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SDK Pressemitteilungen 2017

Fern- und Aktivreisen als Typ-2-Diabetiker: Diabetes ist kein Hindernis – Grundregeln bei der Reiseplanung beachten

Fern- und Aktivreisen als Typ-2-Diabetiker: Diabetes ist kein Hindernis – Grundregeln bei der Reiseplanung beachten

Fellbach, 16.10.2017 Diabetes ist kein Hindernis für ungetrübte Freizeitaktivität und Reiselust. Doch aus Unsicherheit und Sorge um ihre medizinische Versorgung verzichten viele Diabetiker häufig auf längere Ausflüge oder Reisen. Das Leben mit dieser chronischen Stoffwechselerkrankung erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstmanagement der Betroffenen. Das gilt insbesondere auf Reisen. „Wird die Reise im Vorfeld sorgfältig organisiert und einige Grundregeln beachtet, steht dem Urlaubsvergnügen jedoch nichts im Wege“, betont Benno Schmeing, Vorstandsmitglied der Süddeutsche Krankenversicherung a. G. (SDK). Unterstützung zu allen Fragen rund um die Erkrankung erhalten Betroffene im Rahmen des Betreuungsprogramms Diabetes für SDK-Vollversicherte.

Rund 6,7 Millionen Menschen leiden laut der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Deutschland an Diabetes mellitus – davon sind 95 Prozent an einem Diabetes Typ 2 erkrankt. Neben der genetischen Veranlagung sind Übergewicht und Bewegungsmangel wesentliche Risikofaktoren für die Entstehung und den Verlauf von Diabetes Typ 2. Durch eine Anpassung des Lebensstils lässt sich das Krankheitsgeschehen günstig beeinflussen. Mit einer gezielten Umstellung auf eine kalorienarme Ernährung können Menschen mit Typ-2-Diabetes ihren Blutzuckerspiegel deutlich senken und die Insulinproduktion regulieren. Zusätzlich helfen Bewegung und regelmäßige Selbstkontrolle des Blutzuckers, den Diabetes gegebenenfalls sogar ohne Medikamente in den Griff zu bekommen. Lässt sich mit dieser Basistherapie der erhöhte Blutzuckerspiegel nicht positiv beeinflussen, muss eine medikamentöse Behandlung oder Insulingabe in Betracht gezogen werden. Denn bleibt die chronische Insulinresistenz unbehandelt, können im schlimmsten Fall aufgrund des dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels Folgeschäden wie Herz- und Gefäßerkrankungen, Schlaganfall, Amputationen und Erblindung auftreten.

Auf Reisen sollten Diabetiker ihren Blutzucker häufiger kontrollieren und darauf achten, dass durch den Flug und klimatische Veränderungen sowie starke körperliche Anstrengung keine gefährlichen Blutzuckerschwankungen entstehen. Bei sportlicher Aktivität sollten Betroffene ihren persönlichen Trainingszustand berücksichtigen. Denn Menschen mit wenig Kondition haben geringere Glykogenspeicher und unterzuckern daher leichter. Körperliche Anstrengungen wie Radtouren oder ausgedehnte Wanderungen sollten mit Blick auf Dauer, Intensität, Art der Belastung und Zeitpunkt deshalb gut geplant werden. Gegebenenfalls müssen Ernährung und Medikamentengabe angepasst werden. Benötigte Medikamente sollten in doppelter Menge ins Reisegepäck. Sie dürfen nicht starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Das Gleiche gilt für Teststreifen und Blutzuckermessgeräte.

„Grundsätzlich sind Sport und Reisen auch für Typ-2-Diabetiker kein Problem. Voraussetzungen sind eine stabile Blutzucker-Einstellung, gutes Selbstmanagement und ein ausreichend behandelter Zustand möglicher Folgeerkrankungen.“ Das betont Professor Dr. med. Thomas Küpper vom Institut für Arbeits- & Sozialmedizin der RWTH Aachen in der Fachzeitschrift „Diabetes aktuell“. In dem Beitrag „Aktivurlaub bei Diabetes – Mit den richtigen präventiven Maßnahmen gut machbar“ empfiehlt er im Vorfeld jeder ‚exotischeren‛ Reise eine Risikoanalyse im Rahmen einer reisemedizinischen Beratung: Wie ist die Infrastruktur unterwegs? Ist stationäre Behandlung vor Ort erreichbar? Wie sind Infektionsgefahren einzuschätzen? Handelt es sich um einen Zeitzonenflug? Hat der Patient vor Ort Zugang zu bekannten Lebensmitteln? Ist der Tagesablauf einigermaßen geregelt? Sind die Mitreisenden informiert? Wie sind das Klima und das Aktivitätsniveau unterwegs? Diese Fragen seien im Vorfeld zu klären.

„Der Planungsaufwand ist für Menschen mit einer chronischen Erkrankung höher als für gesunde Reisende, aber mit der entsprechenden Vorbereitung können auch Diabetiker Aktiv- und Fernreisen genießen“, betont Schmeing. Die SDK unterstützt betroffene Vollversicherte hierbei im Rahmen des SDK-Betreuungsprogramms Diabetes.

Ein persönlicher Case-Manager klärt mit dem Erkrankten nicht nur Fragen zum Umgang mit Diabetes im Alltag, sondern hilft auch bei der konkreten Reisevorbereitung. Steht eine Auslandsreise an, sollten sich Betroffene beispielsweise rechtzeitig um einen internationalen, mehrsprachigen Diabetes-Ausweis kümmern. Ins Handgepäck im Flugzeug gehört eine Liste der mitgeführten Medikamente und Diabetes-Utensilien. Unterstützen kann der Case-Manager gegebenenfalls auch bei der Auswahl und Bedienung telemedizinischer Systeme wie Apps, die unterwegs eine übersichtliche Dokumentation der Daten ermöglichen. „Wir möchten damit dazu beitragen, dass Menschen mit Diabetes ihren Alltag gut bewältigen und eine möglichst hohe Lebensqualität genießen können – auch auf Reisen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Krankheit hilft dabei, die Folgeerkrankungen von Diabetes so lange wie möglich hinaus zu zögern und zu reduzieren“, betont Schmeing  

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit 760 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Über 650.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 800 Beschäftigte im Innen- und Außendienst. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. 

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