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Neue telemedizinische Kooperation zwischen SDK, Bosch Healthcare und Robert-Bosch-Krankenhaus

Neue telemedizinische Kooperation zwischen SDK, Bosch Healthcare und Robert-Bosch-Krankenhaus

Höhere Lebensqualität für schwerkranke COPD-Patienten

Fellbach/Stuttgart, 30. Oktober 2012 – Bosch Healthcare, die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) und das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) in Stuttgart starteten im Oktober das telemedizinische Betreuungsprogramm für Versicherte der SDK. Zukünftig sollen deutschlandweit rund 100 schwerkranke Patienten, die an chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD) leiden, betreut werden.

Täglich übermitteln die Betroffenen wichtige Informationen wie Sauerstoffsättigung, Atemprobleme sowie Angaben zum allgemeinen Befinden an das Telemedizinische Zentrum (TMZ) des Robert-Bosch-Krankenhauses. Dort wertet medizinisches geschultes Fachpersonal diese aus. Sollte sich der Gesundheitszustand verändern, treten die Betreuer im TMZ mit dem Patienten oder dem behandelnden Arzt in Verbindung. Mit dem Telemedizin System erhalten die Betroffenen zudem umfassende Informationen, wie sie mit ihrer Krankheit umgehen, Rückschläge vermeiden und die Lebensqualität im Alltag verbessern können.

Dr. Ralf von Baer, Geschäftsführer der Robert Bosch Healthcare GmbH zur bestehenden telemedizinischen Infrastruktur: „Im Rahmen des Programms „Alltag mit Telemedizin erfolgreich meistern (A.T.e.m.)“, das wir im Mai dieses Jahres für COPD-Patienten gestartet haben, betreuen wir bereits zahlreiche Patienten der Techniker Krankenkasse. Nun können auch Versicherte der SDK von diesem Angebot profitieren.“

„Die SDK bietet Schwerkranken mit dem Telemedizinprogramm eine individuelle Betreuung und besondere Versorgungsqualität. Das Thema COPD hatte die SDK bereits mit einem Gesundheitstag im September auf die Agenda gesetzt. Unser Ziel ist es, mit diesem Programm wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen beizutragen“, erklärt Klaus Henkel, Vorstandsvorsitzender der SDK. Aktuell lädt die SDK ihre COPD-Patienten in persönlichen Gesprächen zur Teilnahme am Programm ein.

„Durch die Beobachtung des Gesundheitszustands im Verlauf, medizinische Betreuung und Schulung der Patienten kann eine akute Zustandsverschlechterung – die sogenannte Exazerbation der COPD – vermieden werden. Dadurch bleibt den Patienten ein in diesem Fall oft notwendiger Krankenhausaufenthalt erspart“, betont Professor Mark Dominik Alscher, Ärztlicher Direktor des RBK. „Die Patienten fühlen sich damit in ihrer gewohnten Umgebung sicherer, was wiederum ihre Lebensqualität verbessert.“

„Die Kooperation von Kostenträger, Krankenhaus und Unternehmen baut bewusst auf die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten“, betonte Ullrich Hipp, Geschäftsführer der Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH. „Aus diesem Grund ist uns die Zustimmung der behandelnden niedergelassenen Kollegen wichtig,“  ergänzt der Ärztliche Direktor Alscher. Ohne die Mediziner vor Ort, die den Patienten kennen und begleiten, würde ein entscheidender Bestandteil der telemedizinischen Versorgung fehlen.

Nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes sterben an der COPD allein in Deutschland jeden Tag 80 Patienten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet, dass bis 2030 in Europa die COPD zur dritthäufigsten Todesursache nach Herzkrankheiten und Schlaganfällen wird (World Health Statistics). Derzeit sind in der Bundesrepublik nach Schätzungen mehr als sechs Millionen Menschen an COPD erkrankt (basierend auf der BOLD-Studie, Geldmacher 2008). Von diesen sind aber nur etwa 1,5 Millionen diagnostiziert (Chapman 2006).

Die Betreuung der Patienten baut auf dem telemedizinischen System von Bosch Healthcare auf, das international seit mehr als zehn Jahren eingesetzt wird. Neben der täglichen Übermittlung der Gesundheitsdaten erfahren die Patienten zu Hause über ihre Basisstation viele Details zu ihrer Krankheit. Die Betroffenen lernen so, mit ihrer Situation besser umzugehen und dadurch langfristig Rückschläge zu vermeiden. Neben der COPD wird das System von Bosch Healthcare auch bei anderen chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Diabetes erfolgreich eingesetzt. „Hier werden wir unserem eigenen Anspruch, Technik fürs Leben anzubieten, in besonderem Maße gerecht“, erklärte Dr. Jasper zu Putlitz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Healthcare.

