozialstaatliche Aufgaben. Die grundsätzlichen Leistungen werden im Sozialgesetzbuch geregelt. Bei der Finanzierung wendet sie das Umlageverfahren an, die wichtigsten Beitragszahler sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Versicherungsträger sind typischerweise Körperschaften des öffentlichen Rechts und unterliegen der Selbstverwaltung.
Sozialversicherungsabkommen
Als Sozialversicherungsabkommen bezeichnet man einen Vertrag zwischen den Sozialversicherungsträgern verschiedener Staaten oder Nationen. Es dient dazu, dass Sozialversicherte auch auf dem Hoheitsgebiet anderer Staaten die gleiche oder zumindest eine ähnliche Leistung wie in der Sozialversicherung des eigenen Landes beanspruchen können. Für Versicherte in der gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bedeutet dies, dass Krankheitskosten von den gesetzlichen Krankenkassen beispielsweise im Auslandsurlaub nur in EU-Ländern oder solchen Staaten übernommen wenn, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen vereinbart hat. Auch in Ländern mit Sozialversicherungsabkommen müssen GKV-Versicherte damit rechnen, dass nicht alle im Ausland berechneten Leistungen erstattungsfähig sind. Leistungen wie ein medizinisch notwendiger Krankenrücktransport werden überhaupt nicht von der GKV übernommen. Deshalb ist bei Reisen ins Ausland eine Auslandsreisekrankenversicherung empfehlenswert. Die SDK bietet hierzu ihre Auslandsreisekrankenversicherung unter dem Produktnahmen REISEplus an.  
Sparbeitrag
Als Sparbeitrag bezeichnet man den Teil der Beitragszahlungen für eine Lebensversicherung, der direkt in das Vertragsguthaben fließt. Dazu werden von der tatsächlichen Beitragszahlung die Risikokosten beispielsweise für das Todesfallrisiko sowie die Verwaltungs- und Abschlusskosten abgezogen.
Standardtarif
Der Standardtarif (ST) ist eine Tarifart in der privaten Krankenversicherung für ältere Versicherte, die ihre bisherigen Vollversicherungsbeiträge nicht mehr tragen können. Voraussetzung ist, dass der Versicherte mindestens 10 Jahre privat vollversichert ist. Zudem muss er mindestens 65 Jahre alt sein. Hat er ein Gesamteinkommen unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze oder bezieht eine Rente oder Pension, kann er auch schon ab 55 Jahre in den ST wechseln. Der ST sieht Leistungen auf einem Niveau unterhalb der Vollversicherung, aber oberhalb des Basistarifs vor. Der Beitrag ist gegenüber einer Vollversicherung deutlich reduziert. Zur Finanzierung wird eine solidarische Umlage von allen Vollversicherten erhoben. Bei der SDK liegt der Anteil der ST-Versicherte unter 0,2 Prozent. Dies spricht für besonders tragbare und attraktive Tarife auch im hohen Alter.
Stationäre Zusatzversicherung
Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben bei stationären Krankenhausbehandlungen nur Anspruch auf die sogenannten Regelleistungen im Krankenhaus beziehungsweise auf die Allgemeinen Krankenhausleistungen. Dies bedeutet im Rahmen der medizinisch notwendigen und ausreichenden Versorgung die Unterbringung im Mehrbettzimmer und ärztliche Behandlung durch den diensthabenden Arzt. Über eine stationäre Zusatzversicherung können GKV-Versicherte auch Wahlleistungen im Krankenhaus wie die Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und die Chefarzt-Behandlung beanspruchen. Die SDK bietet mit Ihren Krankenhauszusatzversicherungstarifen KLINIKprivat  sinnvolle Ergänzungen, wie z. B. Einbettzimmer oder Chefarztbehandlung an.
Sterbegeldversicherung
Mit einer Sterbegeldversicherung kann man sicherstellen, dass die Hinterbliebenen nicht für die Kosten des Begräbnisses aufkommen müssen oder eine angemessene Beisetzung auch dann durchgeführt werden kann, wenn keine Hinterbliebenen vorhanden sind und die Kosten tragen. Bis 2004 gab es für diesen Zweck ein Sterbegeld von den Krankenkassen, dieses wurde jedoch gestrichen. Vereinbart wird eine Versicherungssumme, die sich an Beerdigungskosten orientiert und deshalb geringer ausfällt als sonst bei Lebensversicherungen üblich, beispielsweise 5.000 bis 10.000 Euro. Der Versicherungsnehmer zahlt über eine bestimmte Vertragslaufzeit oder bis zu einem bestimmten Höchstalter oder bis zum Erreichen der vereinbarten Versicherungssumme einen entsprechenden monatlichen Beitrag ein. Der Versicherungsschutz gilt in der Regel lebenslänglich. Auch unsere SDK Lebensversicherung bietet ein Sterbegeld zu günstigen Konditionen an. 
Sterbetafel
Eine Sterbetafel stellt Sterbewahrscheinlichkeiten von Männern und Frauen nach Geburtsjahrgang dar. Versicherer nutzen diese zur Kalkulation der Versicherungsbeiträge für Lebensversicherungen. Versicherer verwenden die von der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. herausgegebenen Sterbetafeln. Diese sind nicht mit den regelmäßig vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Statistiken über die Lebenserwartung identisch. Personen, die Lebens- oder Rentenversicherungen abschließen, sind nach den Erfahrungen gesünder und leben bewusster als der Bevölkerungsdurchschnitt und weisen deshalb eine geringere Sterbewahrscheinlichkeit oder umgekehrt eine höhere Lebenserwartung auf. Dies muss in der Kalkulation von Lebens- und Rentenversicherungen berücksichtigt werden, damit die vertraglich zugesagten Leistungen dauerhaft zuverlässig erbracht werden können.
Steuer
Lebensversicherungen werden je nach dem Zeitpunkt, zu dem sie abgeschlossen wurden, unterschiedlich besteuert. Außerdem ist zwischen Lebensversicherungen zu unterscheiden, die aus voll versteuertem („Schicht 3“) oder aus ganz oder teilweise unversteuertem Einkommen („Schicht 1“/“Schicht 2“) finanziert werden. Hier können im Überblick nur einige der teils recht komplexen steuerlichen Vorgaben dargestellt werden. Diese Darstellung ist nicht vollständig und kann nicht in jedem Fall so für Ihren Lebensversicherungsvertrag zutreffend sein. Ein Tipp: Ihren Unterlagen zur Lebensversicherung liegen  auch Informationen zur Besteuerung der von Ihnen abgeschlossenen Lebensversicherung bei, Sie können diese aber auch jederzeit bei Ihrem Versicherer anfordern. Kapitallebensversicherungen Bei vor dem 1.1.2005 abgeschlossenen Kapitallebensversicherungen ist die Ablaufleistung in der Regel steuerfrei, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre Laufzeit und mindestens fünf Jahre Beitragszahlungsdauer aufweist. Bei seit 1.1.2005 abgeschlossenen Kapitallebensversicherungen wird der Ertrag (Ablaufleistung minus eingezahlte Beiträge) nur zur Hälfte versteuert, wenn der Vertrag mindestens 12 Jahre Laufzeit beinhaltet und die Auszahlung nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres (bis 2011: 60. Lebensjahres) erfolgt. Risikolebensversicherung Die Todesfallleistung wird kapitalertragssteuerfrei ausgezahlt, allerdings wird unter Umständen Erbschaftsteuer fällig. Rentenversicherungen Ausgezahlte Renten werden üblicherweise mit dem Ertragsanteil besteuert, dessen Höhe vom Alter abhängt, ab dem die Renten gezahlt werden. Außerdem muss auch hier nach Verträgen unterschieden werden, die vor oder ab 1.1.2005 abgeschlossen wurden, der Ertragsanteil bei den ab 1.1.2005 abgeschlossenen Rentenversicherungen ist niedriger. Wird ein Kapitalwahlrecht wahrgenommen, wird die Rentenversicherung steuerlich wie die Kapitallebensversicherung