Zu Putlitz zum weiteren Roll-out in Deutschland: „Wir gehen davon aus, dass sich in naher Zukunft noch weitere Krankenkassen und -Versicherungen – auch für andere chronische Erkrankungen – an unsere telemedizinische Infrastruktur anschließen werden.“

 

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Die SDK im Profil

Die SDK mit Sitz in Fellbach ist in Süddeutschland der Krankenversicherungsspezialist der Volksbanken Raiffeisenbanken. Hier zählt die SDK mit ca. 700 Millionen Euro Beitragseinnahmen zu den größten privaten Krankenversicherern. Über 590.000 Versicherte bauen beim Thema Gesundheitsvorsorge auf die SDK. Für kompetente Beratung und Hilfe sorgen rund 780 Beschäftigte im Innen- und Außendienst. Mit ihrem Kooperationspartner aus dem Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung, der mhplus Krankenkasse, bietet die SDK Vorsorgelösungen aus einer Hand. Renommierte Wirtschaftsmagazine und führende Rating-Unternehmen zählen die SDK zu den besten Unternehmen der Branche. Zu den kleineren Unternehmen zählt die Süddeutsche Lebensversicherung mit etwa 1,4 Milliarden Euro Versicherungssumme. Sie überzeugt durch höchste Kundenzufriedenheit und exzellente Kapitalanlageergebnisse. Die Süddeutsche Allgemeine Versicherung sichert Unfälle ab und macht das Angebot als Personenversicherer komplett.

Mehr Informationen unter www.sdk.de

Bosch Healthcare ist Pionier und weltweit Marktführer in der Telemedizin sowie einer der führenden Telecare-Anbieter in Europa. Für eine bessere Versorgung chronisch Kranker im häuslichen Umfeld und ein nachhaltiges Gesundheitswesen bietet der Bereich Telemedizin Kostenträgern und Leistungserbringern ein Spektrum an Produkten, Systemen und Dienstleistungen. Das Bosch Telemedizin System vermittelt Schulungsinhalte, erfasst Gesundheitsdaten (u. a. Vitalparameter), sendet die Daten in aufbereiteter Form an das medizinische Fachpersonal und gibt dem Patienten hierzu Rückmeldung. Derzeit werden mehr als 50 000 chronisch Kranke weltweit über die täglich angewendeten Therapieprogramme systematisch in die Behandlung mit einbezogen. Die Erfolge des Systems – in mehr als 30 wissenschaftlichen Studien dokumentiert – resultieren aus zeitnaher Behandlungsanpassung, Verbesserung des Selbstmanagements und der Therapietreue. Der Bereich Tele­care ermöglicht mit seinen Hausservicerufsystemen Menschen ein sicheres, unabhängiges Leben im eigenen Heim durch direkte Rufverbindung zu einer rund um die Uhr verfügbaren Leitstelle. Mit den Schwesternrufsystemen können Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie anderen betreuten Einrichtungen mittels einer Notruftaste das zuständige Pflegepersonal herbeizurufen.
Bosch Healthcare ist mit 320 Mitarbeitern weltweit mit Standorten unter anderem dem Hauptsitz in Palo Alto (USA), in Grasbrunn bei München, La Chaux-de-Fonds (Schweiz) und Waiblingen bei Stuttgart vertreten.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunter­nehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäude­technik erwirtschafteten mehr als 300 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 51,5 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre rund 350 Tochter- und Regionalgesellschaften in rund 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Ver­triebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Im Jahr 2011 gab Bosch rund 4,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldete über 4 100 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqua­lität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Mehr Informationen unter www.bosch-telemedizin.de, www.bosch.com, www.bosch-presse.de

Das Robert-Bosch-Krankenhaus (RBK) ist ein von der Robert Bosch Stiftung getragenes Krankenhaus der Zentralversorgung mit Funktionen der Maximalversorgung an drei Stand­orten. Mit 935 Betten nehmen das RBK, seine Standorte Klinik Charlottenhaus und Klinik Schillerhöhe im Jahr rund 39 000 Patienten stationär auf. Zum Krankenhausbetrieb mit über 2 000 Mitarbeitern gehören verschiedene zertifizierte medizinische Zentren in 17 Fachabteilungen, ein Bildungszentrum sowie das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie, ein international renommiertes Forschungsinstitut.

Mehr Informationen unter www.rbk.de

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