behandelt. Riesterrentenversicherungen Die Riesterrente wird in der Ansparphase steuerlich gefördert. Dafür gibt es entweder Zulagen oder einen steuermindernden Sonderausgabenabzug. Das Finanzamt prüft jeweils, was für den Riestersparer günstiger ist. Im Gegenzug ist die Rentenleistung voll zu versteuern. Basisrentenversicherungen Die Aufwendungen für eine Basisrente können in der Ansparphase zu einem größeren Anteil, der zudem bis 2025 auf 100 Prozent ansteigt, als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Im Gegenzug wird die Rente versteuert, wobei die Höhe des zu versteuernden Anteils vom Beginnjahr des Rentenbezugs abhängt, spätestens 2040 allerdings sind 100 Prozent erreicht. Betriebliche Altersversorgung Bei der betrieblichen Altersversorgung gibt es sehr unterschiedliche steuerliche Vorschriften. Grundsätzlich kann man zwischen vor- und nachgelagerter Besteuerung unterscheiden. Seit 2005 wird die betriebliche Altersversorgung grundsätzlich  nachgelagert besteuert, d.h., der Arbeitnehmer kann Gehaltsbestandteile steuer- und zum Teil auch sozialversicherungsfrei umwandeln, muss die Ablaufleistung dann allerdings voll versteuern.
Stundung
Gerät der Versicherungsnehmer einer Lebensversicherung in Zahlungsschwierigkeiten, sollte er in jedem Fall mit seinem Versicherer zusammen eine Lösung suchen. Eine vorzeitige Kündigung der Versicherung ist oft mit Nachteilen für den Kunden verbunden, weil er den Versicherungsschutz verliert und ein eventueller Rückkaufswert mindestens in den ersten Vertragsjahren nicht die Summe der eingezahlten Beiträge erreicht. Sofern es sich um vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten handelt, kann eine Stundung der Beiträge vereinbart werden, die dann später nachzuzahlen sind. Auch bei dauerhaften Zahlungsschwierigkeiten gibt es gute Alternativen zur Kündigung. Dazu zählen je nach Vertragsart die Herabsetzung der Versicherungssumme, eine Verlängerung der Laufzeit, eine Verrechnung des Beitrags mit bisher erreichten Überschüssen. Auch können eventuell Zusatzversicherungen ausgeschlossen werden. Unter bestimmten Umständen kann eine Lebensversicherung beitragsfrei gestellt werden, womit der Versicherungsschutz entsprechend reduziert erhalten werden kann. Die Beitragsfreistellung kann innerhalb eines bestimmten Zeitraums rückgängig gemacht werden.
Subsidiaritätsprinzip
Darunter wird verstanden, dass der Staat nur dann tätig wird, wenn sich der einzelne Bürger nicht selbst versorgen kann. Das Menschenbild ist geprägt von Eigenverantwortung, die der Einzelne übernimmt. Demgegenüber steht das Versorgungs- oder Alimentationsprinzip, wonach der Staat stets und umfassend Fürsorge für seine Bürger zu betreiben hat, diese damit aber auch keine Entscheidungsfreiheiten besitzen. Auch die Sozialversicherung ist im Ursprung durch das Subsidiaritätsprinzip geprägt. Die Sozialversicherungsträger werden in der Regel in Selbstverwaltung geführt. Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer als Finanziers haben Mitspracherechte. Allerdings wird das Subsidiaritätsprinzip immer weiter zurückgedrängt, vor allem in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Hier mischt sich der Staat immer stärker in die Rechte der Selbstverwaltung ein. Krankenkassen dürfen zum Beispiel seit 2007 ihre Beitragssätze nicht mehr selbst festsetzen. Auch die private Krankenversicherung wurde zuletzt immer stärker in ihren Rechten beschnitten, wie beispielsweise die zeitweise Anhebung der Jahresarbeitsentgeltgrenze und somit der Wechselgrenze aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung für höherverdienende und damit weniger schutzbedürftige Arbeitnehmer oder aber die Einführung des Basistarifs belegen, bei dem zentrale Elemente der versicherungsmathematischen Vertragskalkulation gesetzlich ausgeschaltet wurden.
Substitutive Krankenversicherung
Private Kranken- und Pflegeversicherung, die eine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung ersetzen kann. Üblicherweise wird sie auch als Vollversicherung bezeichnet. Es besteht eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss und zur Aufrechterhaltung einer substitutiven Krankenversicherung für jede Person mit Wohnsitz im Inland, soweit sie nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherungspflichtig oder durch ein anderes Versicherungssystem ganz oder teilweise (Beihilfe, Freie Heilfürsorge) erfasst ist. Substitutive Krankenversicherungen sind nach Art der Lebensversicherung zu kalkulieren (sog. Kapitaldeckungsverfahren). Das heißt, dass sie Alterungsrückstellungen bilden und damit einen Ausgleich der Gesundheitskosten in der Zeit erreichen. Sie müssen grundsätzlich unbefristet abgeschlossen werden. Der Versicherer hat bei der substitutiven Krankheitskosten-, Krankentagegeld- oder Pflegekrankenversicherung kein ordentliches Kündigungsrecht.


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Tagegeldversicherung
Eine Tagegeldversicherung ist eine Krankheitskostenteilversicherung, mit der man für den Eintritt eines bestimmten Risikos eine feste Summe pro Tag als Versicherungsleistung vereinbaren kann. Dies kann beispielsweise ein Krankentagegeld für den Fall einer Arbeitsunfähigkeit, ein Krankenhaustagegeld für den Fall eines stationären Krankenhausaufenthalts oder auch ein Pflegetagegeld für den Fall der Pflegebedürftigkeit sein.
Tagespflege
Die Tagespflege ist wie die Nachtpflege eine teilstationäre Leistung der Pflegeversicherung. Im Rahmen der Tagespflege werden Pflegebedürftige von ausgebildeten Pflegefachkräften nur tagsüber gepflegt. Die Kostenübernahme erfolgt in Abhängigkeit vom Pflegegrad bis zu den jeweiligen Höchstgrenzen, die auch für Pflegesachleistungen gelten.
Tarif
In der privaten Krankenversicherung wird unter Tarif eine Kombination von Kranken- oder Pflegeversicherungsleistungen einschließlich der entsprechenden Beitragskalkulation verstanden. Diese Kombination wird individuell auf die Bedürfnisse bestimmter Kundengruppen (z.B. Selbstständige, Angestellte, Beamte, GKV-Versicherte), auf bestimmte Anspruchsniveaus (z.B. Tarife für Einsteiger, Normal- und Hochleistungstarife) oder auf bestimmte Bedarfssituationen (z.B. Voll- und Teilversicherung, Tagegeld-, Anwärter-, Optionstarife) zugeschnitten. Die Leistungsbeschreibung erfolgt üblicherweise durch: Musterbedingungen für die allgemeinen Vertragsgrundlagen, die für alle privaten Krankenversicherungsverträge gelten, Unternehmensindividuelle Änderungen der Musterbedingungen, Tarifbeschreibung mit den individuell für eine bestimmte Kundengruppe geltenden Leistungen beispielsweise für ambulante und stationäre Behandlungskosten, Zahnersatz, Tagegeld u.a.   Außerdem umfasst der Tarif eine Beitragstabelle, aus der die Tarifbeiträge differenziert in der Regel nach dem Eintrittsalter hervorgehen.
Tarifbedingungen
Dabei handelt es sich um Allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB), die der einzelne Versicherer ergänzend zu den Musterbedingungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung verwendet. Zur besseren Übersichtlichkeit für den Kunden werden sie oft als Einschübe in die Musterbedingungen mit besonderer Hervorhebung dargestellt, um deutlich zu machen, an welchen Stellen die Musterbedingungen durch die Tarifbedingungen verändert werden sollen. Bei der SDK sind die Musterbedingungen in schwarzer und die SDK-individuellen Tarifbedingungen in blauer Schrift hinterlegt.
Tarifwechsel
Krankenversicherte haben nach § 204 VVG das Recht, bei ihrem Krankenversicherer in andere Tarife mit gleichartigem Versicherungsschutz zu wechseln. Dafür ist keine neue Gesundheitsprüfung erforderlich. Ein großer Vorteil gegenüber einer Kündigung der Krankenversicherung und Neuabschluss bei einem anderen Krankenversicherer besteht darin, dass die bisher aufgebauten Alterungsrückstellungen vollständig angerechnet werden, während sie beim Unternehmenswechsel je nach Zeitpunkt des ursprünglichen Vertragsabschlusses ganz oder teilweise verloren gehen. Allerdings sind Krankenversicherungstarife oft im Detail sehr unterschiedlich. Deshalb sollte beim Tarifwechsel nicht die Prämienhöhe allein ausschlaggebend sein. Vielmehr müssen auch die Leistungen verglichen und eventuelle Leistungsnachteile zur Prämienersparnis ins Verhältnis gesetzt werden. Wenn ein neuer Tarif höhere Leistungen als der bisherige vorsieht, kann der Versicherer hierfür einen Leistungsausschluss oder einen angemessenen Risikozuschlag und eine Wartezeit verlangen. Auch der Versicherte hat das Recht, von sich aus auf diese Mehrleistungen zu verzichten. Besondere Regelungen gelten zudem beim Wechsel aus dem Basistarif in einen Vollversicherungstarif. Auf das Tarifwechselrecht hat der Krankenversicherer den Kunden regelmäßig im Fall einer Beitragsanpassung hinzuweisen. Älteren Versicherten ab 60 Jahren hat der Versicherer auch konkrete Wechselmöglichkeiten mitzuteilen.
Tarifwerk
Damit wird die Gesamtheit der Tarife eines privaten Krankenversicherers bezeichnet. Der Versicherer verfolgt mit seinem Tarifwerk eine bestimmte Positionierung im Markt, das heißt er möchte bestimmte Zielgruppen oder bestimmte Bedarfssituationen besonders ansprechen. Beispielsweise bieten manche Krankenversicherer nur Zusatz- und keine substitutiven Vollversicherungen an.  
Teilstationäre Behandlung
Bei einer teilstationären Behandlung erfolgt die Unterbringung in einer medizinischen Einrichtung nicht rund um die Uhr,  – wie bei einer vollstationären Behandlung -  sondern nur tagsüber oder nachts. Ein Anspruch auf ein Krankenhaustagegeld besteht bei teilstationärer Behandlung in der Regel nicht.
Transportkosten
Zu den Leistungen der privaten Krankenversicherung gehören auch Transportkosten. Transportkosten setzen im Gegensatz zu Fahrtkosten voraus, dass die erkrankte Person aus eigenen Kräften und mit eigenen Mitteln die Behandlungsstätte nicht erreichen kann. Bei der SDK sind, je nach Tarif, die infolge eines Unfalls oder medizinischen Notfalls angefallenen Transportkosten zum und vom Arzt erstattungsfähig. Gleiches gilt für die Kosten eines Hin- und Rücktransports vom und zum Wohnsitz des Versicherten zur Dialysebehandlung, zur Chemo- und zur Strahlentherapie.  Transportkosten werden mit einem je nach Lage des Falles angemessenen Transportmittel zum und vom Krankenhaus gezahlt.


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Überschussverwendungsquote
Die Überschussverwendungsquote ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die angibt, in welchem Umfang der wirtschaftliche Erfolg eines privaten Krankenversicherers an die Versicherten weitergegeben wird. Zur Ermittlung der Überschussverwendungsquote wird der verwendete Überschuss in Relation zum Rohergebnis nach Steuern gesetzt.
Überschuss
In den Beiträgen kapitalbildender Lebens- und Rentenversicherungen sind Sparanteile enthalten, mit denen die künftigen Ablaufleistungen wie Kapitalabfindungen oder Rentenzahlungen finanziert werden. Die Lebensversicherer legen diese Sparanteile verzinslich an. Darüber hinaus sind sie gehalten, vorsichtig zu kalkulieren, damit sie auch über Jahrzehnte zuverlässig die zugesagten Leistungen erbringen können. Das bedeutet, dass sie die Lebenserwartung und damit die Risikokosten sowie die sonstigen Kosten so ansetzen, dass sie in jedem Fall ausreichen werden. Fallen geringere Kosten an, entstehen weitere Überschüsse. Die Sparanteile sind mit einem rechnungsmäßigen Zins zu verzinsen, der auch Garantiezins genannt wird. Seit 1.1.2017 beträgt er für neu abgeschlossene Lebensversicherungen 0,9 Prozent. Die rechnungsmäßigen Zinsen werden planmäßig dem Deckungskapital zugeführt, aus dem bei Ablauf die vereinbarten garantierten Leistungen dargestellt werden. Werden über den rechnungsmäßigen Zins hinaus Überschüsse erzielt, erhöhen diese außerrechnungsmäßigen Zinsen die gesamte Überschussbeteiligung. Diese wird zum Teil laufend jährlich festgesetzt und dem Lebensversicherten damit garantiert, zum Teil für einen Schlussüberschuss verwendet, mit dem zum Vertragsende die Leistungen erhöht werden.
Überschussverrechnung
Die Überschussverrechnung ist eine Form der Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung. Erzielt der Lebensversicherer Überschüsse, kann er diese in verschiedener Weise zugunsten des Kunden verwenden. Bei der Überschussverrechnung werden diese Überschüsse eingesetzt, um den Beitrag zur Lebensversicherung zu senken. Sehr häufig wird dies bei Risikoversicherungen, z.B. der Berufsunfähigkeitsversicherung vereinbart, um den Beitrag für eine bestimmte Leistung absenken zu können. Die Überschüsse sind nicht garantiert, es kann daher vorkommen, dass der Zahlbeitrag auch einmal angehoben oder abgesenkt wird.
Umlageverfahren
Das Umlageverfahren stellt die Finanzierungsmethode der Sozialversicherung dar, wozu unter anderem die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) gehören. Dabei tragen die Beitragspflichtigen die aktuellen Kosten aller Versicherten. Das macht die GKV anfällig für die demografische Entwicklung mit immer weniger Beitragszahlern und immer mehr Älteren sowie für Krisen am Arbeitsmarkt. Im Gegensatz dazu wird die private Krankenversicherung (PKV) nach dem Kapitaldeckungsprinzip finanziert.
Unabhängiger Treuhänder
Von Versicherern unabhängige Institutionen bzw. versicherungsmathematische Sachverständige, deren Zustimmung für eine Beitragsanpassung in der privaten Krankenversicherung notwendig ist (vgl. § 203 Abs. 2 VVG).
Unfallversicherung
Die Unfallversicherung bietet in erster Linie einen Invaliditätsschutz, kann aber eine Reihe zusätzlicher Aufgaben erfüllen. Sie gliedert sich in die gesetzliche Unfallversicherung, in der bestimmte Personen pflichtversichert sind, und in die private Unfallversicherung. Die private Unfallversicherung ergänzt oder ersetzt die gesetzliche Unfallversicherung in vielerlei Hinsicht.
Unfall-Zusatzversicherung
Zusatzversicherung zur Lebensversicherung, die bei unfallbedingtem Tod des Versicherten fällig wird. Oft wird die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme verdoppelt. Die Zusatzversicherung ersetzt nicht eine bedarfsgerechte Unfallversicherung, die vor allem auch bei unfallbedingter Invalidität leistet, ergänzt diese aber.
Unisex-Tarif
Tarif, der nicht nach Geschlecht der versicherten Person unterscheidet. Ab 21. Dezember 2012 dürfen Versicherer in ihren Tarifen bei neu abgeschlossenen Verträgen aufgrund europäischer Vorgaben nicht mehr nach dem Geschlecht unterscheiden. Bestehende geschlechtsdifferenzierte Verträge bleiben davon unberührt. Betroffen sind insbesondere Kranken-, Lebens-, Unfall- oder auch Autoversicherungen. Das Geschlecht ist eines der wenigen statistischen Merkmale, das zum einen üblicherweise lebenslänglich unverändert bleibt und zum anderen sicher das jeweilige Risiko erkennbar macht. So leben beispielsweise Frauen im Durchschnitt länger als Männer und beanspruchen deshalb länger eine Rente, brauchen aber seltener eine Todesfallleistung. Jüngere Frauen weisen ein weniger schadenträchtiges Fahrverhalten auf als gleichaltrige Männer. Der Bedarf an Gesundheitsleistungen ist im Lebensverlauf ebenfalls nach Geschlecht unterschiedlich. Dies ist je nach Versicherungsart mal zum Vorteil und mal zum Nachteil für das jeweilige Geschlecht, oft auch zusätzlich abhängig vom Lebensalter. Deshalb kann man nicht pauschal von einem Gewinn für ein bestimmtes Geschlecht sprechen. Versicherer müssen bei Unisex-Tarifen eine individuelle Annahme treffen, wie sich künftig der Kundenbestand nach Geschlecht zusammensetzen und dementsprechend der Leistungsbedarf ausfallen wird. Die Unisex-Tarife können deshalb nicht einfach nur dem Durchschnittsbeitrag der bisherigen geschlechtsspezifischen Beiträge entsprechen, sondern liegen etwas darüber. Versicherer, die aus Wettbewerbsgründen zunächst auf eine vorsichtige Kalkulation verzichten, werden dies später durch Beitragsanpassungen nachholen müssen. Kunden sollten deshalb bei einem Vertragsabschluss künftig noch mehr als bisher nicht ausschließlich einen Preisvergleich anstellen, sondern sich auch beraten lassen, welche langfristige Beitragsentwicklung zu erwarten ist.
Unterstützungskasse
Die Unterstützungskasse (kurz auch U-Kasse) ist ein Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Es handelt sich um eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, die entweder vom Arbeitgeber selbst oder von mehreren Arbeitgebern als gemeinschaftliche Versorgungseinrichtung geschaffen wird. Die U-Kasse gibt dem Arbeitnehmer eine Versorgungszusage, die vom Arbeitgeber gegenüber der U-Kasse zu finanzieren ist. In der Regel wird die Zusage bei einem Versicherer rückgedeckt, d.h. es werden von der U-Kasse  auf das Leben des Arbeitnehmers Lebens- oder Rentenversicherungen, abgeschlossen. Die U-Kasse eignet sich besonders für die arbeitgeberfinanzierte bAV.
Unverfallbarkeit
Die Anwartschaft eines Arbeitnehmers auf eine vom Arbeitgeber finanzierte betriebliche Altersversorgung kann nicht mehr widerrufen werden, wenn die Zusage mindestens fünf Jahre bestanden hat und der Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat (gesetzliche Unverfallbarkeit). Verlässt der Arbeitnehmer das Unternehmen vor Ablauf dieser Frist, verfällt die Anwartschaft. Der Arbeitgeber kann jedoch mit dem Arbeitnehmer vereinbaren, dass die Anwartschaft dennoch bestehen bleibt (vertragliche Unverfallbarkeit). Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung, die der Arbeitnehmer durch Entgeltumwandlung selbst finanziert hat, müssen von Beginn an unverfallbar ausgestaltet sein.